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Buddypress als Blog übergreifendes Netzwerk

Thomas hat beim WP-Magazin vor einigen Jahren schon mal berechtigter Weise kritisiert, dass Buddypress in sich verschlossen bleibt und die Mäglichkeit, sich zu anderen Blogs netzwerkartig zu vernküpfen nicht besteht:

Viel interessanter wäre es, wenn man durch einige Plugins (was BuddyPress ja ist, eine Pluginsammlung) einen normalen WordPress Blog zum Social Network ausbauen kann! So könnte ich nach der Installation von “BuddyPress” nicht nur Dennis hinzufügen, sondern auch alle anderen WordPress Blogs die “BuddyPress” als Plugin installiert haben. Jeder einzelne Blogger könnte mit seinem eigenen WordPress Blog sich in ein riesiges Social Network integrieren – ohne sich nochmal irgendwo anders und auf einem fremden WebServer zu registrieren. Sachen wie Microblogging würden sich sicherlich auch mit integrieren oder sogar autonom von Twitter oder Identica umsetzen lassen.

Heute morgen fiel mir ein, dass es ja ein Plugin zur Integration von RSS-Feeds gibt. Damit könnte man ja immerhin Nutzer anderer Buddypresses in die eigene Timeline ziehen. Aber ach, das Plugin ist nicht mehr up to date und funktioniert nicht.

4530

Ich habe mir mein eigenes, soziales Netzwerk gebastelt: 4530, für meinen Heimatstadtbereich, dessen frühere Postleitzahl das gewesen ist. Für andersverortete Bekannte gibt es entsprechend leute.tecklenblog.de bzw. leute.düsselblog.de.

Ich hatte ja, ehrlich gesagt, erwartet, dass man sich unter den Buddypressen miteinander vernetzen könnte, da das auch früher schon mal angedacht gewesen ist. Allerdings ist das wohl bis heute nicht bewerkstelligt worden. Sehr schade.

Dafür kosten Plugins ordentlich Kohle, die eigene Einträge nach Facebook crossposten. Damit scheint man wohl gerade Schotter machen zu können. Sei’s drum, ich tummle mich nun dort, und weniger in kommerziellen Alternativen – genau das, was ich grundsätzlich 2014 vorhatte.

You-gotta-see-Blindheit

Felix Schwenzel redet gerade von einer You-gotta-see-Blindheit und meint damit wohl ein Teilen von Inhalten, ohne selbst was dazu zu sagen, in der Meinung, andere müssten das auch unbedingt sehen. Ein solches Verhalten ist auf Facebook sehr oft anzutreffen und mit Sicherheit habe ich selbst auch schon oft bei anderen die Reaktion erzeugt

Wozu zur Hölle postet er da schon wieder sowas?

Nun ist diese Blindheit – diesen Begriff halte ich gar nicht für unpassend – eben fahrlässig: Zunächst merkt man nicht, dass man zuviel qualitativ Seichtes postet, müsste aber reflektieren, dass einem das bei Anderen stört und sein eigenes Verhalten entsprechend anpassen. (Deswegen habe ich unterschiedliche Blogs und unterschiedliche Feeds, von denen ich die wenigsten durch meine Profile bei Twitter oder Facebook sausen lasse.)

Das Projekt Is it old? scheint ja leider nicht weiter verfolgt zu werden, weil es Twitter basiert ist und mit der neuen API nicht funktioniert, war aber ein sehr guter Anzeiger dafür, ob irgendein Internetfund das Teilen wert ist. Das Phänomen scheint mir dasselbe zu sein, dass Journalisten gerade angekreidet wird, wenn bemängelt wird, dass in der Causa Lanz-Petition immer neue, aber inhaltlich nichts Neues bringende Artikel veröffentlicht werden, weil das Klickaufmerksamkeit bringt.

Wie bringt man es nun das eigene Mitteilungsbedürfnis und die akurate Empfängerbelastung in Einklang? Unterschiedliche Kanäle, auf denen nicht allesamt Dasselbe verbreitet wird, sind sicherlich eine Maßnahme. Ein Blick auf die Empfänger und deren Interessen, das man vielleicht am Feedback messen kann, wäre sicherlich auch hilfreich. Und schließlich kennt man ja auch seine Pappenheimer einigermaßen.

mdbl0g

Da lese ich doch gestern Der Trend geht zum Zweitblog von Konstantin Klein und habe noch im Ohr, dass ein Zweitblog ja insofern blöd ist, als dass man seine Informationen nicht verdoppeln könnte und insofern ein weiterer Blog so eine Sache sei, gerade für Leute wie mich, die ja schon auf vier Blogs Zeugs raushauen – DA gelange ich über ronsens.net auf das Blogsystem mdbl0g.

