Artikel-Schlagworte: „Annette Schavan“
Man strampelt wieder bei der CDU, wird aber kaum verhindern können, dass mit der aktuellen Regierung zweifelhaften Doktorgrade verbunden werden. Und so wirft man noch mal hastig Nebelkerzen wie Michael Kretschmer:
Wir brauchen jetzt einheitliche Standards, mit denen nicht nur Doktorarbeiten, sondern auch die Prüfungen von Dissertationen bewertet werden.
Als ob’s die nicht gäbe. Die Jungs nervt es wohl, dass da dauernd Doktorarbeiten zerbröseln, sobald man sie kritisch betrachtet. Mal schauen, ob noch einmal sich jemand aus der Deckung traut, um den Kritikern Schavans Bestechlichkeit zu unterstellen.
Wie ich vor 9 Monaten schon schrieb: Die Dissertationsarbeit von Annette Schavan taugt nicht. Da mag man bei der Süddeutschen noch kommentieren, dass die Entscheidung der Universität Düsseldorf, Schavan ihren Doktorgrad zu entziehen, falsch ist, eine Dissertation verjährt eben nicht. Ein Rücktritt liegt nahe.
Alexander Wallasch empfiehlt das Blog einer Frau aus dem Haarem Rainer Langhans’.
Eric T. Hansen meint, die Deutschen seien verglichen mit Amerikanern bezüglich des Humors zu intelligent. Hansen, kennta, kennta, kennta?
Und während ich mir die Frage stelle: Wie stark darf eigentlich eine Bildungsministerin, die nicht einmal Plagiate erkennt, der Wissenschaft in den Rücken fallen? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.
Wie stark Annette Schavan da gerade ihr Amt ramponiert, kann man übrigens gut in der konservativen FAZ nachlesen. Dort fasst sich Jürgen Kaube an den Kopf bei Schavans Behauptung, sie würde nicht nur ihre Doktorarbeit, sondern auch die Wissenschaft verteidigen, da die Wissenschaft von dieser Arbeit, die er nicht Doktorarbeit, sondern Lesenachweis nennt, keine Notiz genommen hätte. Kaube legt einen Rücktritt schon deswegen nahe, weil eine Bundesbildungsministerin im Gegensatz zu einem Bundesverteidigungsminister die Stellen, die sie prüfen, unter Druck setzen kann. Die Angelegenheit sei aber nicht nur eine Krise Schavans, sondern eben auch der Geisteswissenschaften, die Lesenachweise als Doktorarbeiten deklariere.
Ulrich Horn meint, die SPD habe ihr Rente-ab-67-Konzept als Rentenkürzung enttarnt.
Rome beschwert sich, dass keiner einen verhaftet, wenn man ein Schwein ist.
Und während ich mir die Frage stelle: Was passiert eigentlich mit den Ehrendoktorwürden, wenn Schavan kippt? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.
- Meine Familie 3 | Blaupausen für eine bessere Welt | Tatis Blog Omi: Ich kann dich nie erreichen.
Ich: Wir reden doch. - Was Günther Jauch alles egal ist « Stefan Niggemeier Es musste dem unbefangenen Zuschauer auch so scheinen, als seien Kachelmanns Angriffe auf das Mannheimer Gericht nur Auswüchse einer blinden Rachsucht. [...] Aber es gibt handfeste Gründe dafür, die Prozessführung skandalös zu finden. Man muss, wenn man sie kennt, nicht Kachelmanns Wut teilen. Aber man muss sie kennen, um über Kachelmanns Wut fundiert urteilen zu können. Ist der Gedanke völlig abwegig, dass eine Talkshow das versuchen könnte? Dass die Vorzeige-Talkshow der ARD das versuchen müsste? Voraussetzung dafür wäre allerdings, dass Jauch und seine Redaktion sich für die Wahrheit interessieren und an Tatsachen glauben: Als Grund, auf dem man stehen kann, und von dem aus man dann über Folgen, Ursachen, Interpretationen streitet.
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Der wissenschaftspolitische Sprecher des ZdK Thomas Sternberg meldet sich in der Schavan-Angelegenheit zu Wort und meint, mit Promoventen werde heute hyperkritisch umgegangen. Aber gekennzeichnete Autorenschaft von Textteilen anderer wird doch wohl noch drin sein, oder? Ich glaube auch nicht, dass die Frage danach, ob alles, was ein Autor behauptet, selbst geschrieben hat, tatsächlich von ihm kommt im wissenschaftlichen Kontext eine falsche Frage ist, wie der verlinkte Text suggeriert.
Die Zeit über Nazis im Hörsaal.
Das nächste Fernsehduell zwischen Obama und Romney ist vorrüber und dieses Mal hat der amtierende Präsident der USA mehr gepunktet als beim vorherigen Aufeinandertreffen. Die FAZ qualitätsjournalistet dazu:
Und obwohl in einer Blitzumfrage von CNN 46 Prozent der Befragten sagten, Obama habe die Debatte „gewonnen“, während nur 39 Prozent Romney vorne sahen, überzeugte Romney deutlich mehr Zuschauer davon, dass er die bessere Wirtschaftspolitik mache und auch ein besserer politischer Führer sei.
Nein, das war keine Blitzumfrage, das war eine Umfrage unter 457 bei CNN registrierten Benutzern mit einer Fehlertoleranzquote von 5%. Bei Abständen von 3% ziemlich aussagelos.
Und während ich mir die Frage stelle: Kommt die Uni Düsseldorf nach dem Vorgeplänkel noch ohne Selbstbeschädigung um einen Doktorgradsentzug umhin? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.
Hinter Annette Schavan bilden sich zwei Fronten, meint die Zeit. Die eine verteidigt sie, die andere hält sie als Bundesbildungsministerin für untragbar. Die Frage ist, wie hart man mit den kritisierten Stellen der Doktorarbeit umgeht. Das hier ist ziemlich deutlich eine plagiierte Stelle, auch wen in den Medien immer wieder kolportiert wird, es gäbe keine eindeutigen Plagiate in der Doktorarbeit. Der wissenschaftliche Betrieb muss darüber befinden, ob diese Stelle samt anderer den Entzug des Doktorgrades nach sich zieht oder nicht. Wenn der Gründer von Vroniplag die CDU auffordert, Schavan zum Rücktritt zu bewegen, klingt das aber in der Tat nach einer Plattform mit einem bestimmten Ziel.
Die FAZ depubliziert nach Julia Seeligers Allerseelen das Fernseh- und das Supermarktblog von Peer Schader und stampft beide samt und sonders ein. Die gute Nachricht ist, dass Schader unter supermarktblog.com weitermacht.
Fefe stellt mal dar, was die GEZ so einnimmt. Upsala.
Und während ich mir die Frage stelle: Was habt ihr euch von der FAZ an Verhalten erwartet? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.
