Kehrer, Jürgen — Schuß und Gegenschuß

Ein abge­sack­ter Wils­berg hat mit dem nie­de­ren Film­busi­ness zu tun und trifft auf abge­half­ter­te Mit­ar­bei­ter des Gen­res. Span­nung bleibt aus, Über­ra­schungs­ef­fek­te sind nicht vor­han­den, Lokal­ko­lo­rit und Figu­ren­zeich­nung mäßig, aber vor allem sprach­lich ist die­ser Teil der Kri­mi­rei­he ein­schlä­fernd.

Der Autor macht nicht den Ein­druck, als kön­ne er der Figur Wils­berg noch irgend­wel­che inter­es­san­ten Aspek­te abge­win­nen, die Serie hät­te hier enden kön­nen — geht aber noch 12 Tei­le wei­ter.

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Christian Steiffen live in Berlin 2014

… hat da jemand wohl auf­ge­nom­men. Osna­brück ist dann doch noch was ande­res und man ver­passt auch was, wenn man nur die Kame­ra hoch­hält, anstatt das Kon­zert mit­zu­neh­men, aber was solls:

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Guten Morgen

Morgenkaffee

In Ber­lin leben­de Ame­ri­ka­ner berich­ten über All­tags­ras­sis­mus, u.a. Kim­ber­ly But­ler.

Jan Böh­mer­mann haut Cam­pi­no und Co. für das Cha­ri­ty­weih­nachts­vi­deo unan­ge­spitzt in den Boden. Patri­ce Bart-Williams bereut inzwi­schen sei­ne Teil­nah­me.

Julia erzählt über ihren Aus­stieg bei den Zeu­gen Jeho­vas.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Den­ken Punks bei all ihrer Sys­tem­kri­tik selbst immun gegen Kri­tik sein zu kön­nen? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Taylor, Kathryn: Colors of love (Bd. 1–5)

So weit mir bekannt ist, ist Kathryn Tay­lor von den vor Ort woh­nen­den Schrift­stel­lern die Ein­zi­ge, die es mal in die Spiegel-Bestsellerliste geschafft hat. Das darf mal genug Grund sein, sich mal ihre Schmö­ker vor­zu­neh­men. Aller­dings wäre mir wohl auch ein ande­rer nicht ein­ge­fal­len.

Die 22-jährige, sexu­ell uner­fah­re­ne Grace, eine Bridget-Jones-Variante, him­melt den hoch­wohl­ge­bo­re­nen Jona­than, einen Mr-Sheffield-Abklatsch, an und ver­wan­delt sich von der nai­ven Jung­frau zum nai­ven Flitt­chen, das sich fragt, ob er es wohl ernst meint. Kost­pro­be?

Im nächs­ten Moment spü­re ich die Fahr­stuhl­wand im Rücken, und sei­ne Hän­de legen sich um mei­ne Brüs­te, strei­chen durch den dün­nen Stoff mei­nes Shirts über die auf­ge­rich­te­ten Nip­pel. Die Berüh­rung schickt Blit­ze in mei­nen Unter­leib, viel inten­si­ver als die in mei­nem Traum, und ich wer­de von einer Wel­le viel zu gewal­ti­ger Emp­fin­dun­gen über­rollt, wäh­rend ich sei­nen Kuss wei­ter fast ver­zwei­felt erwi­de­re. Er ist mir über­le­gen, in jeder Hin­sicht, domi­niert mich, aber genau das erregt mich auf eine nie gekann­te Wei­se. Wie eine Ertrin­ken­de hal­te ich mich an ihm fest und erge­be mich dem Ansturm sei­ner Lip­pen und Hän­de.

Das geht dann vier wei­te­re Bän­de so “pri­ckelnd” wei­ter. Ein auf der Shades-of-Grey-Welle schwim­men­der Haus­frau­en­por­no für Ver­tre­te­rin­nen des weib­li­chen Geschlechts, an denen die Eman­zi­pa­ti­on fol­gen­los vor­bei gegan­gen ist.

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