Und das sah schon so ziemlich genau so aus, wie ich mir ein kleines Blog so vorstelle. Nicht ganz, aber es kam meinen Wunschvorstellungen schon verdammt, verdammt nahe.

Also schwupps installiert, und es hapert etwas bei meinem Hoster, was ich von dem allerdings schon gewöhnt bin, und rumprobiert. Gefiel mir alles so sehr, dass ich auf der Basisebene meiner Nur-ich-mein-Blog-Seite diese Software installiert habe. Und damit bin ich wohl einer unter 10 Anwendern, die dazu gehören, was die Sache natürlich noch cooler macht.

Kommen wir also zu der Frage Wozu zum Geier denn noch ein Blog? Tja, so bedeutungsschwanger die Frage auch sein mag, sie lässt sich beantworten. Ich habe ein Blog für persönliche Geschichten, Fotoknipser und gelesene Bücher, eins für aktuell-öffentlich Relevantes, ein Lokalblog, dass ich nicht alleine befüttere, und nun eben das neue, das ich als Shoutbox verwende, d.h. für thematisch unrunde Gedanken, die angedacht, aber nicht in diesem Blog weiter verfolgt werden.

Wer sich beschwert, Twitter oder Facebook zu viel Zeugs zu überlassen, der überlege sich doch derart einfach einmal, sein Zeugs selbst irgendwo rauszuhauen, so klein und unsauber formuliert es auch sei. Mir macht das gerade ausgesprochen viel Spaß und es kommt dem ursprünglichen Bloggen sehr nahe. Nur das früher mehr verlinkt wurde untereinander, aber da hatten wir auch noch mehr Lametta.

ADN-Teiler-Link

Seit einiger Zeit bin ich ja auch auf app.net oder ADN unterwegs. Deswegen ist nun die Möglichkeit, Links zu Blogartikeln dieser Seite direkt über einen Klick auf app.net zu teilen, unterhalb der Artikel zu finden.

Technisch sieht der Link so aus:

https://alpha.app.net/intent/post/?text=lese gerade: <?php echo urlencode(the_title()); ?>%&url=http://2in4.de/<?php echo urlencode(the_ID()); ?>

Schriftarten der eigenen Internetseite justieren

Für diese Seite verwende ich weiterhin Google Schriftarten, d.h. wer diese Seite ansurft, steht in Verbindung zu Google. Ich sehe allein darin nicht ein so großes Problem, denn Google kriegt eh von überall her Personen referenzierende Daten.

Für andere Seiten habe ich gerade eine sehr schöne Seite verwendet, über die man Überschrift-, Zweitüberschrift- und Textschriftart passend einstellen kann: The web font blender.

[ Foto: ttcopley - boredom | Creative commence licence ]

Mein Youtube-Blog-Kanal

Nicht, dass ich wüsste, wozu das genau gut sein soll, aber Youtube stellt zu diesem Blog eine eigene Seite mit verlinkten Youtube-Videos her. Die kann man da dann auch hintereinanderweg schauen, die Funktion biete ich in dieser Seite nicht. Dafür fehlen die Videos, die woanders gehostet sind. Aber wie gesagt: Ich weiß nicht, wozu das genau gut sein soll und ich bin auch kein ausgesprochener Youtuber. Vielleicht bringt irgendwem das irgendwas.

OLG-Entscheid zu privater Foto-Urheberrechtsverletzung

Endlich gelangt die deutsche Rechtssprechung mal in realistischere Gefilde, was die Geldmacherei mit Abmahnungen im Internet angeht:

Das OLG Braunschweig hat geurteilt, dass bei Fotos, die bei eBay in Privatauktionen Urheberrechte verletzen, allenfalls ein Schadensersatz von 20€ zu entrichten ist.

Außerdem, so das Gericht,

findet die MfM Tabelle für die Berechnung des Fotografen Honorars bei privaten eBay Auktionen keine Anwendung, da die Tabelle keine Empfehlungen für die branchenüblichen Vergütungssätze und Tarife zur Überlassung von Produktfotos zum Zwecke eines privaten eBay-Verkaufs enthält.

Jetzt wäre mal ein Urteil sinnvoll, dass private Blogs nicht schlechter stellt als private eBay-Auktionen, aber es ist immerhin ein erster richtiger Schritt gemacht.

Trend. Meiner.

Ich habe gerade festgestellt, dass ich seit 25 Jahren irgendwo hinkritzel, was gerade so meine Aufmerksamkeit fesselt. 13 Jahre davon in ein Tagebuch, 3 Jahre auf eine Homepage und jetzt schon 10 Jahre in Blogs.

