Lesezeichen vom 31. Januar 2014

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Cookies von Dritten in Firefox abschalten

Unter Fire­fox gibt es die Mög­lich­keit, Coo­kies von Dritt­an­bie­tern nicht zuzu­las­sen. Da habe ich mich mal kurz gefragt, wozu das für mich als Anwen­der über­haupt nütz­lich sein soll, dass Dritt­an­bie­ter auf Sei­ten, die ihnen nicht gehö­ren, Coo­kies schal­ten. Rich­tig, ich habe kei­nen Fall gese­hen, in dem das für mich sinn­voll wäre, des­we­gen nut­ze ich die­se Mög­lich­keit jetzt ein­fach. Und bis­lang läuft alles wie bis­her, nur dass ich unter Face­book eini­ge Apps nicht nut­zen kann. Mache ich aber auch so oder so nicht.

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Skispringerruhestand

Heu­te ist Mar­tin Schmitt, die Älte­ren wer­den sich erin­nern, vom pro­fes­sio­nel­len Ski­sprin­gen zurück­ge­tre­ten. Als Chro­nist woll­te ich das mal hier irgend­wo fest­ge­hal­ten wis­sen. War schon sehr span­nend und inter­es­sant, was er da vor, naja, so an die 12 Jah­ren als Top­sprin­ger gebo­ten hat. In den letz­ten Jah­ren eher in Ver­ges­sen­heit gera­ten, aber so ist das manch­mal.

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Lanz und die Kohle

TV-Müll

Ich hab ja ges­tern noch mal bei Lanz rein­ge­zappt, das kann ja schon mal pas­sie­ren, so lan­ge man das ZDF noch ein­pro­gram­miert hat. Es ging da noch ein­mal ums Dschun­gel­camp, da hät­te die Redak­ti­on auch ein­fach mal einen frei­en Tag machen kön­nen, und ein­fach irgend­wen ein­la­den kön­nen. Aber gut, wie­der ein­mal eine Ver­samm­lung von Leu­ten, die das For­mat ver­dam­men, und von Teil­neh­mern, die irgend­was ret­ten wol­len, die akzep­tiert haben wol­len, dass ihr Dschun­ge­l­auf­ent­halt eine respek­tier­ba­re Her­aus­for­de­rung war.

Jeden­falls bin ich hän­gen geblie­ben, weil da so eine Dampf­plau­der­ta­sche saß, die ich optisch nicht wie­der erkannt habe, dann erläu­ter­te mir eine Bauch­bin­de, dass da Fio­na Erd­mann saß. Ken­ne ich jetzt auch nicht aus­rei­chend, um zu sagen, aus wel­cher Ecke die mal gekro­chen kam.

Nur sab­bel­te sie halt kon­se­quent drauf los, als kön­ne man sich Rele­vanz auch her­beis­ab­beln. Dazu fällt mir immer eine Ana­ly­se mei­nes Philosophie-Professors ein, der nach einer Rede des Ober­bür­ger­meis­tes von Bie­le­feld, dass Bie­le­feld kei­ne Pro­vinz sei, mein­te:

Wenn man 15 Minu­ten braucht, um zu erzäh­len, dass Bie­le­feld kei­ne Pro­vinz ist, dann belegt man eigent­lich nur, dass es Pro­vinz ist.

Und so kommt einem das bei Gior­gi­na oder Fio­na oder wie sie gera­de hei­ßen auch vor.

In die Ecke gedrängt wur­de sie dann von Mar­kus Lanz, als der frag­te, ob sie denn kein Geld ver­die­ne, wenn sie kei­ne Auf­trä­ge bekä­me. Die­se Fra­ge ist unge­fähr so klug, als wenn man fra­gen wür­de, ob jemand einen Unfall gebaut hät­te, der gera­de mit sei­nem Wagen vor einen Baum gebret­tert ist.

Nur gibt es in Deutsch­land aus frü­he­ren Zei­ten eigent­lich die gute Sit­te, über Geld nicht zu reden. Denn meist schürt man nur Eifer­süch­te­lei­en oder Läs­ter­vor­la­gen. Was glau­ben Sie, wozu die­nen Sen­dun­gen wie Mar­kus Lanz? Lanz inter­es­sie­ren sol­che Stil­fra­gen nicht, wenn er damit Effekt­ha­sche­rei auf unters­tem Niveau betrei­ben kann.

Und wir ler­nen: Jün­ge­ren Show­na­sen soll­te man die Gefah­ren des Dschun­gel­camps genau­so wie die von Sen­dun­gen wie Mar­kus Lanz erklä­ren.

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Ich blo­ckie­re nun Coo­kies von Dritt­an­bie­tern. Bis­lang ohne wirk­lich stö­ren­de Neben­ef­fek­te.

Ste­fan Nig­ge­mei­er nimmt Josef Jof­fe von der ZEIT aus­ein­an­der, der die Lanz-Kritik mit dem Anti­se­mi­tis­mus der Nazis ver­gleicht.

Heu­te muss ich wohl noch mal quer von ges­tern nach­gu­cken.

