Der Bibliomat

Seit ein paar Wochen lei­te ich ja mei­ne Spat­zier­gän­ge an öffent­li­chen Bücher­schrän­ken vor­bei und hin­ter­las­se wie heu­te wirk­lich Lesens­wer­tes und sowas, was ver­ständ­nis­vol­le­re Hän­de errei­chen könn­te, in die­sen Glas­käs­ten. In Kana­da geht das gan­ze auch über einen Auto­ma­ten, der gegen 2€ ein gebrauch­tes Buch sprin­gen lässt:


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Ja, glei­ches Prin­zip irgend­wie, gebrauch­te Bücher als Über­ra­schungs­ef­fekt, den­noch gefal­len mir die öffent­li­chen Bücher­schrän­ke eben doch bes­ser, weil man viel leich­ter an einem nicht ganz so gewöhn­li­chen Ort mit ande­ren Men­schen in Gesprä­che über Bücher kommt.

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Die Top10-Tweets des Dezembers


https://twitter.com/ellyteration/status/281362138415640576

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Fischer, Marc – Die Sache mit dem ich

Marc Fischer nahm sich 2011 das Leben. Zudem ver­lor er sich in sei­ner selbst so genann­ten “Fischer­welt”, dass jede nähe­re Befas­sung mit ihm und die­sem Buch nicht unbe­dingt zu guter Lau­ne führt. Dem Leser bleibt bei all den in die­sem Buch ver­sam­mel­ten Repor­ta­gen Fischers die Fra­ge, was schief gelau­fen ist. Und die Fra­ge, war­um einen die­se Fra­ge umtrei­ben soll­te. Ich ver­mag weder die eine, noch die ande­re gut zu beant­wor­ten. Der Pop­jour­na­lis­mus, den er hier ver­tritt, hat durch­aus Ansät­ze von Hal­tung (wie im bestechen­den Text über Kat­ja Rie­mann), aber eine zufrie­den­stel­len­de Aus­sa­ge fin­de ich nir­gends.

Peter Lau schreibt:

T. glaubt eben­falls, dass Ber­lin Fischer nicht gut­ge­tan hat. „Wer zieht denn hier hin? Die Män­ner, die sich um ihre Frau­en und ihre Kin­der küm­mern, die blei­ben in Solin­gen oder in Nürn­berg. Nach Ber­lin gehen die, die etwas erle­ben wol­len und sich für groß­ar­tig hal­ten. Und das sind dann die Leu­te, die in den Medi­en unser Bild von der Welt prä­gen. Marc hat­te oft Freun din­nen mit Kin­dern, er moch­te Kin­der. Aber er hielt sich trotz­dem alles offen. Er hat­te, glau­be ich, die­ses Gefühl: Wenn ich mal groß bin, habe ich auch Kin­der. Als er merk­te, dass er schon groß war, war das für ihn ein Schock. Marc war letzt­lich ein sehr ein­sa­mer Mensch. Und er ist gestor­ben, weil kei­ner auf ihn auf­ge­passt hat. Das kann auch kein Arzt. Das müs­sen Freun­de machen, dafür sind Freun­de da.“

Ich weiß nicht, was man außer­halb der Berlin-Blase mit Fischers Erbe anfan­gen kann.

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Cor­ne­li­us Wüllenk­em­per: Zwi­schen Welt­be­ob­ach­tung und Pro­jek­ti­on
Peter Lau: Wor­an starb Marc Fischer? in: brand eins. Heft 2/2012, S. 152–162 (Ver­such einer jour­na­lis­ti­schen Wür­di­gung und Erklä­rung Fischers)

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Kom­men wir mal zu den Alt­las­ten des ver­gan­ge­nen Jah­res: Ber­mer­kens­wert ist, das Denis Scheck, des­sen Lite­ra­tur­tipps ich noch nie befolgt habe, bis auf Joan­ne K- Row­ling die gesam­te SPIEGEL-Bestsellerliste ver­reißt. Und Row­ling wer­de ich auch nicht lesen.

Da hat die öffentlich.rechtliche Gehirn­wä­sche aber gut funk­tio­niert: WDR-Chefredakteur Jörg Schö­ne­born nennt die Rund­funkt­ge­bühr (“GEZ”) eine “Demokratie-Abgabe. Das ist auch so zíem­lich der mie­ses­te Neu­sprech, den ich mir für die­se Steu­er vor­stel­len kann.

Zum Gru­seln: Die Neu­jahrs­an­spra­che an die bay­ri­sche Pira­ten­par­tei.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Wie kam es eigent­lich dazu, dass die Öffis, die für öffent­li­che Kri­tik da sein sol­len, sich selbst aller Kri­tik ent­le­digt sehen? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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