Gute Nacht da draußen, wo immer ihr auch seid.

Artikel-Schlagworte: „Blogdefinition“

Trend. Meiner.

Ich habe gerade fest­ge­stellt, dass ich seit 25 Jah­ren irgendwo hin­krit­zel, was gerade so meine Auf­merk­sam­keit fes­selt. 13 Jahre davon in ein Tage­buch, 3 Jahre auf eine Home­page und jetzt schon 10 Jahre in Blogs.

Mit der Time­line möchte Face­book sol­che Krit­ze­leien ablö­sen. Pus­te­ku­chen. Von mir wer­den sie keine der­ar­ti­gen Infor­ma­tio­nen aus ers­ter Hand bekom­men. Twit­ter hat direkte Kon­takte ermög­licht, ohne dass man jeman­den son­der­lich gut kennt. Zwar war ich mit einem Tweet eher im Spie­gel als mit einem Blo­g­ar­ti­kel, den­noch kön­nen diese kom­mer­zi­el­len Netz­werke nicht mit mei­nem Blog mit­hal­ten. Ein Ver­gleich wäre ganz sinn­los und lässt sich auch nicht über die Anzahl von öffent­li­chen Reak­tio­nen auf­fä­deln.

Blogs kön­nen immer noch höhere Wel­len schla­gen als kom­mer­zi­elle Soziale Netz­werke. Sie müs­sen das nicht, kön­nen es aber. Und sie kön­nen sich ganz unin­ter­es­siert daran zei­gen, wie stark genutzt Soziale Netz­werke wer­den oder wie stark ihre Nut­zung an Nut­zer­in­ter­esse ver­liert.

Bleibt mein Blog? Zumin­dest mein Gekrit­zel bleibt. Egal wie viele Hunde dage­gen anbel­len.

[via]
Blogkommentare

Irgend­wann beim Biblo­stati war mal wie so oft die Rede von Blogs und Denis meinte, Blogs seien für ihn alles, was unter Tex­ten eine Kom­men­tar­funk­tion zur Ver­fü­gung stellte. Das ist zwar eine sehr kurze Beschrei­bung, sie ent­hält aber wohl ein durch­aus bekann­tes Merk­mal. Heute nun schließt Lars Rei­neke mit Ver­weis auf qua­li­ta­tive Armut von Kom­men­ta­ren die Kom­men­tar­funk­tion sei­nes Blogs. Das ändert wohl nichts daran, dass er ein Blog betreibt, wirft aber die Frage auf: Wie ver­zicht­bar sind Kom­men­tare für ein Blog?

Ich mag die Mög­lich­keit, Kom­men­tare an Blog­bei­träge anhän­gen zu dür­fen, inso­fern habe ich sel­ber wenig Inter­esse daran, die Kom­men­tar­funk­tion in die­sem Blog abzu­stel­len. Es wer­den sowieso nicht son­der­lich oft Kom­men­tare hier abge­ge­ben und das hat mich nie gestört. Eine Masse an Kom­men­ta­ren wer­ten ein Blog nur schein­bar auf, es kommt eben doch auf die Qua­li­tät der Bei­träge an und die ist bei kei­nem mir bekann­ten deut­schen Blog umwer­fend hoch.

In der letz­ten Woche ist die­ser Bei­trag von mir stark fre­quen­tiert wor­den. Das Lag vor allem an einem Link, der sich auf Spie­gel Online befand, was mit sich zog, dass auf einen Schlag tau­sende Spie­gel Online-Leser den Weg auf mein Blog fan­den. Die wer­den nun keine Stamm­le­ser die­ses Blogs, was mich aber auch beru­higt: Denn, zumin­dest was die Kom­men­ta­to­ren betrifft, waren die vpn Spie­gel Online kom­men­den Leser nicht son­der­lich gut im Stande, eine kri­ti­sche, eigene Mei­nung zu ent­wi­ckeln, son­dern bezo­gen sich nur auf die Flöhe, die ihnen auf der Seite von Spie­gel Online ins Ohr gesetzt wur­den. Und das waren einige, denn der Bericht war eher rei­ße­risch und machte nicht den Ein­druck, dass der Ver­fas­ser die recht­li­che Pro­ble­ma­tik son­der­lich gut ver­stan­den hätte.
Nach 200 Kom­men­ta­ren habe ich dort die Kom­men­tar­funk­tion geschlos­sen. Nach dem ers­ten gro­ßen Schwung an Kom­men­ta­ren waren die tat­säch­lich inter­es­san­ten Aspekte zu Ende bespro­chen, die Spie­gel Online-Floh­hü­ter zogen wei­ter und übrig blieb eine dort in Rede ste­hende Per­son, die rum­trollte. In ande­ren Foren ist die durch die­sen Arti­kel ange­ris­sene Pro­ble­ma­tik weit­aus sach­li­cher bespro­chen wor­den, das finde ich so erfreu­lich wie für mein Blog schade.

