Der Tag der gefallenen Promovenden

Heu­te Mor­gen habe ich mich noch gefragt, was der uni­ver­si­tä­re Bohei um das längst bekann­te Ergeb­nis der Unter­su­chung zum Pla­gi­at von Gut­ten­berg soll. Jetzt weiß ich es bes­ser: Einen for­schen Auf­tritt haben die Ver­tre­ter der Uni­ver­si­tät Bay­reuth da heu­te hin­ge­legt, der einen Sturm nach sich zog. Man hat es da fast bild­lich vor Augen, wie es da eini­gen bei der Sprin­ger­pres­se vor dem Mund schäumt.

Ste­phan Rixen läßt hier bei aller sach­li­chen Offen­heit kei­ne Zwei­fel bestehen, wie unglaub­wür­dig der Ver­such Gut­ten­bergs, die gefun­de­nen Pla­gia­te als Schus­sel­feh­ler abzu tun, auf die Wis­sen­schaft­ler gewirkt hat.

Und auch ande­ren ist nach die­sem Auf­tritt offen­bar anders gewor­den: Ent­we­der hat er die eben­so pla­gi­ats­ver­däch­ti­ge FDP-Politikerin Koch-Mehrin stark beein­druckt, oder es ist nur eine zeit­li­che Koin­zi­denz, dass sie heu­te Abend von eini­gen Ämtern zurück­ge­tre­ten ist. Abge­se­hen davon hat­te die Zeit schon im April geunkt, dass Koch-Mehrin in die­ser Sache kei­ne Unter­stüt­zung sei­tens ihrer Par­tei hat.

Zudem wur­de heu­te einer­seits bekannt, dass die Toch­ter von Edmund Stoi­ber, Vero­ni­ka Saß, ihren Dok­tor­ti­tel sei­tens der Uni Kon­stanz ent­zo­gen bekommt. Sie will hier­ge­gen aller­dings Kla­ge ein­rei­chen.

Ande­rer­seits wur­de heu­te ver­laut­bart, dass der eben­so von Vro­ni­Plag, die sich zunächst mit Saß beschäf­tig­ten, unter­such­te CDU-Landtagsabgeordnete Mathi­as Pröf­rock sei­nen Dok­tor­ti­tel “zunächst nicht mehr führt”.

Der Nächs­te, bit­te.

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2 Kommentare

  1. Schau an, die Nächs­te. Die Poli­ti­ke­rin Sil­va­na Koch-Mehrin, tritt von allen poli­ti­schen Ämtern zurück. In einer schrift­li­chen Erklä­rung hieß es, sie wol­le ver­hin­dern, dass ihre Fami­lie durch die öffent­li­che Dis­kus­si­on wei­ter belas­tet wer­de. Ich fra­ge mich, wie­vie­le da noch fol­gen wer­den und vor allem, war­um wer­den die Dok­tor­ar­bei­ten nicht ver­öf­fent­licht? Da könn­te sich der nor­ma­le Bür­ger auch mal ein Bild davon machen.

    1. Die betref­fen­den Dok­tor­ar­bei­ten sind natür­lich ver­öf­fent­licht und für jeder­man ein­seh­bar, das ist wesent­li­cher Bestand­teil des Pro­mo­ti­ons­vor­gangs.

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