Guten Morgen

Morgenkaffee

Als his­to­ri­sches Ereig­nis sei es fest­ge­hal­ten: Köni­gin Bea­trix tritt ab. Hof­fent­lich gibt’s lecker Mit­tag­essen zum Abschied.

John Ker­ry erzählt von sei­nen Kind­heits­er­in­ne­run­gen an die DDR.

Auch bei der Süd­deut­schen lässt man die Unschulds­ver­mu­tung hopps gehen und rät Rai­ner Brü­der­le zum Ein­ge­ständ­nis sei­ner Feh­ler.

Maris­sa May­er hat bei Yahoo den Umsatz erhöht und den Gewinn redu­ziert.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Ist für Yahoo ein Gewinn­rück­gang schon ein Erfolg? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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  • Poli­zei beschlag­nahmt in Redak­ti­on Daten eines Foren-Nutzers – Augs­bur­ger All­ge­mei­ne Augs­burgs Ord­nungs­re­fe­rent Vol­ker Ull­rich geht mit Hil­fe eines Anwalts, der Poli­zei und der Jus­tiz gegen einen Nut­zer unse­res Online-Forums vor. Der Grund: Er fühlt sich belei­digt.
  • Bun­des­wehr im Aus­land – War­um Mer­kel auf Kampf­droh­nen setzt – Süddeutsche.de Die Bun­des­re­gie­rung über­legt, die Bun­des­wehr mit Kampf­droh­nen aus­zu­stat­ten – und beruft sich auf drei Vor­tei­le. Doch der ame­ri­ka­ni­sche Anti-Terror-Krieg hat den Ruf der Flug­ro­bo­ter ram­po­niert.
  • Sexismus-Debatte: Kei­ne Stern-Stunde — heutigentags.de Der „Stern“ hat die Sto­ry genau zu rich­ti­gen Zeit ver­öf­fent­licht, denn vor einem Jahr war Brü­der­le als Per­son noch nicht so inter­es­sant wie jetzt. Das ist nicht jour­na­lis­tisch sau­ber, aber cle­ver und unter­streicht die poli­ti­sche Rele­vanz der Pres­se. Selbst die Auto­rin hat im Inter­view mit dem Deutsch­land­ra­dio zuge­ge­ben, dass sie vor­ein­ge­nom­men zum Bar-Interview erschien, und der Chef­re­dak­teur ver­tei­dig­te, dass der Zeit­punkt bewusst gewählt wur­de. OK, nur: Das ist nicht Jour­na­lis­mus, son­dern kal­ku­lier­te, durch­cho­reo­gra­fier­te Bericht­erstat­tung.
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Guten Morgen

Morgenkaffee

Die #aufschrei-Debatte hat das soge­nann­te web2.0 selbst erreicht, wenn auf einem anony­men Blog ein angeb­li­cher Text von Julia See­li­ger über­nom­men wird, indem sie sich gegen die­je­ni­gen posi­tio­niert,

die sich dann zur re-publica groß hin­stell­ten und die femi­nis­ti­sche Wen­de ver­kün­de­ten.

So sei sie nie in die inne­ren Krei­se, in denen ihr dama­li­ger Freund Mar­kus Becke­dahl ver­keh­re, zuge­las­sen wor­den, obwohl sie im Umfeld Hilfs­ar­bei­ten über­nom­men hät­te,

Ficken konn­te Becke­dahl mich dafür immer, auch mal, als ich Nein sag­te

- was aller­dings eine eigen­ar­ti­ge und dadurch sehr angreif­ba­re Gegen­über­stel­lung ist. Angeb­lich ist See­li­ger wegen die­ses Arti­kels mit Anwäl­ten gedroht wor­den, wes­we­gen sich der Text nicht mehr bei ihr selbst fin­det. Und ob sie tat­säch­lich, wie es im anony­men Blog nahe gelegt wird, sagen woll­te, Becke­dahl habe sie ver­ge­wal­tigt, ist bei die­sem Tweet auch etwas frag­lich.

Mela­nie Mühl hat sich ges­tern Gün­ter Jauch ange­se­hen, wozu ich mich noch nie auf­raf­fen konn­te, und hat einen ähn­li­chen Fisch wie See­li­ger am Haken:

