Diskurs

kannitverstan

Ich habe mich vor 5 Jah­ren mal in einem Fly­er über den Begriff Sach­zwän­ge empört. Dann hat man lie­ber von alter­na­tiv­los gere­det, da ansons­ten doch zu durch­sicht­lich ist, dass man den Din­gen Zwän­ge unter­stellt, die von die­sen ein­fach nicht aus­ge­hen. Alter­na­tiv­los ist dann letz­tes Jahr ver­brannt, hat ja auch lan­ge gedau­ert.

Der Begriff der Netz­ge­mein­de oder ähn­li­che Wort­kon­struk­te ver­brennt gera­de etwas schnel­ler. Nötig hät­te das Ver­bren­nen in der öffent­li­chen Rede auch das Wort Dis­kurs.

Schon der Wikipedia-Eintrag des Begrif­fes wirkt so unbe­le­sen, dass man sagen muss: Heu­te wird das Wort oft­mals nur noch so ver­wen­det, dass das eige­ne Gefa­sel unab­hän­gig von sei­nem Gehalt geadelt wer­den soll. Und inso­fern ist die Ver­wen­dung völ­lig über­flüs­sig und ver­schlei­ert eine Sach­er­ör­te­rung mehr, als dass sei­ne Ver­wen­dung eine sach­li­che Ver­bes­se­rung dar­stellt.

Im Wis­sen­schaft­li­chen bereich mag das Wort noch sei­ne Berech­ti­gung haben, aber auch dort ist oft­mals nur von der öffent­li­chen Mei­nung die Rede, wenn hoch­tra­bend von Dis­kurs gespro­chen wird.

[ Foto: Rachel PaschWhat part of… | CC BY-NC 2.0 ]

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