Wulff, Christian — Ganz oben, ganz unten

Man muss die ers­ten 100 Sei­ten die­ses Schmö­kers über­le­ben, sowie die unkri­ti­sche Hal­tung zu Par­tei­en­de­mo­kra­tie und der eige­nen Rol­le als Bun­des­prä­si­dent nicht auf die Gold­wa­ge legen, dann geht es bei Chris­ti­an Wulff zur Sache:
  1. Sei­ne Aus­füh­run­gen zum The­ma Inte­gra­ti­on lie­fern den Unter­bau zur Behand­lung des The­mas als Bun­des­prä­si­dent und zei­gen, dass er mit die­sem The­ma bis­lang bes­ser punk­ten konn­te als sein Nach­fol­ger Gauck mit dem The­ma “Frei­heit”.
  2. Sei­ne Aus­füh­run­gen zur christ­li­chen Inter­pre­ta­ti­on vom gesell­schaft­li­chen Mit­ein­an­der sind beach­tens­wert — gera­de in direk­ter Kon­fron­ta­ti­on zu fundamentalistisch-christlichen Stim­men aus Deutsch­land.
  3. Sei­ne Manö­ver­kri­tik vor allem an “Blöd­zei­tung” (Paul Stö­ver), SPIEGEL und FAZ wer­fen die Fra­ge auf, wes­we­gen es bei den ent­spre­chen­den Ver­la­gen nichts, aber auch gar nicht gege­ben hat, um den Qua­li­täts­jour­na­lis­mus nicht an der Nase durch die Mane­ge zu schlei­fen; Gerüch­te wur­den wie Tat­sa­chen behan­delt, Ent­las­ten­des unter den Tisch fal­len gelas­sen, dro­hen­de Nega­tiv­schlag­zei­len als Erpres­sungs­ge­gen­stand genutzt. Man hat ohne Zwang die Hosen run­ter gelas­sen.

Und so schreibt Peer Stein­brück über das Buch:

Mit einem gewis­sen Abstand stel­len sich der ‘Abschuss’ und die Ent­wür­di­gung von Chris­ti­an Wulff als Skan­dal eines gewalt­tä­ti­gen Jour­na­lis­mus im Umgang mit einem Poli­ti­ker dar. […] Die Spiegel-Affäre vor über 50 Jah­ren war schlecht­hin der Skan­dal der Poli­tik im Umgang mit einem kri­ti­schen Jour­na­lis­mus und der Pres­se­frei­heit. Jetzt ist es umge­kehrt.

Bei der FAZ ist Jür­gen Kau­be vom Buch nicht begeis­tert. Wen wundert’s.

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Frau Mer­kel lässt auf der CeBit ihre Wahl­ver­spre­chen unter den Tisch fal­len: Bis 2010 soll­te in Deutsch­land über­all Breitband-Internet ver­füg­bar sein.

Wer hat’s gemacht? Die FDP setzt sich mit den Schön­fär­be­rei­en im Armuts­be­richt der Bund­e­re­gie­rung durch.

Peer Stein­brück hat wohl gera­de auf der CeBit irgend­was von der Über­ar­bei­tung des Leis­tungs­schutz­rechts erzählt. Na, dann.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Wen fängt man den wahl­kampf­tech­nisch auf der CeBit ein? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Cas­ca­da fährt mit Glo­rious zum Euro­vi­si­on Song Con­test nach Mal­mö. Hat man auch irgend­wie alles schon mal so gehört, was in dem Lied drin ist.

Bei Maisch­ber­ger woll­te Matus­sek dar­auf aus, dass Eltern ihre Kin­der auf der Suche nach Wer­ten in katho­li­sche Kin­der­gär­ten schi­cken, und kriegt von Flie­ge pro­vo­kant ein­ge­schenkt, dass dies eher des­we­gen wäre, weil katho­li­sche Kin­der­kär­ten tür­ken­freiwären.