Mir ist aber nicht die Laune ver­dor­ben wor­den durch die pole­mi­schen Kom­men­tare, so wenig ich in die Luft gesprun­gen bin bei mir freund­lich geson­ne­nen Lesern. Die Kom­men­tar­funk­tion dient mei­nes Erach­tens dazu, sich einer Kri­tik zu stel­len; sie soll mir selbst klar machen, ob meine vor­ge­tra­gene Posi­tion argu­men­ta­tiv in Ord­nung geht oder leicht umge­wor­fen wer­den kann. Ich bin nicht dar­auf aus, Gesin­nungs­ap­plaus zu bekom­men. Die Funk­tion stellt meine eigene Anspan­nung sicher, nicht in Geschwätz zu ver­fal­len, das keine Kri­tik mehr ver­dient.

Ich stimme Lars in sei­ner nega­ti­ven Ana­lyse von Blog­kom­men­ta­ren, sofern sie wie in mei­nem ange­spro­che­nen Arti­kel geballt auf­tre­ten, durch­aus zu. Es ist durch­aus ner­vig, den x-ten blöd­sin­ni­gen Kom­men­tar zu lesen. Aber es geht bei der Mög­lich­keit einer Kom­men­tar­funk­tion auch immer um den ein­zel­nen Geist, der einen Arti­kel kri­ti­siert, den noch nie­mand kom­men­tiert hat, der einen Punkt auf­greift, den ich plump über­gan­gen habe, der mich zwar falsch ver­steht, aber zwingt, mich genauer aus­zu­drü­cken. Blog­gen ist so der Ver­such, eine sub­jek­tive Hal­tung objek­tiv in Frage stel­len zu las­sen. Das ver­ste­hen zwar einige Kom­men­ta­to­ren nicht und miss­brau­chen die Funk­tion nahezu, aber durch deren Ver­hal­ten lasse ich mir meine Idee nicht kaputt machen.

Guten Morgen

Morgenkaffee

Sowohl Ben­ja­min Bir­ken­hake als auch Kon­stan­tin Klein füh­len sich nur in ihrem Blog rich­tig daheim und ver­fol­gen Google+ und Co. halb­her­zig, da dort Infor­ma­tio­nen quan­ti­ta­tiv und kaum qua­li­ta­tiv zusam­men­lau­fen.

Wie gewich­tet man denn über­haupt bei all den Infor­ma­tio­nen, die online unge­wich­tet raus­po­saunt wer­den? Oder wie Mar­kus bei Netz­po­li­tik fragt: Gibt es eine Filter-Blase?, die Wich­ti­ges außen vor lässt?

Fried­rich Küp­pers­busch schlägt diese Woche mal Rating-Agentur nach:

Und wäh­rend ich mir die Frage stelle: Was ist eigent­lich aus die­sem Blog­ger­ver­bund gewor­den? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

Guten Morgen

Morgenkaffee

Das Som­mer­mär­chen ist vor­bei.

Wenn das Som­mer­mär­chen vor­bei ist, kann ja das Genie­ßen des Som­mers begin­nen, wie beim Pro­vinz­kind.

Der Chatzi ist ja auch drol­lig: Nicht nur, dass der FDP-Politiker die an seine Dok­tor­ar­beit gerich­te­ten Pla­gi­ats­vor­würfe nicht ent­kräf­ten kann, er meint auch, dass, weil Pla­giate auf­ge­deckt wer­den, Aka­de­mi­ker nicht mehr Poli­ti­ker wer­den wol­len. Die Argu­men­ta­tion besagt in etwa, dass man nicht mehr ein­kau­fen geht, weil Diebe geschnappt wor­den sind .

