Guten Morgen

Die von der CSU aus­ge­ru­fe­ne, ersehn­te Konservativ-bürgerliche Wen­de ist nach Kirs­ten Gir­schick nur ein Über­spie­len des eige­nen Wäh­ler­schwun­des.

Wei­te­re unfass­ba­re Pein­lich­keit im Fall des angeb­lich selbst ange­zün­det haben­den Oury Jal­loh: Ein Zeu­ge möch­te bei der Poli­zei eine Aus­sa­ge machen und erhält statt­des­sen einen Ver­weis.

Das wird Sie jetzt sicher so über­ra­schen wie mich: Die Wei­ter­bil­dungs­an­ge­bo­tet der Arbeits­agen­tu­ren hel­fen nicht den Arbeits­lo­sen, son­dern den Anbie­tern der Maß­nah­men.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: War­um gehen Skan­da­le in der Pres­se­land­schaft gegen­über Pop­kul­turs­tuss so unter? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

Klaus Stutt­mann mit dem Car­toon des Tages.

Ich sich­te und sor­tie­re gera­de mei­nen Feed­re­ader, da kommt mir Fol­gen­des unter die Augen: Wie man die AfD am bes­ten kri­ti­siert. Was Frau Nes­sy über den Jah­res­wech­sel treibt. Lars stellt sei­ne Lieb­lings­bü­cher des ver­gan­ge­nen Jah­res vor, Felix sei­ne Lieb­lings­blogs.

In der Schweiz ist deren Ver­si­on von De Cor­re­spon­dent gestar­tet und wäh­rend jener nur 60€ kos­tet, sagt man in der Schweiz:

Ihr Risi­ko beträgt dabei 240 Fran­ken pro Jahr. Also der Preis, den man pro Jahr wöchent­lich für einen Kaf­fee im Restau­rant aus­gibt. 

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Was geben die Schwei­zer erst wöchent­lich für Bier aus? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Jennifer — Sehnsucht nach was Besseres

Harald Weh­mei­er und Andre­as Alten­burgs NDR-Fernsehserie Jen­ni­fer — Sehn­sucht nach was Bes­se­res gehen gera­de mit eben die­ser in die zwei­te Staf­fel. Und zur Freu­de der Zuschau­er ist dies kein lau­er Auf­guss der ers­ten: Mit Container-Ingo, gespielt von Klaas Heufer-Umlauf, wird erfolg­reich eine in die Geschich­te pas­sen­de Figur prä­sen­tiert.

Man­fred Schweers (groß­ar­tig fies-schmierig dar­ge­stellt von Ulrich Bähnk) über­nimmt halb­le­gal den Friseur-Salon, in dem Jen­ni­fer arbei­tet, und stellt den abge­half­ter­ten C-Promi Container-Ingo ein, der den Laden zum Lau­fen brin­gen soll.

Ging die ers­te Staf­fel noch dar­um, dass der Kapi­ta­lis­mus genau die Träu­me uner­reich­bar macht, die er anpreist, haben wir nun eine Figur, die an genau die­ser Stel­le geschei­tert ist und zurück­kommt. Das alles ver­leiht der Comedy-Serie eine gewis­se bit­te­re Note und ist inso­fern von den bei­den Auto­ren Weh­mei­er und Alten­burg ein gelun­ge­ner Sprung ins Unbe­kann­te, waren doch bis­her ihre Radio-Figuren bloß lus­ti­ge Ver­tre­ter des Prä­ka­ri­ats.

Trotz die­ser Wen­dung wer­den die Rand­fi­gu­ren lie­be­voll dar­ge­stellt: Jen­ni­fers Oma (herz­er­wär­mend lebens­er­fah­ren gespielt von Doris Kunst­mann), deren Freund, ihr Ex-Chef, ihr Ex-Freund, sogar sich selbst als Fans von Container-Ingo legen sie ein an ihr Fan­ob­jekt gerich­te­tes ent­lar­ven­des “Du kennst auch kei­ne Leu­te mehr” in den Mund, weil es auch den Fans nicht um die ange­him­mel­ten Per­so­nen selbst geht. Zwei Fol­gen ist die Haupt­fi­gur fast nur Staf­fa­ge, wäre sie nicht von der zau­ber­haf­ten Kat­rin Ingend­oh gespielt. Ein Serien-Juwel, lei­der ver­steckt. Die Fol­gen sind in der Media­thek anseh­bar.

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Guten Morgen

Tilo Jung inter­viewt Fefe zum neu­en Jahr, der den Schein­wer­fer auf opti­mis­ti­sche Gedan­ken wer­fen wür­de.

Ein Frau­en­bob­team aus Nige­ria star­tet bei den Win­ter­spie­len. Nigi­ria, we have a bobs­led team!

Emi­ly Chang hat sich für ihr Buch Bro­to­pia mit der Lebens­ein­stel­lung der Tech­ni­kaf­fi­nen aus Sili­con Val­ley aus­ein­an­der­ge­setzt: Je mehr man sich unter­bre­chen lässt, des­to gleich­för­mi­ger das Leben, so ihr Fazit.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Soll­te man sich einen han­dy­frei­en Tag pro Woche auf­er­le­gen? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

2017 war wohl das Jahr, in dem die Ame­ri­ka­ner Twit­ter und Face­book zu einem bemerk­ba­ren Aus­maß doof zu fin­den begon­nen.

