Guten Morgen allerseits!

Archiv für Februar 2012

Guten Morgen

Morgenkaffee

Man muss nicht in einer kon­ser­va­ti­ven Par­tei sein und das Inter­net nicht ver­ste­hen. Dass stellt gerade Dag­mar Wöhrl unter Beweis, die auf den Trab­bel, den ihr Kol­lege aus­ge­löst hat, rea­giert. Ich weiß zwar nicht, was es hei­ßen soll, dass irgend­je­mand ein­se­hen soll, dass nicht alle Aspekte des Lebens digi­ta­li­siert wer­den kön­nen, aber der Text spricht einen an.

Ja, das Thema hat­ten wir gerade ges­tern: Die Fra­gen an das FBI in der Megaupload-Angelegenheit häu­fen sich. Aber die Frage ist schon inter­es­sant, wie das FBI an Skype-Protokolle von 2007 kommt.

In Frank­reich kommt das Gesetz zur Leug­nung von Völ­ker­mor­den doch nicht so ein­fach durch.

Und wäh­rend ich mir die Frage stelle: Wäre es nicht mög­lich Mei­nungs­frei­heit und öffent­li­che Reden getrennt zu bewer­ten und so Mei­nungs­frei­heit grö­ße­ren Spiel­raum zu las­sen? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

Filmmittwoch: Half

Nachtgeschichten vom 31. Januar 2012

Die Nachtgeschichten von heute

  • law blog» Archiv » Ach so, Herr Heve­ling – Natür­lich könn­ten sich die Nut­zer des Web 2.0 zurück­hal­ten. Aber warum soll­ten sie, wenn ihnen einer auf so unfass­lich brä­sige Weise das Recht ihrer vir­tu­el­len Exis­tenz abspricht? Jedes Wort gegen Heve­ling war dem­nach nicht nur rich­tig, son­dern auch wich­tig. Das gilt auch für die unsach­li­chen, teil­weise abgrund­tief bösen Erwi­de­run­gen. Aller­dings habe ich keine gele­sen, die es an Schä­big­keit mit Heve­lings Bei­trag auch nur ansatz­weise auf­neh­men kön­nen.
Simon Urban – Plan D

buchleserWenn man mal nach ande­ren Kri­ti­ken zu die­sem Buch Aus­schau hält, stößt man auf ein­hel­lig posi­tive Kri­ti­ken. Die Geschichte des Buches ist schnell erzählt: Die DDR hat 1989 noch mal die Biege bekom­men und eine Wie­der­be­le­bung erhal­ten. Nun schreibt man das Jahr 2011, Krenz ist Macht­ha­ber, Angela Mer­kel heißt nicht Mer­kel son­der Kas­ner und erhält den Physik-Nobelpreis. die Stasi sta­sit rum wie immer und das Land ist so pleite wie eh und je. Da wird ein Wis­sen­schaft­ler erhängt an einer inner-DDR-lichen Pipe­line gefun­den – und Ost- und West­po­li­zist ermit­teln. Und – das – war’s an Krea­ti­vi­tät. Nein, mir ist das Buch viel zu viel Bla­bla, es gibt diverse unheim­lich öde Pas­sa­gen, in denen sich Neben­satz auf Neben­satz drängt, ohne dass es son­der­lich intel­lek­tu­ell zuginge. Der Geschichte fehlt gänz­lich irgend­eine Aus­sage. Die Kri­mi­nal­hand­lung wird so auf­ge­löst, dass jedes Mit­fie­bern obso­let gewe­sen ist. Die sexu­el­len Beschrei­bun­gen sind so plas­tisch wie über­flüs­sig.

Der ganze Roman ist nur imi­tierte Ost­al­gie, und das merkt man. Wieso bei­spiels­weise Mer­kel 2011 wie­der Kas­ner hei­ßen sollte, obwohl sie den Namen Mer­kel auch zu DDR-Zeiten trug, erschließt sich dem Leser nicht und ist nur ein Bruch in der schriftstellerisch-authentischen DDR-Beschreibung. Sahra Wagen­knecht taucht als Schau­spie­le­rin auf, Gysi als heim­li­cher Strip­pen­zie­her, Lafon­taine als Kanz­ler des Wes­tens – ober­fläch­li­che Phan­ta­sien, die schnell ihren Reiz ver­lie­ren. Tat­säch­li­che Beschrei­bun­gen von Wei­ter­ent­wick­lun­gen der DDR- Kul­tur – Fehl­an­zeige (wenn man mal von neu­er­fun­de­nen DDR-Autos und Han­dys absieht). Alles irgend­wie zu viel Fake – selbst für eine irreale Gegen­wart.

Guten Morgen

Morgenkaffee Jip­pie, die­ses Blog ist erfolg­reich zum neuen Anbie­ter umge­zo­gen – und hopss­ala, plötz­lich funk­tio­nie­ren Sachen, die bei der alten Auf­set­zung irgend­wie nicht klapp­ten. Steigste nicht hin­ter.

Sheila Myso­re­kar bemän­gelt, dass es antei­lig zu wenige Migran­ten unter deut­schen Jour­na­lis­ten gibt.

Ist der Bun­des­prä­si­dent ein Auto-Schnorrer? Hat die Bun­des­fa­mi­li­en­mi­nis­te­rin irgend­wie einen kri­ti­schen ZAPP-Bericht depu­bli­zie­ren las­sen?

