Schröder, Atze — Und dann kam Ute

Atze Schrö­ders ers­ter Roman

. Abge­packt in kur­ze Epi­so­den erin­nert der Schmö­ker etwas an Und dann kam Pol­ly und hat gefühlt den­sel­ben Plot: Cha­ris­ma­ti­sche Sie bringt hel­den­haf­ten und ver­mö­gen­den Ihn unter ihre Fit­ti­che. Span­nungs­är­mer wär’s wohl nicht gegan­gen. Manch­mal taucht unser Ems­det­tener Komi­ker aus die­ser selbst­ver­lieb­ten Laber­ge­schich­te auf und bringt Schmun­zel­ba­res wie

Als ich beim Pin­keln in den Spie­gel schau­te, sah ich so fer­tig aus wie Hel­mut Schmidt nach einer Elek­tro­zi­ga­ret­te.

aber, das ist rar gesät, der Witz ver­bleibt im Meta­pho­ri­schen und wird ger­ne mal wie­der­holt für alle, die es beim ers­ten Mal noch nicht ver­stan­den haben. Oder sol­len so Run­ning Gags ange­lei­ert wer­den?

Der Schmö­ker ist wegen guter Les­bar­keit, flot­tem Tem­po und den paar Witz­chen ein pas­sa­bler Beglei­ter auf unse­rem Don­ner­bal­ken und erhält folg­lich von fünf mög­li­chen Klo­rol­len:

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de Guillaume, Andre — Wie man ein Genie wird

Eines die­ser Exem­pla­re ist der Schmö­ker Wie man ein Genie wird: Das Hand­buch für ange­hen­de Über­flie­ger


von André de Guil­lau­me, über­setzt aus dem Eng­li­schen von Petra Trin­kaus. Das Buch ergeht sich eigent­lich nur in Eigen­wil­lig­kei­ten und Anek­do­ten berühm­ter Män­ner. Das ist ganz nett zu lesen, kurz­wei­lig, aber irgend­wie nicht erhel­lend. Ein paar Schmunz­ler sind aber drin.

Er ist also durch sei­ne Inten­ti­on, die hüb­sche Mach­art und durch hin und wie­der inter­es­san­te Anek­do­ten ein pas­sa­bler Beglei­ter auf unse­rem Don­ner­bal­ken und erhält folg­lich von fünf mög­li­chen Klo­rol­len:

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Duve, Karen — Lexikon der berühmten Tiere

Das Sofa ist wohl nicht das ein­zi­ge Plätz­chen in den eige­nen vier Wän­den, an dem man ger­ne zur Lek­tü­re greift. Auch das stil­le Ört­chen wird ger­ne für einen Blick in Gedruck­tes genutzt. Das hat in unse­ren Wän­den dazu geführt, dass Gäs­te unse­res Lokus­ses sicher sein kön­nen, Lesens­wer­tes zu ent­de­cken.

Ein Klas­si­ker unter den Klo­lek­tü­ren ist das Lexi­kon der berühm­ten Tie­re. Von Alf und Donald Duck bis Pu der Bär und Ledas Schwan

von Karen Duve und Thies Vol­ker. In die­sem Stan­dard­werk [ hier eine Bespre­chung von Flo­ri­an Felix Weyh ], bei uns in der Aus­ga­be von 1999 aus­ge­legt, wird von alter­tüm­li­chen Gestal­ten wie den Eulen von Athen, Fabel­we­sen, Wer­be­fi­gu­ren wie dem Erd­al­frosch, Comic­fi­gu­ren wie Fix und Foxi bis hin zu rea­len Tie­ren wie For­tu­n­ée, dem Mops der Kai­se­rin Jose­phi­ne, so ziem­lich alles abge­grast, was man bis dato selbst gera­de noch in Erin­ne­rung hat.

Es ist also durch sei­ne Lus­tig­keit, durch die Erin­ne­rungs­mög­lich­keit und die inter­es­san­ten, neu­en Geschich­ten der Idea­le Beglei­ter auf unse­rem Don­ner­bal­ken und erhält folg­lich von fünf mög­li­chen Klo­rol­len:

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Fröhlich, Axel und Oliver Kuhn — Die große Brocklaus: Das komplett erfundene Lexikon

Die Weih­nachts­zeit endet so lang­sam, Zeit für Geschenk­kri­tik: Woan­ders als Buch des Tages gewür­digt sprang bei mir beim gro­ßen Brock­laus der Fun­ke oder wie man mag die Laus nicht über. 6 oder 7 mal irgend­was ange­le­sen und wegen zu gewoll­ter Lus­tig­keit umge­hend weg­ge­legt. Taugt nicht mal als Klo­lek­tü­re und dem Rezen­sen­ten stim­me ich zu, der schreibt: “Zum Ver­schen­ken nicht geeig­net.”
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