Guten Morgen allerseits!

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Was ich noch sagen wollte zu… Partyfotos

Heute morgen hatte ich kurz das Morgenmagazin eingeschaltet und blieb hängen, weil sie über die Facebook-Timeline etwas berichten wollen. Gute zwei Wochen, nach dem das Thema im Internet volständig durchgekaut wurde. Aber gut.

Was hatten nun die Öffis und insbesondere ihre “Internetexperten” gegen die Timeline? Partyfotos. Auf einmal könnten irgendwelche Leute alte Partyfotos anschauen, die man selbst irgendwann hochgeladen hätte, die aber eigentlich im Facebookaktualitätsfluss schon untergegangen seien.

Was haben die Öffis eigentlich gegen Partyfotos? Das scheint ja bei denen die Metapher für Angriff auf den Datenschutz zu sein. Ich hätte ja gerne mal eine Einladung auf so eine Öffi-Party, wenn da dauernd Partyfotos entstehen, die umgehend die gesellschaftliche Ächtung nach sich zögen, wenn sie veröffentlicht werden.

In der Timeline sehen derartige Fotos ja nur dann Leute, wenn man quasi erlaubt, dass diese Leute sie sehen können. Zwar ist voreingestellt, dass das alle können, aber das kann man auch einfach in den Einstellungen beheben. Und dann soll mich kehren, dass Leute, die ich als Facebook-Freunde akzeptiert haben(alle anderen kann ich ja aussperren), meine Partyfotos, die ich selbst hochegeladen habe (Verlinkungen zu anderen kann ich ja löschen), gegen mich verwenden?

Wie sagte es Sven Regener so schön: Finger weg von meiner Paranoia!

Die Facebookisierung der Gesellschaft

Neulich sprach ich mit einer Mutter. Sie sagte, sie habe eigentlich noch einen guten Draht zu ihrer Tochter. Aber es gäbe da Sachen, die verstünde sie nicht.

Letztens habe ihre Tochter Geburtstag gehabt. Da habe sie alle paar Minuten ihr Handy rausgeholt, etwas drauf rumgewischt und wieder eingesteckt. Den ganzen Tag lang. Wieso? Es kamen dauernd Glückwünsche über Facebook rein. Kein Anruf, aber 27 Einzelkommentare auf ihrem Profil. Sie fand das gut. Abends traf sie sich mit ihren Freundinnen zum Raclette-Essen. Da hatten von 9 Mädchen 7 dauernd ihr Handy in der Hand und kommunizierten – mit jeweils anderen Mädchen am Tisch.

Vielleicht wird der Nichtnerd gerade der Ausnahmefall. Derjenige, der sich von Technik vereinnehmen lässt, hierfür einerseits technisch gut orientiert ist, dafür im zwischenmenschlichen Verhalten gehemmt, zurückhaltend, unsicher und unzugänglich.

Vergangenes Wochenende traf ich auf einer Party eine junge Frau, die sich stark über ihre Schwägerin echauffierte. Alle Informationen über die Familie, Verabredungen, kleinere Neuigkeiten und so würde nämlich größtenteils inzwischen über Facebook laufen. Und die Schwägerin sei nicht bei Facebook angemeldet. Diese könne ja nun nicht erwarten, dass man sie anruft, um ihr die Neuigkeiten, die es auf Facebook zu lesen gibt, extra mitzuteilen.

Das, was eine Mehrheit macht, ist normal, auch wenn die Mehrheit plötzlich das Gegenteil von dem macht, was sie früher gemacht hat. Und plötzlich etwas normal, was der Sache nach völlig beknackt ist.

Mein neues Facebookprofil

Die neue Facebook-Timeline-Funktion ist nun für alle verfügbar und ich habe mal umgestellt. Soweit ich verstanden habe, wird das auch bald für alle umgestellt und man kann dem quasi derzeit zuvorkommen und selber gestalten bevor Facebook das selbst übernimmt. So sieht das nun bei mir aus:

Nicht so schlimm, wie mir schwante. Da waren doch einige Warnrufe durchs Internet gegangen, dass die Zeitleiste nun eine neue Art sei, online die Hosen runter zu lassen. Nun können Leute, die mich auf Facebook besuchen eben auch anhand einer Zeitleiste herausfinden, was ich auf Facebook vor Jahren hinterlassen habe. Das finde ich kaum angsteinjagend, denn: Mein Facebookprofil ist nicht derart angelegt, dass ein solches Rumsurfen sonderlich interessant wäre für Nichtstalker.

Das Ding ist also: Es ist nicht peinlich und dementsprechend latent schädlich, was da von und in Zusammenhang mit mir steht, es ist nur belanglos. Ich behaupte auch gar nicht, dass es nicht belanglos sei. Denn Belanghaftes würde ich ja gerade verbloggen. Infofern denke ich, dass diese neue Belanglosigkeit auf Facebook zurückfällt, da so viele Profile nun derart belanglos sind, dass es am zu Grunde System liegen muss.

