Guten Rutsch in 2013!

Das Jahr neigt sich deut­lich dem Ende ent­ge­gen und ich darf von hier aus allen Lesern die­ser Sei­te einen guten Rutsch wün­schen. Ich dan­ke für die Auf­merk­sam­keit, die die­sen Tex­ten, Bil­dern und Vide­os zu Teil wur­de, hof­fe, alle blei­ben uns und mir gewo­gen und wir lesen uns wei­ter über die Klei­nig­kei­ten des All­tags, die wei­ter­hin auf­ge­schnappt wer­den.

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Schoeps, Julius H. — Leiden an Deutschland

Die­ses Buch ist 1990 ver­öf­fent­licht wor­den und ich habe es seit den 90ern irgend­wo im Bücher­schrank gelas­sen. Anfangs dach­te ich, dem The­ma nicht son­der­lich gerecht zu sein, was durch­aus zutref­fend gewe­sen ist. Inzwi­schen sehe ich das anders und gott­sei­dank hat die­ses Buch nichts an sei­ner Aus­sa­ge ver­lo­ren. Gera­de in der heu­ti­gen Zeit, in der mit der Beschnei­dungs­de­bat­te ein Kern der jüdi­schen Reli­gi­on zur Dis­po­si­ti­on steht, ist die­ses Büch­lein ein unge­mein wert­vol­les Doku­ment.

Das liegt dar­an, dass Schoeps einer­seits ein sprach­li­cher Vir­tuo­se ist und ande­rer­seits kei­ne Scheu vor deut­li­chen Wor­ten und schar­fen Ana­ly­sen hat. Bei die­sen ist man ver­wun­dert, dass das Buch schon 22 Jah­re alt ist.

Etwas unklar bleibt mir Schoeps Hal­tung von “Deut­schen” und “Juden” und der zu sei­ner Zeit fest­ge­stell­ten Nicht­in­te­grier­bar­keit. Mir kommt der Begriff der “Deut­schen” schlicht zu undif­fe­ren­ziert vor. Auch ande­re Grup­pen, auch Deut­sche in Tei­len Deutsch­lands, die nicht ihre Hei­mat sind, kön­nen von Inte­gra­ti­ons­pro­ble­ma­ti­ken ein Lied sin­gen. Es ist frag­lich, ob die Refe­renz “Deut­sche” in die­ser Hin­sicht nicht schlicht zu pau­schal und schwarz­ma­le­risch ist, um das Pro­blem des Fremd­seins im eige­nen Land zu fas­sen.

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Auch nach Weih­nach­ten kann man Geschen­ke ver­tei­len: Rös­ler und Alt­mai­er ver­sor­gen ver­dien­te Par­tei­kol­le­gen mit Pos­ten.

Beim Flu­ter schreibt Felix Mahl­win­kel unter Pseud­onym über die Scham, die eine Kind­heit in Armut beglei­tet.

Frie­de­mann Karig wid­met sich der Sil­ves­ter­pa­ra­noia, unbe­dingt am letz­ten Tag des Jah­res was Bedeu­tungs­vol­les vor zu haben.

Anne­ke Bokern schließt ihr Blog. Dan­ke für den Fisch.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Ist es eigent­lich out, sich über die­se Poli­tik­mau­sche­lei­en auf­zu­re­gen? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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David Foster Wallace – Das hier ist Wasser

Den Text gibt es gera­de als 99-Cent-E-Book-Ausgabe und dann kann man sich sowas schon mal fix durch­le­sen. Wal­lace’ Rede an Anfän­ger eines geis­tes­wis­sen­schaft­li­chen Stu­di­ums und irgend­wie auch jeden, der sei­nen Kopf ernst­haft beschäf­tigt, ist eine Rück­be­sin­nung dar­auf, dass es im Leben auch stark dar­um geht, das eige­ne Denk­ver­mö­gen in den Griff zu bekom­men. Sicher, das alles ist irgend­wie Des­car­tes ohne Des­car­tes zu nen­nen. Aber es ist pep­pig vor­ge­tra­gen und nahe am Zuhö­rer aus­ge­drückt, und so hört man Wal­lace ger­ne zu. Auf You­tube kann man sich die Rede auch im Ori­gi­nal anhö­ren. Bit­ter, dass der­je­ni­ge, der hier Her­an­wach­sen­den dar­auf vor­be­rei­ten will, sich dar­auf ein­zu­stel­len, wie man 50 wird ohne sich eine Kugel in den Kopf zu schie­ßen, selbst kei­ne 50 gewor­den ist. Der Umgang mit Medi­ka­men­ten ist eben noch ein ande­res The­ma.

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Fröhlich, Axel und Oliver Kuhn — Die große Brocklaus: Das komplett erfundene Lexikon

Die Weih­nachts­zeit endet so lang­sam, Zeit für Geschenk­kri­tik: Woan­ders als Buch des Tages gewür­digt sprang bei mir beim gro­ßen Brock­laus der Fun­ke oder wie man mag die Laus nicht über. 6 oder 7 mal irgend­was ange­le­sen und wegen zu gewoll­ter Lus­tig­keit umge­hend weg­ge­legt. Taugt nicht mal als Klo­lek­tü­re und dem Rezen­sen­ten stim­me ich zu, der schreibt: “Zum Ver­schen­ken nicht geeig­net.”
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