Guten Morgen

Morgenkaffee

Der die Zeu­gen Jeho­vas ver­las­sen haben­de Autor von geistigkrank.wordpress.com hat dem Radio­sen­der Fritz Rede und Ant­wort gestan­den.

Bei Sofaschmö­ker habe ich die Rubrik Klo­lek­tü­re etwas ver­selb­stän­digt.

Mal­te Wel­ding sam­melt die häss­lichs­ten Begrif­fe der deut­schen Spra­che.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Sind Begrif­fe an sich häss­lich oder nur mit der ver­bun­de­nen Inten­ti­on? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Eine Runde Schmökern mit Tatjana Moltchanova

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Hier bei uns in Deren­dorf ist trotz der explo­die­ren­den Immo­bi­li­en­prei­se und dem Anstieg der Möchtegern-Coolness Eini­ges noch boden­stän­dig geblie­ben. Dazu gehört auch eine von den fünf Filia­len des Beschäftigungs- und Arbeits­pro­jek­tes “Cash & Raus” in der Kai­sers­wert­her Stra­ße.

Im Rah­men des Pro­jek­tes wird unter ande­rem Men­schen mit sozia­len Schwie­rig­kei­ten eine Qua­li­fi­ka­ti­on sowie eine Inte­gra­ti­on in die Berufs­welt ange­bo­ten.

Das Kon­zept von “Cash & Raus” besteht dar­in, Möbel­spen­den abzu­ho­len oder Woh­nungs­auf­lö­sun­gen durch­zu­füh­ren, und anschlie­ßend das, was noch zu gebrau­chen ist, in den Filia­len zu ver­kau­fen.

Bei den Woh­nungs­auf­lö­sun­gen ist manch­mal das eine oder ande­re Buch dabei, so dass sich im Lau­fe der Jah­re ein beträcht­li­ches Bücher­re­gel ange­sam­melt hat. Oft­mals sind es abge­grif­fe­ne Taschen­bü­cher, manch­mal auch Hard­co­ver, und wenn man etwas län­ger rum­schmö­kert, fin­det man das ein oder ande­re Schätz­chen, nach dem man schon län­ger gesucht hat. Und das Gan­ze dann oft­mals zu einem unschlag­ba­ren Preis von nur 50 Cent.

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Wischmeyer, Dietmar und Oliver Welke — Frank Bsirske macht Urlaub auf Krk

… Deut­sche Hel­den pri­vat

, geschrie­ben teils von Oli­ver Wel­ke, teils von Diet­mar Wischmey­er, und daher teils lang­wei­lend unin­spi­riert und teils unter­halt­sam bis höchsta­mü­sant.

Wischmey­er hat die­se Por­traitform in der ARD mal vor­ge­führt, unge­fähr so funk­tio­nie­ren die guten Por­traits, wenn sich auch die Stil­mit­tel ab und an wie­der­ho­len und somit dem Leser bekannt vor­kom­men.

Ande­rer­seits ver­steht es Wischmey­er, Pro­mi­nen­te an ihrer Achil­les­ver­se, der Eitel­keit, zu tref­fen und sein Publi­kum mit einem ein­zi­gen Satz in schal­len­des Geläch­ter zu ver­set­zen. Wie hier bei Ger­hard Schrö­der:

Wenn Schrö­der mor­gens das Bad ver­lässt, dann ist er sicher, dass sein Bild im Spie­gel noch minu­ten­lang ver­harrt, ehe es erlischt.

