Guten Morgen

Die Donots haben ein neu­es Album raus­ge­bracht, das bespre­che ich da.

Face­book hat ange­kün­digt die Bei­trä­ge von Sei­ten in den News­feeds der Benut­zer weni­ger auf­tau­chen zu las­sen. Der Grund hier­für soll sein, dass das Wohl­be­fin­den der Nut­zer gestei­gert wer­den soll.

Jeff Jar­vis bas­telt ob die­ser Ver­än­de­rung an sei­ner Defi­ni­ti­on von Jour­na­lis­mus (wobei das im Kern kei­ne Defi­ni­ti­on ist, son­dern eine Auf­ga­ben­be­schrei­bung):

con­vening com­mu­nities into civil, infor­med, and pro­duc­tive con­ver­sa­ti­on, redu­cing pola­ri­za­ti­on and buil­ding trust through hel­ping citi­zens find com­mon ground in facts and under­stan­ding.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Wenn Face­book das Wohl­be­fin­den der Nut­zer stei­gern möch­te, wes­we­gen hören sie dann nicht ein­fach auf, ihre Nut­zer aus­zu­spio­nie­ren? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

Eini­ge Jour­na­lis­tin­nen und Künst­le­rin­nen in Frank­reich, dar­un­ter Cathe­ri­ne Deneuve, haben sich gegen die #MeToo-Kampagne gestellt und krie­gen dafür jetzt Gegen­wind. Wobei es hier­bei im Grun­de nur um Miss­ver­ste­hen geht: Die #MeToo-Kampange wid­met sich gegen sexu­el­le Über­grif­fe, soweit ich sehe nicht um Rem­pe­lei­en oder sowas, über die man auf unge­schick­te Wei­se Auf­merk­sam­keit erhei­schen will. Wenn jemand am Tag 20 Mal ange­rem­pelt wird, ist das wider­um auch kei­ne Klei­nig­keit mehr. Es geht also um Han­dun­gen in unter­schied­li­chen Situa­tio­nen, die unter­schied­lich bewer­tet wer­den müs­sen, mög­lichst ohne unnö­ti­gen Flur­scha­den her­bei zu füh­ren, wenn die Sach­la­ge nicht ein­deu­tig ist. Die Fra­ge ist, zieht jemand mit bei einer inten­dier­ten Hand­lung oder drän­ge ich ihn oder sie dazu etwas zu tun, was sie nicht tun möch­te oder zu einer Hand­lung, von der ich weiß, dass mein Adres­sat sie nicht wol­len kann? Ani­mie­re ich einen Freund, die Sor­gen Sor­gen sein zu las­sen und einen zur Ent­span­nung mit­zu­trin­ken, oder drän­ge ich einen Alko­ho­li­ker mir beim Alko­hol­kon­sum bei zu ste­hen? Da gibt es Grau­zo­nen, in denen jeder selbst gefragt ist und objek­ti­ve Ent­schei­dun­gen nicht zu tref­fen sind. Es gibt aber auch ein­deu­ti­ge Situa­tio­nen und zwar nicht zu knapp. Wir müs­sen wohl damit leben, dass es Per­so­nen auf der einen wie auf der ande­ren Sei­te geben wird, die einen Scha­den ohne Wie­der­gut­ma­chung haben. Müs­sen wir jetzt Angst haben, dass sich Leu­te nicht mehr trau­en, ihren Schwarm anzu­spre­chen, weil das auch schon eine Grenz­über­schrei­tung ist? Nach Jah­ren zu star­ken Grenz­über­tre­tens, kann doch etwas Vor­sicht nicht scha­den. Und ein­fa­ches, nicht bloß sexu­ell inten­dier­tes Geschwätz kann einen auch weit brin­gen.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Brau­chen wir einen neu­en Flirt-Knigge? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

Laut einer Umfra­ge wol­len 89% der Bri­ten eine zwei­te Staats­bür­ger­schaft. Dafür wür­den sie auch finan­zi­ell was in Kauf neh­men.

Bei der BBC fragt man sich, ob Donald Trump den Text der eige­nen Natio­nal­hym­ne über­haupt kann.

Es gibt einen offe­nen Brief gegen AMP.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Ist die­ses bri­ti­sche Rosi­nen­pi­cken eine Ent­spre­chung zum deut­schen Hand­tuch­aus­rol­len? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

Micha­el Spreng sieht gera­de nur Mar­ke­tings­prü­che kern­lo­ser Alt­par­tei­en.

