Dostojewskij, Fjodor Michailowitsch — Verbrechen und Strafe

Es wur­de bei mir mal wie­der Zeit für das Lesen eines Klas­si­kers. Und wie schon beschrie­ben, bin ich bei Eulen­spie­gel auf die Taschen­buch­ver­si­on der Neu­über­set­zung von Dos­to­jew­skijs Roman “Schuld und Süh­ne” gesto­ßen. Die Neu­über­set­zung und die damit ver­bun­de­ne Neu­be­ti­te­lung hat Swet­la­na Gei­er besorgt, die aus dem Rus­si­schen auch vie­les ande­re über­setzt hat.

Ver­bre­chen und Stra­fe” deckt sich daher mit dem Titel der eng­li­schen Über­set­zung “Crime and Punish­ment”, klingt viel­leicht nicht so schön, trifft den Kern aber bes­ser. Noch bes­ser, so erfährt man im ange­häng­ten Bei­trag aus Kind­lers Lite­ra­tur­le­xi­kon, sei die Über­set­zung “Über­tre­tung und Zurecht­wei­sung”. Aber das hät­te viel­leicht zu sehr nach einer wis­sen­schaft­li­chen Abhand­lung geklun­gen.

Zum Inhalt will ich mal kaum etwas erzäh­len, das kriegt man anders wo. Aller­dings scheint der Roman noch etwas behä­big zu sein, wenn man meint, nach dem Ver­bre­chen den Höhe­punkt des Buches qua­si erreicht zu haben. Das täuscht, das was danach kommt, ist so dicht und gut erzählt, dass es ein wirk­li­ches Lese­ver­gnü­gen ist.

Nein, die Auf­ma­chung des Buches ist nun wirk­lich etwas für Buch­lieb­ha­ber. Von daher mal einen schö­nen Gruß und gro­ßes Lob an den Fischer Ver­lag. Die gebun­de­ne Ori­gi­nal­aus­ga­be ist mit so ca. 80€ doch nicht gera­de was für jeden, daher ist die­se 13€-Ausgabe, ange­rei­chert durch Erklä­run­gen, einer Über­sicht der Hand­lung, sowie dem schon ange­spro­che­nen Ein­trag über den Roman in Kind­lers Lite­ra­tur­le­xi­kon, sehr emp­feh­lens­wert. Außer­dem wur­de dün­nes Papier genom­men und ein Taschen­buch­for­mat, das etwas grö­ßer als üblich ist. Daher schau­en die 720 Sei­ten gar nicht so üppig aus und kom­men dem Leser nicht so über­mä­ßig viel vor, wie das bei ande­ren Aus­ga­ben der Fall ist. Sprich, das Buch ist schön hand­lich für unter­wegs, man schleppt kei­nen dicken Schin­ken mit sich und die Ent­schei­dung, es so her­aus­zu­ge­ben, ist eine gol­di­ge gewe­sen. Wer der­zeit die­sen Roman Dos­to­jew­skijs lesen möch­te, dem sei die­se Aus­ga­be ans Herz gelegt.

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