Für mich war es bezüg­lich des Inter­nets das Jahr, in dem Zei­tun­gen wegen deren Ristrik­tio­nen deut­lich sel­te­ner die ers­te Anlauf­sta­ti­on für Infor­ma­tio­nen waren. Bei Live-Eil-Meldungen ist mir Wiki­pe­dia seri­ös genug und ansons­ten schaue ich auf die Sei­ten der Tages­schau. Mei­nun­gen und Plap­pe­rei­en höre ich über Pod­casts. Jour­na­lis­ten, die ich nament- und inhalt­lich dau­ernd auf dem Schirm hät­te: Fehl­an­zei­ge.

Bea­trix Storch wur­de von der Poli­zei wegen Volks­ver­het­zung ange­zeigt. Inter­es­sant fin­de ich auch, dass sie in den Video­tex­ten pri­va­ter Fern­seh­an­stal­ten direkt als AfD-Hetzerin beti­telt wur­de.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Schie­ßen die pri­va­ten Fern­seh­sen­der so gegen die eige­ne Kli­en­tel, oder hält die nichts von Poli­tik? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Wie ist das eigentlich … mit Digitalinformationssüchtigen?

Es gab vor Jah­ren ein­mal einen Vor­stoß, Inter­net­süch­ti­ge aus­zu­ma­chen und ihnen zu hel­fen. Irgend­wie fand ich das komisch, schließ­lich saßen unge­mein vie­le Men­schen ziem­lich lan­ge vor ihren Bild­schir­men und die Merk­ma­le einer Inter­net­sucht, was für ein komi­sches Wort, waren nicht son­der­lich abgren­zend. Man konn­te es ihnen im Sozi­al­ver­hal­ten auch nicht anse­hen und ich hat­te nur einen Bekann­ten, der in psy­chi­scher Behand­lung war und als aller­ers­tes ein Facebook-Verbot bekam.

Bei Digi­tal­in­for­ma­ti­ons­süch­ti­gen, manch­mal Han­dy­süch­ti­ge genannt, wobei sie aller­dings nicht Gerä­te süch­tig sind, ist das anders. Man sieht dau­ernd Leu­te, die ange­strengd und uner­holt aus­schau­end auf ihr Han­dy schau­en. Wua­si über­all: Im Auto, in Stra­ßen­bah­nen, in Cafés, selbst im eige­nen pri­va­ten Ges­pächs­um­feld, will sagen: Selbst im Gespräch las­sen Leu­te nicht von ihrem Han­dy, müs­sen dar­auf schau­en, und ent­schul­di­gen es mit “Ich hör dir zu.” Als ob ein Gespräch nur aus Zuhö­ren bestün­de.

Weder ver­ste­he ich, was man dau­ernd anlass­los auf sei­nem Han­dy zu suchen hat, noch ver­ste­he ich, was die Leu­te als Beloh­nungs­kick erhal­ten, noch kann ich mich vom Ein­druck ent­le­di­gen, dass mich so ein Ver­hal­ten ziem­lich abstößt.

Aber will man was sagen? Den pri­va­ten Spiel­ver­der­ber spie­len? So ein Ver­hal­ten wird sicher­lich nicht weni­ger in den kom­men­den Jah­ren. Über­geht man die Situa­ti­on wie mit ande­ren, in denen Leu­te einem aku­ten Hau nach­ge­hen? Bis­her kam mir das bei ande­ren Macken nie so chro­nisch vor.

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Guten Morgen

… und will­kom­men Fami­li­en­neu­ling! Erfah­re eben, dass ich ges­tern wie­der Onkel gewor­den bin.

Höre gera­de die Unter­hal­tung von Ser­dar Somun­cu und Oli­ver Kalk­o­fe.

Auch hörens- und sehens­wert ist der Vor­trag von Fefe: Anti­pat­terns und Miss­ver­ständ­nis­se in der Soft­ware­ent­wick­lung.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Wie wird 2018? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

Dirk Gie­sel­mann wür­de ger­ne Weih­nach­ten nach den offi­zi­el­len Weih­nachts­fei­er­ta­gen fei­ern.

Mela­nie Amann erklärt einem Öster­rei­cher die Vor­zü­ge eines Rechts­staats.

Bernd Rhein­berg macht sich Gedan­ken über den der­zeit in sei­ner Par­tei etwas kalt gestell­ten Sig­mar Gabri­el.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Baden wir jetzt die Feh­ler des öster­rei­chi­schen Bil­dungs­sys­tems aus? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

So, letz­te Chan­ce vor Weih­nach­ten mei­nen Lesern schö­ne Fei­er­ta­ge zu wün­schen, was ich hier­mit tun möch­te.

In Kata­lo­ni­en haben die Unab­hän­gig­keits­be­für­wor­ter wie­der die Wahl gewon­nen.

Die Mehr­heit der Deut­schen bedient sich eines sub­ti­len Anti­se­mi­tis­mus’, meint Alex­an­der Nabert.

Die Fre­ses ste­cken kurz vor Weih­nach­ten noch auf der Post fest und bekom­men uner­war­tet alt­be­kann­te Hil­fe.

Bit­coin crasht gera­de etwas.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Wer­den die Leu­te an Weih­nach­ten wohl ein Stück weit freund­li­cher sein? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

Ges­tern die letz­ten Geschen­ke ergat­tert, heu­te den zwei­ten Weih­nachts­baum für die­ses Jahr auf­ge­stellt, die Krip­pe vom Dach­bo­den gehieft, die Kugeln aus­ge­packt. So lang­sam könn­te sich die Fest­lich­keit ein­stel­len.

Der Fluss­kie­sel kann dem Franz­bröt­chen geschmack­lich unge­fähr so viel abge­win­nen wie ich.

Miss James wünscht fro­he Weih­nach­ten. Ben erin­nert dar­an, dass mor­gen die Tage schon wie­der hel­ler wer­den.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Ent­zau­bert sich Weih­nach­ten im Alter immer mehr? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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