Ali­ce Schwar­zer hat­te mit ihrer Fest­stel­lung recht, dass das Pro­blem vie­ler jun­ger Frau­en dar­in bestehe, dass ihnen stets sug­ge­riert wor­den sei, sie leb­ten in einer Welt, in der Män­ner und Frau­en gleich­be­rech­tigt sind und Erfolg nur eine Fra­ge des Wil­lens und des Flei­ßes ist.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Wer glaubt denn sowas? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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  • Von Läm­mern und Löwin­nen – abso­lu­te sero­kra­tie Trotz­dem war ich nie der Mei­nung, ich müs­se expli­zit für Frau­en­rech­te kämp­fen, weil es mei­nem Ver­ständ­nis nach uner­heb­lich ist, ob einem Mann oder einer Frau Unrecht ange­tan wird. Mein Unmut galt immer dem Unrech­ten an sich, ob Frau, ob Mann, ob Kind, das war mir völ­lig einer­lei. Viel­leicht, weil ich mich in ers­ter Linie als Mensch wahr­neh­me, und mein Geschlecht nur als Aspekt mei­nes Seins betrach­te.
  • Neu­jahrs­emp­fang der FDP in NRW: Als er redet, ist er wie­der ganz der Alte – Tages­spie­gel Den Namen Rös­ler nimmt nie­mand auf dem Podi­um in den Mund: weder Lind­ner noch Brü­der­le. Und auch bei Wes­ter­wel­le spielt sein Nach­fol­ger kei­ne Rol­le. Lind­ner aber lobt er als Mann der Zukunft, „geist­reich, enga­giert und mit star­kem Kom­pass“.
  • Pla­gi­ats­vor­wurf: Muss Scha­van ihren Titel abge­ben? | ZEIT ONLINE Sie hat es getan. Annet­te Scha­van hat 1980 eine Dis­ser­ta­ti­on ein­ge­reicht, die in Tei­len abge­schrie­ben war. Das geschah an eini­gen Stel­len wört­lich, an ande­ren durch leich­te Text­um­stel­lung oder Text­um­for­mu­lie­rung. Die Dok­to­ran­din hat den Ein­druck erweckt, sie habe die pri­mä­ren Wer­ke von Sig­mund Freud, C. G. Jung oder Mar­tin Buber selbst erschlos­sen und inter­pre­tiert. Und doch hat sie von ande­ren deren Text­aus­wer­tung und Schluss­fol­ge­run­gen über­nom­men. Das mag man als »Anver­wand­lung« ver­harm­lo­sen – es bleibt wis­sen­schaft­li­cher Betrug.
  • Hei­nos erfun­de­ner Rocker-Krieg « BILD­blog Wobei “Bild” da offen­sicht­lich aufs fal­sche Pferd gesetzt hat. Die Band Ramm­stein sah sich näm­lich auf ihrer Web­site und bei Face­book zu einer Rich­tig­stel­lung ver­pflich­tet
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  • SPRENGSATZ » Sexis­mus in der Poli­tik Die­se Fäl­le sind alle eini­ge Zeit her, im Prin­zip aber hat sich nicht viel geän­dert. Eines aller­dings: die Reak­ti­on der meis­ten Frau­en und der Öffent­lich­keit. Das muss jetzt Rai­ner Brü­der­le – zu Recht oder zu Unrecht – erfah­ren. Mögen auch Über­grif­fe oder Anzüg­lich­kei­ten immer noch nicht tabu sein, die Bericht­erstat­tung dar­über ist es auch nicht mehr.
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Der Stern-Brüderle-Aufmacher hat auf Twit­ter zur einer Wel­le des Erzäh­lens von sexu­el­len Über­grif­fen unter der Bezeich­nung #auf­schrei geführt.

Robert Basic spöt­telt über die Behaup­tung, Blogs sei­en in der Kri­se.

Man sucht wei­ter in Kin­der­bü­chern nach Poli­ti­cal Incor­rect­ness.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Ist es nicht unfair, neben den Kin­der­bü­chern nicht auch Kant umschrei­ben zu wol­len? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Der STERN wirft Rai­ner Brü­der­le Auf­dring­lich­keit vor und preist den Maga­zin­ar­ti­kel mit die­sem Arti­kel an, bei dem aller­dings nicht klar wird, wie­so der STERN die­se angeb­li­che Bege­ben­heit vor einem Jahr auf die­se Wei­se skan­da­li­siert.

Hei­no covert moder­ne Pop- und Rock­songs und zieht sich die Wut der Künst­ler auf sich. Gar nicht so schlimm, fin­de ich.

Bei der CNN fragt man bei twee­ten­den Stu­den­ten wäh­rend eines Amok­laufs erst­mal, ob die Stu­den­ten nicht Fotos rüber­schi­cken kön­nen.

In Aus­tra­li­en sind rie­si­ge Ölvor­kom­men gefun­den wor­den. Um es mit Fefe zu sagen:

Tut mir ja leid für die armen Aus­tra­li­er. Jetzt kom­men bestimmt die Amis und brin­gen Demo­kra­tie.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Wann bringt der STERN denn mal wie­der was Inves­ti­ga­ti­ves? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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