Und wäh­rend ich mir die Frage stelle: Ist es zu spät, Migran­ten für Inhalte von Tages­zei­tun­gen zu inter­es­sie­ren? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

Der Tabasco-Flitzer

Nachtgeschichten vom 02. Februar 2012

Die Nachtgeschichten von heute

Guten Morgen

Morgenkaffee Miss James hat da wohl in trau­ter Runde den gro­ßen Cola-Test gemacht. Es sei hier­mit für eine Sat1-Show vor­ge­schla­gen.

Mer­kel besucht China und eine kri­ti­sche Zei­tung sagt ein Inter­view mit ihr ab. So zumin­dest die offi­zi­elle Dar­stel­lung.

Fried­rich Küp­pers­busch inter­es­siert sich in die­ser Woche für das Wort Spar­kom­mis­sar:

Und wäh­rend ich mir die Frage stelle: Taugt Mer­kel bald als Vor­bild für böse Figu­ren in chi­ne­si­schen Trashmons­ter­fil­men? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

Was ich noch sagen wollte zu… Partyfotos

Heute mor­gen hatte ich kurz das Mor­gen­ma­ga­zin ein­ge­schal­tet und blieb hän­gen, weil sie über die Facebook-Timeline etwas berich­ten wol­len. Gute zwei Wochen, nach dem das Thema im Inter­net vol­stän­dig durch­ge­kaut wurde. Aber gut.

Was hat­ten nun die Öffis und ins­be­son­dere ihre “Inter­net­ex­per­ten” gegen die Time­line? Par­ty­fo­tos. Auf ein­mal könn­ten irgend­wel­che Leute alte Par­ty­fo­tos anschauen, die man selbst irgend­wann hoch­ge­la­den hätte, die aber eigent­lich im Face­bookak­tua­li­täts­fluss schon unter­ge­gan­gen seien.

Was haben die Öffis eigent­lich gegen Par­ty­fo­tos? Das scheint ja bei denen die Meta­pher für Angriff auf den Daten­schutz zu sein. Ich hätte ja gerne mal eine Ein­la­dung auf so eine Öffi-Party, wenn da dau­ernd Par­ty­fo­tos ent­ste­hen, die umge­hend die gesell­schaft­li­che Äch­tung nach sich zögen, wenn sie ver­öf­fent­licht wer­den.

In der Time­line sehen der­ar­tige Fotos ja nur dann Leute, wenn man quasi erlaubt, dass diese Leute sie sehen kön­nen. Zwar ist vor­ein­ge­stellt, dass das alle kön­nen, aber das kann man auch ein­fach in den Ein­stel­lun­gen behe­ben. Und dann soll mich keh­ren, dass Leute, die ich als Facebook-Freunde akzep­tiert haben(alle ande­ren kann ich ja aus­sper­ren), meine Par­ty­fo­tos, die ich selbst hoch­e­ge­la­den habe (Ver­lin­kun­gen zu ande­ren kann ich ja löschen), gegen mich ver­wen­den?

Wie sagte es Sven Rege­ner so schön: Fin­ger weg von mei­ner Para­noia!

Nachtgeschichten vom 3. Februar 2012

Die Nachtgeschichten von heute

  • CSU-Mitglied hält Vor­trag bei NPD-Veranstaltung – sueddeutsche.de – Für die Christ­so­zia­len, die sich schon lange für ein Ver­bot der rechts­ex­tre­men Par­tei stark­ma­chen, ist das ein Desas­ter. Die Lan­des­lei­tung droht dem Münch­ner mit Kon­se­quen­zen.
  • Immu­ni­tät bei Nazi-Kriegsverbrechen – Erfolg für Deutsch­land im Ent­schä­di­gungs­streit mit Ita­lien – sueddeutsche.de – Das Urteil in Den Haag been­det einen lange wäh­ren­den Streit zwi­schen der Bun­des­re­pu­blik und Ita­lien: Pri­vat­per­so­nen dür­fen vor aus­län­di­schen Gerich­ten keine Kla­gen gegen einen ande­ren Staat erhe­ben. Somit genießt Deutsch­land Immu­ni­tät bei Nazi-Kriegsverbrechen.
  • Face­book geht an die Börse : Die Angst vor der neuen Inter­net­blase – Tages­spie­gel – Bei Face­book waren pri­vate Inves­to­ren bis­lang bereit, hohe Preise zu bezah­len. Immer wie­der kauf­ten sie kleine Teile an dem Unter­neh­men, jedes Mal wurde der Gesamt­wert des sozia­len Netz­werks noch höher als zuvor ein­ge­schätzt. Es flie­ßen wie­der Mil­li­ar­den in Inter­net­un­ter­neh­men. Man­che Ana­lys­ten war­nen schon, dass sich wie­der eine Blase auf­baue wie in den Zei­ten der New Eco­nomy vor zehn Jah­ren. Mit bis zu 100 Mil­li­ar­den Dol­lar sei Face­book zwar hoch bewer­tet, meint Kau­manns. „Bewer­tun­gen sind aber immer eine Wette auf die Zukunft“, sagt er. „Und die Per­spek­ti­ven sind sicher­lich nicht schlecht.“ Denn trotz der 845 Mil­lion Nut­zer gebe es noch große Wachs­tums­mög­lich­kei­ten in bevöl­ke­rungs­rei­chen Län­dern wie Bra­si­lien, Indien, Russ­land oder China. Mar­kus Frie­bel, Ana­lyst bei Inde­pen­dent Rese­arch, ver­weist dar­auf, dass Face­book sehr pro­fi­ta­bel arbeite. „Von daher kann man hier auch kei­nen Ver­gleich zie­hen mit der New-Economy-Blase um die Jahr­tau­send­wende“, sagt er.
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