Brohm bricht eine Lan­ze für Fast Food.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Kommt eines Tages der gro­ße Trend der Rekri­ti­sie­rung der deut­schen Pres­se von Grund auf? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Lesezeichen vom 30. Januar 2014

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Tucker & Dale vs Evil

Letz­tens Kalko­fes Film­tipps gese­hen und mir dann Tucker & Dale vs Evil besorgt. Den hat­te ich via Vor­schau auch noch im Hin­ter­kopf. Blöd ist halt, wenn man noch lus­ti­ge Sze­nen aus dem Vor­spann kennt und der Film nicht unheim­lich viel mehr bie­tet. Aber Unter­hal­tung, die bes­ser als das all­täg­li­che Fern­seh­bro­gramm ist, bekommt man alle­mal gelie­fert.

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Es ist jetzt drei Jah­re her, seit­dem ich inhalt­lich mich mit Mar­kus Lanz aus­ein­an­der­ge­setzt habe und eine Erwei­te­rung tut nicht Not. Ges­tern war Oli­ver Kalk­o­fe aber­mals vor Ort, kün­dig­te dies via Face­book an und ich schal­te­te mal rein: Inzwi­schen ver­zich­tet man bei der Sen­dung auf über­mä­ßig vie­le, kaum aus­sa­ge­kräf­ti­ge Bauch­bin­den, aber der Rest ist gleich geblie­ben. Klap­pern gehört wohl auch für jeman­den wie Kalk­o­fe zum Hand­werk, das mag man ver­zei­hen.

Ich las­se es ein­fach auf mich zukom­men, war ja auch schon öfter da und bin immer gut behan­delt wor­den. Habe aber weder vor, dort eine ritu­el­le Lanz­schlach­tung vor­zu­neh­men noch mich nicht aus­re­den zu las­sen. Dies nur zur Info. Hof­fe ein­fach erst ein­mal auf eine inter­es­san­te und nicht lang­wei­li­ge Sen­dung!

(Oli­ver Kalk­o­fe)

Die Sen­dung konn­te die Kalkofe-Einbindung nicht ret­ten, dazu redet Lanz immer noch kon­se­quent am Wesent­li­chen vor­bei, ein­fach nur auf irgend­ei­ne plum­pes, geneh­mes Reiz­the­ma hin. Und das ist eben auch schlech­tes Fern­se­hen. Nur resi­gniert die Qua­li­tät eben irgend­wann vor der Quan­ti­tät, wenn sie kei­ne Rezep­ti­on fin­det. Wenn ein ZDF-Verantwortlicher meint, das Sahra-Wagenknecht-Interview sei ein ein­ma­li­ger Aus­rei­ßer Lanz’ gewe­sen, dann dis­qua­li­fi­ziert er sich für eine Dis­kus­si­on über die Qua­li­tät der Sen­dung: Lanz hat das Hand­werk des kri­ti­schen Nach­fra­gens ein­fach nicht drauf. Die Gäs­te labern halt von sel­ber, dage­gen kann selbst Lanz wenig unter­neh­men. Ganz lus­tig war immer­hin noch, dass Kalk­o­fe Dschun­gel­kö­nig und Pro­mi Shop­ping King Peer Kus­magk nicht durch­ge­hen ließ, das Dschun­gel­camp als indi­vi­du­el­le Erfah­rungs­her­aus­for­de­rung gel­ten zu las­sen — das kön­ne man auch ohne Kame­ras haben.

Podcast-Klassiker: Fluss­kie­sel und der 24-Stunden-Blutdruckmesser.

30 Jah­re RTL und bei Tho­mas Gott­schalks neu­er Sen­dung zeigt man ein­mal mehr, dass man schon lan­ge kein Fern­se­hen für Zuschau­er mehr macht.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Spricht es für das Dschun­gel­camp, dass der Rest des RTL- und Fern­seh­pro­gramms schlech­ter ist? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Beyer, Marcel — Flughunde

Das Buch habe ich kurz nach Erschei­nen in den 90ern gekauft, aller­dings ob der Spra­che nach weni­gen Sei­ten weg­ge­legt. Nun habe ich es end­lich geschaft, es zu lesen, und bereue es nicht, auch wenn es sprach­lich nicht unbe­dingt fes­selnd ist.

Dafür ent­schä­digt die Geschich­te des Wach­manns und Geräusch­auf­neh­mers Karnau, der Ende April 1945 auf die Fami­lie Goeb­bels trifft, von denen die ältes­te Toch­ter ihre letz­ten Tage erzählt, unge­mein.

Bei der FAZ gibt es eine Rezen­si­on eines Schrei­bers mit dem Kür­zel azz, die ich emp­feh­le. Sie gip­felt in der fol­gen­den, über­den­kens­wer­ten Inter­pre­ta­ti­on:

An die­ser Stel­le, wo Karnau bereits schul­dig gewor­den ist; wo er den ande­ren ver­sehrt hat, um die Wahr­heit zu fin­den: Das ist der Moment, wo er eines nachts von Ril­kes Urge­räusch träumt. Von der Gram­mo­phon­na­del auf der eige­nen, offen­ge­leg­ten Schä­del­naht. In das Geräusch der ers­ten Kno­chen­split­ter mischt sich ein Knat­tern. Ein absur­des Geräusch: Karnau ver­steht nichts. Es gibt nichts zu ver­ste­hen. Es ist nur die Schuld, die als ein­zi­ges bleibt.

Lese­emp­feh­lung.

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Lesezeichen vom 28. Januar 2014

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