Ste­phen Col­bert hat sei­ne ers­te Arbeits­wo­che auch schon hin­ter sich.
Der neue ARD-Chef möch­te den Rund­funk­bei­trag erhö­hen oder im Pro­gramm strei­chen, z.B. den Tatort-Wiederhol-Kanal One, der bei mir gar nicht auf dem Schirm ist.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: War­um hat die Öffi-Mediathek noch kei­nen Fern­seh­ka­nal erüb­rigt? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

Die von der CSU aus­ge­ru­fe­ne, ersehn­te Konservativ-bürgerliche Wen­de ist nach Kirs­ten Gir­schick nur ein Über­spie­len des eige­nen Wäh­ler­schwun­des.

Wei­te­re unfass­ba­re Pein­lich­keit im Fall des angeb­lich selbst ange­zün­det haben­den Oury Jal­loh: Ein Zeu­ge möch­te bei der Poli­zei eine Aus­sa­ge machen und erhält statt­des­sen einen Ver­weis.

Das wird Sie jetzt sicher so über­ra­schen wie mich: Die Wei­ter­bil­dungs­an­ge­bo­tet der Arbeits­agen­tu­ren hel­fen nicht den Arbeits­lo­sen, son­dern den Anbie­tern der Maß­nah­men.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: War­um gehen Skan­da­le in der Pres­se­land­schaft gegen­über Pop­kul­turs­tuss so unter? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

Klaus Stutt­mann mit dem Car­toon des Tages.

Ich sich­te und sor­tie­re gera­de mei­nen Feed­re­ader, da kommt mir Fol­gen­des unter die Augen: Wie man die AfD am bes­ten kri­ti­siert. Was Frau Nes­sy über den Jah­res­wech­sel treibt. Lars stellt sei­ne Lieb­lings­bü­cher des ver­gan­ge­nen Jah­res vor, Felix sei­ne Lieb­lings­blogs.

In der Schweiz ist deren Ver­si­on von De Cor­re­spon­dent gestar­tet und wäh­rend jener nur 60€ kos­tet, sagt man in der Schweiz:

Ihr Risi­ko beträgt dabei 240 Fran­ken pro Jahr. Also der Preis, den man pro Jahr wöchent­lich für einen Kaf­fee im Restau­rant aus­gibt. 

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Was geben die Schwei­zer erst wöchent­lich für Bier aus? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

Tilo Jung inter­viewt Fefe zum neu­en Jahr, der den Schein­wer­fer auf opti­mis­ti­sche Gedan­ken wer­fen wür­de.

Ein Frau­en­bob­team aus Nige­ria star­tet bei den Win­ter­spie­len. Nigi­ria, we have a bobs­led team!

Emi­ly Chang hat sich für ihr Buch Bro­to­pia mit der Lebens­ein­stel­lung der Tech­ni­kaf­fi­nen aus Sili­con Val­ley aus­ein­an­der­ge­setzt: Je mehr man sich unter­bre­chen lässt, des­to gleich­för­mi­ger das Leben, so ihr Fazit.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Soll­te man sich einen han­dy­frei­en Tag pro Woche auf­er­le­gen? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

2017 war wohl das Jahr, in dem die Ame­ri­ka­ner Twit­ter und Face­book zu einem bemerk­ba­ren Aus­maß doof zu fin­den begon­nen.

Für mich war es bezüg­lich des Inter­nets das Jahr, in dem Zei­tun­gen wegen deren Ristrik­tio­nen deut­lich sel­te­ner die ers­te Anlauf­sta­ti­on für Infor­ma­tio­nen waren. Bei Live-Eil-Meldungen ist mir Wiki­pe­dia seri­ös genug und ansons­ten schaue ich auf die Sei­ten der Tages­schau. Mei­nun­gen und Plap­pe­rei­en höre ich über Pod­casts. Jour­na­lis­ten, die ich nament- und inhalt­lich dau­ernd auf dem Schirm hät­te: Fehl­an­zei­ge.

Bea­trix Storch wur­de von der Poli­zei wegen Volks­ver­het­zung ange­zeigt. Inter­es­sant fin­de ich auch, dass sie in den Video­tex­ten pri­va­ter Fern­seh­an­stal­ten direkt als AfD-Hetzerin beti­telt wur­de.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Schie­ßen die pri­va­ten Fern­seh­sen­der so gegen die eige­ne Kli­en­tel, oder hält die nichts von Poli­tik? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

… und will­kom­men Fami­li­en­neu­ling! Erfah­re eben, dass ich ges­tern wie­der Onkel gewor­den bin.

Höre gera­de die Unter­hal­tung von Ser­dar Somun­cu und Oli­ver Kalk­o­fe.

Auch hörens- und sehens­wert ist der Vor­trag von Fefe: Anti­pat­terns und Miss­ver­ständ­nis­se in der Soft­ware­ent­wick­lung.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Wie wird 2018? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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