Jumping the shark: Homeland

Jumping the shark

Jetzt mal zu der Serie, wegen der ich über­haupt zum Idi­om Jum­ping the Shark zurück­grei­fe: Home­land. Gera­de auf Sat1 gestar­tet erreicht die Kriegs­ge­schich­te immer­hin halb so vie­le Zuschau­er wie in den USA selbst. In den USA läuft die Serie auf dem Sen­der Show­time, was die merk­wür­dig klei­ne Zahl von durch­schnitt­lich nicht ein­mal 2 Mio. Zuschau­ern erklärt.

Der Start der Serie ist zuge­ge­be­ner­ma­ßen ful­mi­nant, es wird das ame­ri­ka­ni­sche Kriegs­ge­ba­ren als zwei­schnei­dig dar­ge­stellt, vie­le der invol­vier­ten Per­so­nen lei­den an einer durch die­se Kriegs­um­stän­de beein­träch­tig­ten Psy­che. Was in der ers­ten Staf­fel noch nicht so auf­fällt: Der Serie fehlt eine vom Aus­gangs­ge­dan­ken wei­ter­ge­führ­te Grund­ge­dan­ke. Was soll die Serie eigent­lich erzäh­len? Einen Polit­thril­ler oder ein Kriegs­dra­ma? Irgend­wann zer­fa­sern Erzähl­strän­ge und die Geschich­te kol­la­biert in der 10ten Fol­ge der zwei­ten Staf­fel:

Eige­nes Fens­ter

Erzähl­tech­nisch ist die Prot­ago­nis­tin wie­der ihrer krank­heits­be­ding­ten Über­spannt­heit aus­ge­setzt, die Toch­ter des Über­läu­fers labo­riert an einem Auto­un­fall, des­sen Fol­gen offen blei­ben, der Haupt­ter­ro­rist wird in einer düs­te­ren Lager­hal­le auf­ge­spürt und zur Stre­cke gebracht und der Prä­si­dent­schafts­kan­di­dat stirbt, indem sein Herzchritt­ma­cher fen­ge­steu­ert über­tak­tet wird. Zu vie­le Hand­lungs­strän­ge, die offen gelas­sen wer­den, um sie irgend­wann viel­leicht ein­mal wie­der auf­zu­neh­men. Dabei geht ver­lo­ren, irgend­ei­nen davon span­nend zu ver­fol­gen.

Viel­leicht kratzt man in der kom­men­den drit­ten Staf­fel noch ein­mal die Kur­ve. Die ohne Cliff­hän­ger zu Ende gegan­ge­ne zwei­te Run­de der Serie ist schlicht die Pus­te aus­ge­gan­gen – oder die guten, ein­falls­rei­chen Schrei­ber.

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