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Lesezeichen von heute

  • Poli­zei beschlag­nahmt in Redak­ti­on Daten eines Foren-Nutzers – Augs­bur­ger All­ge­mei­ne Augs­burgs Ord­nungs­re­fe­rent Vol­ker Ull­rich geht mit Hil­fe eines Anwalts, der Poli­zei und der Jus­tiz gegen einen Nut­zer unse­res Online-Forums vor. Der Grund: Er fühlt sich belei­digt.
  • Bun­des­wehr im Aus­land – War­um Mer­kel auf Kampf­droh­nen setzt – Süddeutsche.de Die Bun­des­re­gie­rung über­legt, die Bun­des­wehr mit Kampf­droh­nen aus­zu­stat­ten – und beruft sich auf drei Vor­tei­le. Doch der ame­ri­ka­ni­sche Anti-Terror-Krieg hat den Ruf der Flug­ro­bo­ter ram­po­niert.
  • Sexismus-Debatte: Kei­ne Stern-Stunde — heutigentags.de Der „Stern“ hat die Sto­ry genau zu rich­ti­gen Zeit ver­öf­fent­licht, denn vor einem Jahr war Brü­der­le als Per­son noch nicht so inter­es­sant wie jetzt. Das ist nicht jour­na­lis­tisch sau­ber, aber cle­ver und unter­streicht die poli­ti­sche Rele­vanz der Pres­se. Selbst die Auto­rin hat im Inter­view mit dem Deutsch­land­ra­dio zuge­ge­ben, dass sie vor­ein­ge­nom­men zum Bar-Interview erschien, und der Chef­re­dak­teur ver­tei­dig­te, dass der Zeit­punkt bewusst gewählt wur­de. OK, nur: Das ist nicht Jour­na­lis­mus, son­dern kal­ku­lier­te, durch­cho­reo­gra­fier­te Bericht­erstat­tung.
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Guten Morgen

Morgenkaffee

Die #aufschrei-Debatte hat das soge­nann­te web2.0 selbst erreicht, wenn auf einem anony­men Blog ein angeb­li­cher Text von Julia See­li­ger über­nom­men wird, indem sie sich gegen die­je­ni­gen posi­tio­niert,

die sich dann zur re-publica groß hin­stell­ten und die femi­nis­ti­sche Wen­de ver­kün­de­ten.

So sei sie nie in die inne­ren Krei­se, in denen ihr dama­li­ger Freund Mar­kus Becke­dahl ver­keh­re, zuge­las­sen wor­den, obwohl sie im Umfeld Hilfs­ar­bei­ten über­nom­men hät­te,

Ficken konn­te Becke­dahl mich dafür immer, auch mal, als ich Nein sag­te

- was aller­dings eine eigen­ar­ti­ge und dadurch sehr angreif­ba­re Gegen­über­stel­lung ist. Angeb­lich ist See­li­ger wegen die­ses Arti­kels mit Anwäl­ten gedroht wor­den, wes­we­gen sich der Text nicht mehr bei ihr selbst fin­det. Und ob sie tat­säch­lich, wie es im anony­men Blog nahe gelegt wird, sagen woll­te, Becke­dahl habe sie ver­ge­wal­tigt, ist bei die­sem Tweet auch etwas frag­lich.

Mela­nie Mühl hat sich ges­tern Gün­ter Jauch ange­se­hen, wozu ich mich noch nie auf­raf­fen konn­te, und hat einen ähn­li­chen Fisch wie See­li­ger am Haken:

Ali­ce Schwar­zer hat­te mit ihrer Fest­stel­lung recht, dass das Pro­blem vie­ler jun­ger Frau­en dar­in bestehe, dass ihnen stets sug­ge­riert wor­den sei, sie leb­ten in einer Welt, in der Män­ner und Frau­en gleich­be­rech­tigt sind und Erfolg nur eine Fra­ge des Wil­lens und des Flei­ßes ist.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Wer glaubt denn sowas? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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