Und genau den Gedanken halte ich für richtig: Facebook hat sich von einem Gedanken-wichtig-nehmenden-System zu einem Bilder-wichtig-nehmenden-System gewandelt. Bilder nutzen sich aber ab, wenn man sie all zu häufig betrachtet. Und da Facebook unfähig ist, eigene Gedanken zu implementieren, taug dieses System nur für begrenzte Zeit, nämlich diejenige Zeit, in der die Optik noch nicht völlig abgenutzt ist. Da ist die neue Timelinefunktion keine Rettungsboje.

Facebook-Ticker mit Adblock Plus bei Firefox deaktivieren

… funktioniert einfach mit folgendem Code, der im Plugin als neuer Filter unter Einstellungen eingefügt wird:

facebook.com##DIV[class="fbFeedTicker"]

Vom Gesichtsbuch zum Spitzelbuch

Das ist natürlich super: Facebook will künftig unter dem Namen eines Benutzers nicht nur das veröffentlichen, was dieser selber irgendwo anklickt, sondern auch irgendetwas, das man dem Nutzer zuschreibt. Sofern man auch nicht permanent Facebook-Cookies löscht, werden auch dann Nutzerdaten zu Facebook geschickt, wenn der jeweilige Nutzer gar nicht auf der Facebook-Seite eingeloggt ist.

So langsam könnten Leute, die noch über Überwachungserfahrungen aus der DDR verfügen, echt mal erläutern, wie man sich in einem Spitzelsystem so orientiert. Mir reicht’s. Facebook bekommt einen eigenen Facebook-Browser, in dem keine andere Seite angesurft wird. Mag sein, dass das wenig hilft, aber für jede Information über mich, die Facebook so nicht bekommt, ist es das wert.

Ps.: Und, wenn ich schon mal dabei bin: Google wird gegen Ixquick getauscht. Reicht für die Suchen, die ich mache. Zur Not gibt es auch noch Scroogle für die Google-Ergebnisse.

Warum Facebook die Luft ausgeht

Es gab mal im englischen Sprachraum eine sehr hübsche Seite. Benutzer konnten auf der Seite den Zeitpunkt bezeichnen, an dem eine bestimmte Fernsehserie ihren Zenit überschritten hatte. Jumping over the shark heißt das im Englischen.
Das gleiche passiert gerade mit Facebook, wie mir scheint. Anfangs war Facebook eine Antwort auf den Informationsüberfluss, der den Benutzern durch das Internet entgegenkommt: Man hatte eine begrenzte Anzahl vernetzter Nutzer, die in Gruppen Informationen austauschen konnte. Diese Strategie hatte schon in den 90ern gefruchtet und wurde in ihrer aktualisierten Form zu einem Renner.
Aber Facebook stellt keine eigenen Inhalte her und ist auf die Kreativität ihrer Nutzer angewiesen. Der Ausstoß davon aber stagniert und geht zurück: Der Informationsaustausch, die Diskussion über Gruppen ist so tot wie bei StudiVZ. Man steht vor demselben Überangebot von Bagatellinformationen, dessen Abstinenz Facebook einst so interessant machte. Das ist zumindest der Eindruck, den ich gerade habe. In meiner Timeline sind oftmals dieselben Leute, die denselben langweiligen Kram absondern.
Dagegen kann man nicht anprogrammieren, denke ich. Erst verabschieden sich die kreativen Köpfe, die Facebook eher als störend denn als hilfreich erachten, dann die Marketingmenschen, und wer immer da noch überbleibt, er wird Facebook nicht wiedererhypen können.
Das klingt sicherlich etwas defäitistisch, aber das nächste große Ding wird kommen, keine Sorge.

Die Pro-Guttenberg-Facebook-Gruppe

… ist Teil einer Blödzeitungskampagne. Und ich hatte mich schon über diese merkwürdigen Facebook-Profile gewundert, die irgendwie nur wegen dieser Gruppe zu existieren scheinen. Wie Woel Sig oder Karl Napp oder  Karin Mertges oder Süleymann Alla oder Katharina Müller Schweigt  oder Silke Hoffmann oder Udo Walther oder Josef Kraus

Facebook ähnelt immer mehr meiner Freundin

facebookverwirrung

A life on facebook

Guten Morgen

morgenkaffee

In Italien kann die Polizei ohne richterliche Zustimmung Facebook-Profile durchschnüffeln. Das berichtet L’espresso in ihrer vorgestrigen Ausgabe, hier in deutscher Google-Übersetzung. Die italienische Regierung habe hierzu mit Facebook eine entsprechende Übereinkunft getroffen. [via]

Hans Paul Nosko kümmert sich in der Wiener Zeitung mal um die Philosophie eines Busfahrers.

Satire ist momentan in Deutschland wieder augenfällig: WDR-Mitarbeiter persiflieren die hauseigene WDR-Print mit einer eigenen Ausgabe, die mit dem irrigen Gedanken spielt, beim WDR könne man in Zukunft Programm unabhängig von Quote und abhängig von Qualität machen. Die Titanic dagegen warnt vor adeligen Sexualverbrechen.

Und während ich mir die Frage stelle: Wann klopfen wohl deutsche Behörden an Facebooks Tür? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

[Foto: Luc van Gent]

April 2014
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