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Guten Morgen

Morgenkaffee

Mittlerweile läuft die Facebook-Aktie besser.

@leitmedium schreibt über die Chronik eines angekündigten Parteiaustritts bei der Piratenpartei.

Die 11freunde lehren uns, wie man vergleichbare Abschiede im Profifussball erkennt:

Und während ich mir die Frage stelle: Ist Offenheit heute schon ein Gesichtsverlust? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

Guten Morgen

Morgenkaffee

Nu 8% der Nutzer vertrauen nach einer Umfrage Facebook. Wen wundert’s, wenn man sich den Ermittlungsbehörden derart anbietert?

Nachdem gestern der CSU-Anrufer zurückgetreten ist, hakt die SZ dennoch bei der CSU weiter nach und wirft einen Blick auf das ZDF.

Was raucht man eigentlich bei der WELT frage ich mich ja be diesem realitätsverdrängtem Text:

Die Welt der Informationsangebote im Internet war lange Zeit für viele ihrer Nutzer eine Sphäre der kostenfreien Angebote. [...] Doch diese Zeit ist längst vorbei.

Nee, die Zeit geht weiter – nur weitestgehend ohne DIE WELT. Man muss gute Gründe klar machen können, wenn man ein Produkt verkaufen will, nicht solch holes Werthaltigkeitsgelaber.

Und während ich mir die Frage stelle: Auf wen werden die Verleger denn wohl als nächstes sauer? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

Weniger Leser für Facebook-Seiten

Hm, Facebook schraubt also die Sichtbarkeit von Facebook-Seiten für einzelne Benutzer runter, die diese wieder über Extra-Listen auf den alten Stand hochschrauben können. Was aber wohl kaum jemand machen wird, der nicht selbst eine Facebook-Seite betreut.

Listen gibt es wohl schon seit März und sind mir zumindest bislang gar nicht aufgefallen. Durch die neuen Umstellungen hat sich laut Facebook die Anzahl derer, die über Facebook die einzelnen Artikel dieser Seite gesehen haben, halbiert.

Stört mich nicht weiter, dort wird eh nicht kommentiert, maximal gelesen. Und als Feed-Reader halte ich Facebook immer noch für ungeeignet. Und wer zahlt nun Kohle für einen so runtergeschraubten und unausgereiften Service?

Was ich noch sagen wollte zu… Partyfotos

Heute morgen hatte ich kurz das Morgenmagazin eingeschaltet und blieb hängen, weil sie über die Facebook-Timeline etwas berichten wollen. Gute zwei Wochen, nach dem das Thema im Internet volständig durchgekaut wurde. Aber gut.

Was hatten nun die Öffis und insbesondere ihre “Internetexperten” gegen die Timeline? Partyfotos. Auf einmal könnten irgendwelche Leute alte Partyfotos anschauen, die man selbst irgendwann hochgeladen hätte, die aber eigentlich im Facebookaktualitätsfluss schon untergegangen seien.

Was haben die Öffis eigentlich gegen Partyfotos? Das scheint ja bei denen die Metapher für Angriff auf den Datenschutz zu sein. Ich hätte ja gerne mal eine Einladung auf so eine Öffi-Party, wenn da dauernd Partyfotos entstehen, die umgehend die gesellschaftliche Ächtung nach sich zögen, wenn sie veröffentlicht werden.

In der Timeline sehen derartige Fotos ja nur dann Leute, wenn man quasi erlaubt, dass diese Leute sie sehen können. Zwar ist voreingestellt, dass das alle können, aber das kann man auch einfach in den Einstellungen beheben. Und dann soll mich kehren, dass Leute, die ich als Facebook-Freunde akzeptiert haben(alle anderen kann ich ja aussperren), meine Partyfotos, die ich selbst hochegeladen habe (Verlinkungen zu anderen kann ich ja löschen), gegen mich verwenden?

Wie sagte es Sven Regener so schön: Finger weg von meiner Paranoia!

Die Facebookisierung der Gesellschaft

Neulich sprach ich mit einer Mutter. Sie sagte, sie habe eigentlich noch einen guten Draht zu ihrer Tochter. Aber es gäbe da Sachen, die verstünde sie nicht.

Letztens habe ihre Tochter Geburtstag gehabt. Da habe sie alle paar Minuten ihr Handy rausgeholt, etwas drauf rumgewischt und wieder eingesteckt. Den ganzen Tag lang. Wieso? Es kamen dauernd Glückwünsche über Facebook rein. Kein Anruf, aber 27 Einzelkommentare auf ihrem Profil. Sie fand das gut. Abends traf sie sich mit ihren Freundinnen zum Raclette-Essen. Da hatten von 9 Mädchen 7 dauernd ihr Handy in der Hand und kommunizierten – mit jeweils anderen Mädchen am Tisch.

