Gute Nacht da draußen, wo immer ihr auch seid.
R.i.p. Ernst Klee (1942-2013)

Es war schon immer sehr ungewöhnlich, dass da eine Schule nach einem Lebenden benannt wurde, sowas machte man früher ja nur beim Führer, aber bei Ernst Klee war diese Ehre immer berechtigt: Er war der erste, der detailreich dokumentierte, wie sich die Kriegsverbrechen nach Beendigung des Zweiten Weltkriegs weitergingen. Ein mutiger, der Wahrheit verpflichteter Journalist mit großem Verdienst um die deutsche Kriegsaufarbeitung.

Lesetipps
Deutsche Medizin im Dritten Reich
Zeit.de: Historiker Ernst Klee ist tot
taz.de: Ein Aufklärer ersten Ranges
Guardian: Ernst Klee orbituary

Guten Morgen

Morgenkaffee

Heute kann man sich für die Katholische Kirche ja wieder einmal richtig schön fremdschämen oder direkt schämen, wie man’s mag, wenn man Kardinal Meisner zuhört:

Wo werden denn Frauen wirklich öffentlich ermutigt, zu Hause zu bleiben und drei, vier Kinder auf die Welt zu bringen? Hier müsste man einsetzen und nicht – wie es jetzt Frau Merkel tut – nur die Zuwanderung als Lösung unserer Demografieprobleme präsentieren.

Überhaupt ist Schulbildung für Frauen überbewertet, sollen die doch Kinder kriegen. Nein, Spaß bei Seite, es ist schon befremdlich, wie die Führung der Katholischen Kirche offenbart, dass ihnen das Alltagsleben ihrer Mitglieder ein Buch mit sieben Siegeln ist. Ich weiß gar nicht, wieso solche Leute überhaupt noch ernst genommen weden.

Jürgen Klopp schießt im Guardian gegen Bayern und Real: Man würde in Dortmund nicht auf die Idee kommen, wie bei Bayern und Real zu arbeiten, und dabei nicht an die Steuern zu denken.

Bei der FAZ schießt man dagegen mal gegen Berlin:

[...] der Zorn, der Berlins Regierenden Bürgermeister so viel wuchtiger trifft als zum Beispiel jene, die fürs Debakel der Hamburger Elbphilharmonie verantwortlich sind, hat genau darin seine Ursache: dass man Leuten, die nicht einmal in der Lage sind, den Bau ihres eigenen Denkmals zu beaufsichtigen, auch sonst nicht mehr zutraut, die Probleme der großen und armen Hauptstadt in den Griff zu bekommen.

Und während ich mir die Frage stelle: Wann endet eigentlich mal diese großstädtische Großherrlichkeit? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

Lesezeichen vom 15. Mai 2013

Lesezeichen von heute

Guten Morgen

Morgenkaffee

Kiki Thaerigen hat die urprüngliche Version des Adblocker-Appells gefunden.

Bei Adblock freut man sich über den Werbeeffekt der Aktion. Es geht doch mit der Werbung abseits von Adblockern!

Für die Aktion schreibt Frank Patalong einen Artikel:

keine Medien mehr zu finden, die man einfach aufrufen kann, ohne vorher ein zahlungspflichtiges Abo abzuschließen, wäre wirklich Käse.

Und während ich mir die Frage stelle: Glauben die Zeitungsleute wirklich, sie seien die einzigen Medien? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

Guten Morgen

Morgenkaffee

Gestern haben ja große Zeitungen rumgememmt, weil ihre Leser das Programm AdblockPlus verwenden, und so Werbebanner unterdrückt werden. Die Hersteller des Programms reagieren nun und sagen, dass Problem sei Indikator des Problems, nicht das Problem selbst. Die Zeitungen vermögen es eben nicht, Werbung passend online aufzubereiten. Das ist ja lokal auch nicht anders.

Bei Amazon wird gestreikt.

Der neue Roman von Dan Brown kommt heute wohl heraus und die deutsche Übersetzung wurde in zwei Monaten von diversen Übersetzern in einem Bunker hergestellt. Seit 9.15 Uhr auf der Börse.

Und während ich mir die Frage stelle: Kann man das nächste Mal diese Brown-Schinken nicht einfach auch im Bunker lassen? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

Guten Morgen

Morgenkaffee Katrin Brand meint beim NDR, dass die Piraten noch nicht geeignet seien, in den Bundestag einzuziehen. Andererseits hält sie auch den Franktionszwang für ein demokratisches Mittel, um Verlässlichkeit anzuzeigen. Ja, da klammern wir doch mal aus, dass das benutzt wird, um den Abgeordneten ihren eigenen Vernunftgebrauch abzuschawtzen. Nee, nee, gut dass solche Leute bei den Öffis sind, und sich nicht auf dem freien Markt bewähren müssen.

Iris Alanyali ärgert sich über die albern-feministische Aktion des ZDF-Moma.

In der Süddeutschen wird das Ausbeuten von Pädagogen mal thematisiert, die über die Sommermonate Arbeitslosengeld beziehen müssen.

Und während ich mir die Frage stelle: Sind die Öffis eigentlich ansteckend in ihrer Naivität? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

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Lesezeichen vom 10. Mai 2013
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