Mit der Timeline möchte Facebook solche Kritzeleien ablösen. Pustekuchen. Von mir werden sie keine derartigen Informationen aus erster Hand bekommen. Twitter hat direkte Kontakte ermöglicht, ohne dass man jemanden sonderlich gut kennt. Zwar war ich mit einem Tweet eher im Spiegel als mit einem Blogartikel, dennoch können diese kommerziellen Netzwerke nicht mit meinem Blog mithalten. Ein Vergleich wäre ganz sinnlos und lässt sich auch nicht über die Anzahl von öffentlichen Reaktionen auffädeln.

Blogs können immer noch höhere Wellen schlagen als kommerzielle Soziale Netzwerke. Sie müssen das nicht, können es aber. Und sie können sich ganz uninteressiert daran zeigen, wie stark genutzt Soziale Netzwerke werden oder wie stark ihre Nutzung an Nutzerinteresse verliert.

Bleibt mein Blog? Zumindest mein Gekritzel bleibt. Egal wie viele Hunde dagegen anbellen.

[via]

Blogkommentare

Irgendwann beim Biblostati war mal wie so oft die Rede von Blogs und Denis meinte, Blogs seien für ihn alles, was unter Texten eine Kommentarfunktion zur Verfügung stellte. Das ist zwar eine sehr kurze Beschreibung, sie enthält aber wohl ein durchaus bekanntes Merkmal. Heute nun schließt Lars Reineke mit Verweis auf qualitative Armut von Kommentaren die Kommentarfunktion seines Blogs. Das ändert wohl nichts daran, dass er ein Blog betreibt, wirft aber die Frage auf: Wie verzichtbar sind Kommentare für ein Blog?

Ich mag die Möglichkeit, Kommentare an Blogbeiträge anhängen zu dürfen, insofern habe ich selber wenig Interesse daran, die Kommentarfunktion in diesem Blog abzustellen. Es werden sowieso nicht sonderlich oft Kommentare hier abgegeben und das hat mich nie gestört. Eine Masse an Kommentaren werten ein Blog nur scheinbar auf, es kommt eben doch auf die Qualität der Beiträge an und die ist bei keinem mir bekannten deutschen Blog umwerfend hoch.

In der letzten Woche ist dieser Beitrag von mir stark frequentiert worden. Das Lag vor allem an einem Link, der sich auf Spiegel Online befand, was mit sich zog, dass auf einen Schlag tausende Spiegel Online-Leser den Weg auf mein Blog fanden. Die werden nun keine Stammleser dieses Blogs, was mich aber auch beruhigt: Denn, zumindest was die Kommentatoren betrifft, waren die vpn Spiegel Online kommenden Leser nicht sonderlich gut im Stande, eine kritische, eigene Meinung zu entwickeln, sondern bezogen sich nur auf die Flöhe, die ihnen auf der Seite von Spiegel Online ins Ohr gesetzt wurden. Und das waren einige, denn der Bericht war eher reißerisch und machte nicht den Eindruck, dass der Verfasser die rechtliche Problematik sonderlich gut verstanden hätte.
Nach 200 Kommentaren habe ich dort die Kommentarfunktion geschlossen. Nach dem ersten großen Schwung an Kommentaren waren die tatsächlich interessanten Aspekte zu Ende besprochen, die Spiegel Online-Flohhüter zogen weiter und übrig blieb eine dort in Rede stehende Person, die rumtrollte. In anderen Foren ist die durch diesen Artikel angerissene Problematik weitaus sachlicher besprochen worden, das finde ich so erfreulich wie für mein Blog schade.

Mir ist aber nicht die Laune verdorben worden durch die polemischen Kommentare, so wenig ich in die Luft gesprungen bin bei mir freundlich gesonnenen Lesern. Die Kommentarfunktion dient meines Erachtens dazu, sich einer Kritik zu stellen; sie soll mir selbst klar machen, ob meine vorgetragene Position argumentativ in Ordnung geht oder leicht umgeworfen werden kann. Ich bin nicht darauf aus, Gesinnungsapplaus zu bekommen. Die Funktion stellt meine eigene Anspannung sicher, nicht in Geschwätz zu verfallen, das keine Kritik mehr verdient.

Ich stimme Lars in seiner negativen Analyse von Blogkommentaren, sofern sie wie in meinem angesprochenen Artikel geballt auftreten, durchaus zu. Es ist durchaus nervig, den x-ten blödsinnigen Kommentar zu lesen. Aber es geht bei der Möglichkeit einer Kommentarfunktion auch immer um den einzelnen Geist, der einen Artikel kritisiert, den noch niemand kommentiert hat, der einen Punkt aufgreift, den ich plump übergangen habe, der mich zwar falsch versteht, aber zwingt, mich genauer auszudrücken. Bloggen ist so der Versuch, eine subjektive Haltung objektiv in Frage stellen zu lassen. Das verstehen zwar einige Kommentatoren nicht und missbrauchen die Funktion nahezu, aber durch deren Verhalten lasse ich mir meine Idee nicht kaputt machen.

April 2014
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