Wann ist ein Blog ein Blog? fragt Rou­ven, ein wenig wohl, um sich über das ver­al­tete Redak­ti­ons­sys­tem der Neuen West­fä­li­schen zu wun­dern, ein wenig der Schreib­lust wegen.

Und wäh­rend ich mir die Frage stelle: Warum ist die­ser zusam­men­ge­schus­terte Kopier­blöd­sinn eigent­lich so en vogue? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

Guten Morgen

Morgenkaffee

So, melde mich wie­der vom drit­ten re:publica-Tag in Ber­lin. Ber­lin hat ja kei­nen Humor, keine eigene Küche und kein gutes Wet­ter. Dafür kann ich aus eige­ner Erfah­rung berich­ten, dass man nachts um drei noch Essen gehen oder am Obst­stand Bana­nen kau­fen kann. Und immer­hin sind die Ber­li­ner nicht scheiss­freund­lich mit ihrer Kod­der­schnautze, aber der All­tag hätte schon mehr Charme ver­dient.

Dorin Popa, der auch hier irgenwo ist, fühlt sich als Blog­ger unver­stan­den. Mich würde ja eher das Gegen­teil irri­tie­ren.

Felix Schwen­zel hat ges­tern fast kom­plett andere Sachen gese­hen als ich und da sieht man sehr schön, wie unter­schied­li­che Ein­drü­cke quasi der­sel­ben Ver­an­stal­tung ent­ste­hen.

Ich weiß gerade nicht, ob ich das schon ver­linkt habe, aber da ich’s auch zwei­mal gele­sen habe, kann ich’s auch zwei­mal ver­lin­ken: Kon­stan­tin Kleins Unbe­ha­gen mit dem vor­ge­stell­ten Ver­ein Digi­tale Gesell­schaft. Julia See­li­ger hat eine Art Vor-Ort-Bericht dazu geschrie­ben, hebt aber treff­si­cher Schwach­stel­len des Vor­ha­bens her­aus.

Und wäh­rend ich mir die Frage stelle: Will man nicht eigent­lich bes­sere inhalt­li­che Par­tei­po­li­tik und weni­ger – statt mehr – Lob­by­is­mus? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[ Foto: Luc van Gent ]

Knöllchen

Heute war ich wie­der mal auf einem Blog­ger­stamm­tisch und da kam ich mit einem Blog­ger so über Jour­na­lis­mus in der Pro­vinz ins Gespräch. Und er meinte, dass man bei die­ser Form von Jour­na­lis­mus nicht ansatz­weise von einer 4. Gewalt reden könne, gefragt sei nur ein bun­tes Blätt­chen mit Unfäl­len, Sport und Todes­an­zei­gen.

Und da warf ich ein, dass doch Antje Voll­mer just im ver­gan­ge­nen Jahr die kri­ti­sche Hal­tung der Pro­vinz­zei­tung Neue West­fä­li­sche gegen­über dem Bertelsmann-Konzern so gelobt hatte. Wobei ich ein­räumte, dass das etwas selt­sam daher kam, weil gleich einen Tag nach Ver­öf­fent­li­chung des Inter­views mit Antje Voll­mer auf der Inter­net­seite der Neuen West­fä­li­schen ein gänz­lich kri­tik­be­frei­ter Bertelsmann-Bericht ver­öf­fent­licht wurde.

Und da sagte mein Gegen­über:

Ja, rate doch mal, für wen der Sohn der Voll­mer arbei­tet.

[ Foto: ttco­p­ley - bore­dom | Crea­tive com­mence licence ]

Der Puff ist zu – Wolf Schneiders Vorliebe kurzer Wörter

wolfschneider

Wolf Schnei­der hat einen schö­nen, klei­nen Video­pod­cast über kleine Wör­ter gemacht. Er ruft dazu auf, dass Blog­ger und Jour­na­lis­ten ver­ständ­li­che Texte machen sol­len und meint, dies gelänge durch die Ver­wen­dung kur­zer Wör­ter. Wis­sen­schaft­ler und Metreo­lo­gen ver­wen­de­ten oft kom­plexe Wör­ter, die durch kurze aus­ge­tauscht das, wor­über gespro­chen wer­den soll, viel leich­ter ver­ständ­lich machen wür­den.