Den meis­ten Spaß mit dem Schmö­ker hat man, wenn man sich ein­ge­le­sen hat und die Bei­trä­ge von Wel­ke erken­nen und über­sprin­gen kann. So ist das Buch wegen halb­wegs wit­zi­gem Inhalt ein pas­sa­bler Beglei­ter auf unse­rem Don­ner­bal­ken und erhält folg­lich bei einer Wer­tung des einen Autors mit zwei und des ande­ren Autors mit vier von fünf mög­li­chen Klo­rol­len:

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Schröder, Atze — Und dann kam Ute

Atze Schrö­ders ers­ter Roman

. Abge­packt in kur­ze Epi­so­den erin­nert der Schmö­ker etwas an Und dann kam Pol­ly und hat gefühlt den­sel­ben Plot: Cha­ris­ma­ti­sche Sie bringt hel­den­haf­ten und ver­mö­gen­den Ihn unter ihre Fit­ti­che. Span­nungs­är­mer wär’s wohl nicht gegan­gen. Manch­mal taucht unser Ems­det­tener Komi­ker aus die­ser selbst­ver­lieb­ten Laber­ge­schich­te auf und bringt Schmun­zel­ba­res wie

Als ich beim Pin­keln in den Spie­gel schau­te, sah ich so fer­tig aus wie Hel­mut Schmidt nach einer Elek­tro­zi­ga­ret­te.

aber, das ist rar gesät, der Witz ver­bleibt im Meta­pho­ri­schen und wird ger­ne mal wie­der­holt für alle, die es beim ers­ten Mal noch nicht ver­stan­den haben. Oder sol­len so Run­ning Gags ange­lei­ert wer­den?

Der Schmö­ker ist wegen guter Les­bar­keit, flot­tem Tem­po und den paar Witz­chen ein pas­sa­bler Beglei­ter auf unse­rem Don­ner­bal­ken und erhält folg­lich von fünf mög­li­chen Klo­rol­len:

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de Guillaume, Andre — Wie man ein Genie wird

Eines die­ser Exem­pla­re ist der Schmö­ker Wie man ein Genie wird: Das Hand­buch für ange­hen­de Über­flie­ger


von André de Guil­lau­me, über­setzt aus dem Eng­li­schen von Petra Trin­kaus. Das Buch ergeht sich eigent­lich nur in Eigen­wil­lig­kei­ten und Anek­do­ten berühm­ter Män­ner. Das ist ganz nett zu lesen, kurz­wei­lig, aber irgend­wie nicht erhel­lend. Ein paar Schmunz­ler sind aber drin.

Er ist also durch sei­ne Inten­ti­on, die hüb­sche Mach­art und durch hin und wie­der inter­es­san­te Anek­do­ten ein pas­sa­bler Beglei­ter auf unse­rem Don­ner­bal­ken und erhält folg­lich von fünf mög­li­chen Klo­rol­len:

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Bun­des­in­nen­mi­nis­ter Fried­rich möch­te sich trotz sei­nen boden­lo­sen Äuße­run­gen in der NSA-Affäre nicht zurück­tre­ten. Hät­te mich auch gewun­dert.

Flu­ter inter­viewt den Facebook-Dichter Aboud Saeed, des­sen ers­tes E-Book ist vor kur­zem auf Deutsch erschie­nen ist.

Die Phy­si­ke­rin Inge Schmitz-Feuerhake erzählt davon, wie ihre Recher­chen rund um die Gefah­ren von Atom­ener­gie für die Bür­ger die­ses Lan­des zu Angrif­fe auf ihre Per­son führ­ten: Ein kri­mi­na­lis­ti­sches Lehr­stück. [via]

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Hät­te Fried­rich über­haupt Rück­grad genug für einen Rück­tritt? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Das nächs­te klei­ne Pro­jekt ist aus der Tau­fe geho­ben: Sofaschmö­ker ist online mit Klo­lek­tü­re- und Schmö­kertipps. Und irgend­wann dem­nächst mal einem neu­en klei­nen Büch­lein.

Fluss­kie­sel fängt mit Schnip­seln an. Löb­lich. All das.

Glumm por­trä­tiert sei­nen Vater. Berüh­rend.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Haben die Leu­te heut­zu­ta­ge mehr Angst vorm Blog­gen, weil es so persönlich-öffentlich-auswertbar ist? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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