Vielleicht wird der Nichtnerd gerade der Ausnahmefall. Derjenige, der sich von Technik vereinnehmen lässt, hierfür einerseits technisch gut orientiert ist, dafür im zwischenmenschlichen Verhalten gehemmt, zurückhaltend, unsicher und unzugänglich.

Vergangenes Wochenende traf ich auf einer Party eine junge Frau, die sich stark über ihre Schwägerin echauffierte. Alle Informationen über die Familie, Verabredungen, kleinere Neuigkeiten und so würde nämlich größtenteils inzwischen über Facebook laufen. Und die Schwägerin sei nicht bei Facebook angemeldet. Diese könne ja nun nicht erwarten, dass man sie anruft, um ihr die Neuigkeiten, die es auf Facebook zu lesen gibt, extra mitzuteilen.

Das, was eine Mehrheit macht, ist normal, auch wenn die Mehrheit plötzlich das Gegenteil von dem macht, was sie früher gemacht hat. Und plötzlich etwas normal, was der Sache nach völlig beknackt ist.

Mein neues Facebookprofil

Die neue Facebook-Timeline-Funktion ist nun für alle verfügbar und ich habe mal umgestellt. Soweit ich verstanden habe, wird das auch bald für alle umgestellt und man kann dem quasi derzeit zuvorkommen und selber gestalten bevor Facebook das selbst übernimmt. So sieht das nun bei mir aus:

Nicht so schlimm, wie mir schwante. Da waren doch einige Warnrufe durchs Internet gegangen, dass die Zeitleiste nun eine neue Art sei, online die Hosen runter zu lassen. Nun können Leute, die mich auf Facebook besuchen eben auch anhand einer Zeitleiste herausfinden, was ich auf Facebook vor Jahren hinterlassen habe. Das finde ich kaum angsteinjagend, denn: Mein Facebookprofil ist nicht derart angelegt, dass ein solches Rumsurfen sonderlich interessant wäre für Nichtstalker.

Das Ding ist also: Es ist nicht peinlich und dementsprechend latent schädlich, was da von und in Zusammenhang mit mir steht, es ist nur belanglos. Ich behaupte auch gar nicht, dass es nicht belanglos sei. Denn Belanghaftes würde ich ja gerade verbloggen. Infofern denke ich, dass diese neue Belanglosigkeit auf Facebook zurückfällt, da so viele Profile nun derart belanglos sind, dass es am zu Grunde System liegen muss.

Und genau den Gedanken halte ich für richtig: Facebook hat sich von einem Gedanken-wichtig-nehmenden-System zu einem Bilder-wichtig-nehmenden-System gewandelt. Bilder nutzen sich aber ab, wenn man sie all zu häufig betrachtet. Und da Facebook unfähig ist, eigene Gedanken zu implementieren, taug dieses System nur für begrenzte Zeit, nämlich diejenige Zeit, in der die Optik noch nicht völlig abgenutzt ist. Da ist die neue Timelinefunktion keine Rettungsboje.

Facebook-Ticker mit Adblock Plus bei Firefox deaktivieren

… funktioniert einfach mit folgendem Code, der im Plugin als neuer Filter unter Einstellungen eingefügt wird:

facebook.com##DIV[class="fbFeedTicker"]

Vom Gesichtsbuch zum Spitzelbuch

Das ist natürlich super: Facebook will künftig unter dem Namen eines Benutzers nicht nur das veröffentlichen, was dieser selber irgendwo anklickt, sondern auch irgendetwas, das man dem Nutzer zuschreibt. Sofern man auch nicht permanent Facebook-Cookies löscht, werden auch dann Nutzerdaten zu Facebook geschickt, wenn der jeweilige Nutzer gar nicht auf der Facebook-Seite eingeloggt ist.

So langsam könnten Leute, die noch über Überwachungserfahrungen aus der DDR verfügen, echt mal erläutern, wie man sich in einem Spitzelsystem so orientiert. Mir reicht’s. Facebook bekommt einen eigenen Facebook-Browser, in dem keine andere Seite angesurft wird. Mag sein, dass das wenig hilft, aber für jede Information über mich, die Facebook so nicht bekommt, ist es das wert.

Ps.: Und, wenn ich schon mal dabei bin: Google wird gegen Ixquick getauscht. Reicht für die Suchen, die ich mache. Zur Not gibt es auch noch Scroogle für die Google-Ergebnisse.

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