Dies ist zunächst ein­mal ganz rich­tig. Es gibt viele Berufs­grup­pen, die kei­nen leicht ins Ohr gehen­den Slang ver­wen­den. Wis­sen­schaft­ler und Medi­en­ma­cher gehö­ren oft­mals dazu. Ich für mei­nen Teil aber arbeite gerade an der tran­szen­den­ta­len Deduk­tion des Prin­zips der Zweck­mä­ßig­keit in Kants Kri­tik der Urteils­kraft. Das Dumme ist, kür­zer kann ich die­sen Gegen­stand nicht benen­nen, ohne wich­tige Dinge unaus­ge­spro­chen zu las­sen. Manch­mal braucht man eben ver­trackt sich anhö­rende Spra­che, um prä­zise zu sein.

Im All­tag, und neh­men wir mal durch­schnitt­li­che Blog- oder Zei­tungs­ar­ti­kel, da braucht man eine ver­ständ­li­che Spra­che. Der Leser will sich mög­lichst nicht anstren­gen beim Lesen. Nach Schnei­der sind es lange Wör­ter, die diese Auf­merk­sam­keit beein­träch­ti­gen. Ich denke, es sind vor allem Frend­wör­ter, die, sofern es pas­sende Nicht­fremd­wör­ter gibt, weg­ge­las­sen wer­den soll­ten. Deutsch­spre­cher ver­ste­hen bestimmte Begriffe ein­fach leich­ter, wenn sie nicht über eine Esels­brü­cke, wie es ein Fremd­wort ist, gehen müs­sen: Ich ver­stehe schnel­ler, was der Begriff Son­nen­en­er­gie meint, als, was der Begriff Solar­en­er­gie meint, obwohl beide das­selbe bedeu­ten. Ein­fach, weil ich schon bei Sonne bild­lich an Sonne denke. Solar erweckt kein direk­tes sol­ches Bild, wenn man nicht gerade alt­sprach­lich gebil­det ist. Ähn­lich ist die Frage Wie­viele Titel hat das Album? ver­ständ­li­cher als Wie­viele Tracks hat das Album?, auch wenn Tracks kür­zer ist als Titel.

Es kommt für eine leicht ver­ständ­li­che Spra­che also ebenso auf ver­ständ­lich gewählte Wör­ter und anre­gende Erzähl­weise an. Kurze Wör­ter kön­nen Teil davon sein, müs­sen es aber nicht.

Guten Morgen

morgenkaffee

Mar­cus Jauer kommt mit sei­nem Arti­kel Deut­sche Blog­ger stark in Bedräng­nis. Zunächst waren nur einige Leser über den kurz zur re:publica 2010 erschei­nen­den Arti­kel etwas ange­säu­ert, aber nun wird die Kri­tik lang­sam ein­schnei­dend. Spür­bar lako­nisch hatte Jauer in die­sem Arti­kel geschrie­ben:

Er habe ein wer­ti­ges Umfeld gewollt, sagt Robin Meyer-Lucht. Aber weil er von allen Blog­gern, die man getrof­fen hat, der ein­zige ist, der kon­trol­lie­ren will, womit er zitiert wird, sagt er das jetzt nicht.

Warum Jauer her­aus­hebt, das Meyer-Lucht der ein­zige sei, der kon­trol­lie­ren möchte, womit er zitiert wird, mag Inter­pre­ta­ti­ons­sa­che sein. Jeden­falls wer­den das künf­tig wesent­lich mehr Per­so­nen bei Jauer tun: Sowohl Johnny Häus­ler bei Spree­blick als auch Felix Schwen­zel bei wirres.net sagen, dass Jauer einige ihrer Zitate schlicht erfun­den hat. Und wer möchte schließ­lich schon mit­tels Post­kar­ten zitiert wer­den, die zufäl­lig in der Woh­nung hän­gen?

Die­ter Matz geht in sei­nem Blog Matz ab! fel­sen­fest davon aus, dass der HSV heute sei­nen Trai­ner Bruno Lab­ba­dia raus­wirft. [10:55h: Bruno Lab­ba­dia ist ent­las­sen.]

Und Fried­rich Küp­pers­busch wirft wie­der ein­mal einen äußerst amü­san­ten Rück­blick auf die Woche, den man ein­fach selbst ganz lesen sollte.

Und wäh­rend ich mir die Frage stelle: Wer­den eigent­lich nur dann Zei­tungs­ar­ti­kel ver­ris­sen, wenn sie auch kos­ten­los online ste­hen? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[Foto: Luc van Gent]

Wenn Blogger streiten…

Ach, Gott­chen. Schöns­tes Wet­ter­chen da drau­ßen, aber man strei­tet sich in der Blog­go­sphäre. Na, komm, keine Angriffe an die­sen Punkt schon. Ich nenne mal mit “Blo­go­sphäre” all die­je­ni­gen, die in Deutsch­land aus wel­chen Grün­den auch immer, einen Blog betrei­ben. Ohne irgend ein wei­te­res Kenn­zei­chen.

Als eine Art Dach­ver­band gab sich da die Re:publica aus, und das stößt eini­gen Blog­gern zutiefst unan­ge­nehm auf. Denn Blogs sind für viele Dar­stel­lung der eige­nen Sicht­weise. Etwas Pri­va­tes, etwas Sub­jek­ti­ves. Das gilt für das Blog des­je­ni­gen, der keine Leser hat, bis zu gro­ßen Blogs wie dem von Ste­fan Nig­ge­meier. Sehr inter­es­sant an die­ser Stelle ist es, das selbst einige Jour­na­lis­ten diese Eigen­art von Pri­vat­blogs nicht bemer­ken. Auch was Ste­fan Nig­ge­meier bloggt ist sub­jek­tiv. Es muss nicht objek­ti­ven Maß­stä­ben ange­passt sein, es muss nicht ein­mal son­der­lich aus­ge­wo­gen sein. In einer Zei­tung ist das die Leit­li­nie, selbst in Kom­men­ta­ren stört über­zo­gene Sub­jek­ti­vi­tät. Aber Blog­ger sind in ihren Blogs frei, frei nach Schnautze zu reden. Inso­fern ist ein Blog ein Refu­gium Ein­zel­ner. Und das ist auch völ­lig okay so.

Man kann nun Blogs auch offe­ner gestal­ten. Als Tech­nik­blogs oder The­men­blogs. Je weni­ger in der­ar­ti­gen Blogs stark sub­jek­tive Dar­stel­lun­gen ohne son­der­li­ches Kenn­zei­chen vor­kom­men, desto objek­ti­ver sind sie. Desto sach­ge­nauer muss aber auch gear­bei­tet wer­den. Und es sind sol­che Blogs, die tat­säch­lich der eta­blier­ten Presse in Kon­kur­renz tre­ten. Sicher­lich in äußerst gerin­gem Maße, viel gerin­ge­rer als viele das möch­ten, aber immer­hin.

Die Macher der Re:publica haben mei­nes Erach­tes den Feh­ler gemacht, die­ses nicht so her­aus­zu­stel­len. Der Slo­gan, dass jeder Presse sei, ist über­zo­gen, unge­nau. Es will ja auch gar nicht jeder Blog­ger ein Pres­se­or­gan sein. Viele sind eben nicht scharf dar­auf, eine Kon­kur­renz zur Presse dar­zu­stel­len, es ist ihnen schlicht egal. Dass sich in die­sem Fall die eta­blierte Presse pro­vo­ziert fühlt, ist nicht ver­wun­der­lich.

Das macht die Re:publica aber noch längst nicht zu einer Anma­ßung, der­art, wie pikiert der eine oder andere auf diese Kon­fe­renz rea­giert. Grund­sätz­lich finde ich es toll, wenn jemand so eine Ver­an­stal­tung auf die Beine bekommt. Diese spe­zi­elle ist sicher­lich für alle geeig­net, die sich für über das rein Sub­jek­tive hin­aus­ge­hen­den Blogs inter­es­sie­ren und infor­mie­ren wol­len. Und sicher­lich gibt es da aus­tausch­bare Erfah­run­gen und mög­li­che Trends. Oft­mals trifft man auf unaus­ge­reifte Gedan­ken, die ver­wor­den wer­den, aber genau das ist ja auch Sinn einer sol­chen Ver­an­stal­tung. Es geht nicht allein um vor­zeig­bare Erfolge. Dass die Ver­an­stal­tung natür­lich inhalt­lich kri­ti­siert wer­den sollte, steht auf einem ande­ren Blatt.

Und daher: Drau­ßen ist Sonne, holt euch alle mal wie­der ein Eis!

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Vor 5 Jahren