Ulrich Horn beleuch­tet die Berater- und Bera­tungs­ka­ta­stro­phen bei Peer Stein­brück.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Was wür­de eigent­lich pas­sie­ren, wenn Spit­zen­po­li­ti­ker ohne Bera­ter Wahl­kampf mach­ten? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Ulrich Horn beleuch­tet den Kol­le­te­ral­scha­den des Peer­blogs, ein Blog, das angeb­lich unab­hän­gig den Wahl­kampf Peer Stein­brücks unter­stüt­zen soll­te. Die ver­mu­te­te Nähe zum Blog Wir-in-NRW, wor­über im NRW-Wahlkampf 2010 mas­siv Indis­kre­tio­nen aus dem CDU-Umfeld ver­öf­fent­licht wur­den, sowie die unge­klär­te Finan­zie­rung brin­gen nun die SPD in Zwie­licht. Und dass die CDU gegen die­se Ange­le­gen­heit nicht mit einem Unter­su­chungs­aus­schuss vor­geht, spricht auch Bän­de.

Ich hat­te mich auch schon gewun­dert, wie unrea­lis­tisch im Fern­se­hen Ding­fest­ma­chun­gen von Kri­mi­nel­len geschil­dert wer­den. Meist guckt der zustän­di­ge Ermitt­ler ruhig und grim­mig, wäh­rend man selbst meint, dass die Vor­wür­fe ziem­lich halt­los sind und in der Luft zer­fetzt wer­den kön­nen. Und nun dies: Der 10jährige, der in den USA sei­nen rechts­ra­di­ka­len Vater erschoß, hat sich argu­men­ta­tiv an US-Krimiserien ori­en­tiert.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Soll­te man den Kin­dern in der Schu­le nun auch mal bei­brin­gen, dass das Fern­se­hen lügt? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Das Unwort des Jah­res ist Opfer-Abo, eine Aus­drucks­wei­se, die auf Jörg Kachel­mann zurück geht.

Die Sui­zid­ra­te ame­ri­ka­ni­scher Sol­da­ten ist auf dem Höchst­stand.

Chris­toph Seils schlüs­selt auf, dass Peer Stein­brück nicht das größ­te Pro­blem der SPD ist. Aber er ist eins.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Wie könn­te die SPD denn noch sinn­voll umschwen­ken? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Auf der Anzei­gen­ta­fel von Ajax Ams­ter­dam prang­te am Wochen­en­de ein Gedicht der Kin­der des getö­te­ten Schieds­rich­ters.

Felix Schwen­zel regt sich ver­ständ­li­cher­wei­se dar­über auf, wie man als Leser von SPIEGEL vom ePa­per grund­los auf die Inter­net­sei­te geschubst wird, ohne dort das Ver­wie­se­ne zu sehen zu bekom­men. Reizt mich als Wenig-SPIEGEL-Leser nicht, mei­ne Hal­tung zu über­den­ken.

Micha­el Spreng erläu­tert, dass Peer Stein­brück sowie­so nur unter bestimm­ten Bedin­gun­gen Kanz­ler wer­den könn­te.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Ist der Fuß­ball noch zu ret­ten? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Heu­te geht die Amts­zeit von Nor­bert Rött­gen zuen­de. Dazu fällt Chris­toph Süß rück­bli­ckend was ein. Jakob Schlandt stellt die berech­tig­te Fra­ge, was Nach­fol­ger Alt­mai­er inner­halb eines Jah­res über­haupt bewir­ken soll.

Der Fefe des Tages ist heu­te die Erklä­rung, wes­we­gen in Ber­li­ner Sta­tis­ti­ken die Kri­mi­na­li­tät durch Aus­län­der gestie­gen ist. Tut echt weh. Kom­men Sie nie drauf:

Die Ber­li­ner Kri­mi­nal­sta­tis­tik hat über vie­le Jah­re Tat­ver­däch­ti­ge ohne Anga­ben zur Natio­na­li­tät ein­fach als aus­län­di­sche Tat­ver­däch­ti­ge erfasst. Jetzt stellt sich her­aus, dass 85 Pro­zent die­ser Täter Deut­sche waren.

Au weia

. Neben dem Fefe des Tages haben wir heu­te auch einen Horn des Tages:

So erfolg­reich, wie das Wahl­er­geb­nis glau­ben macht, waren sie [die SPD, CH] gar nicht, wie der Göt­tin­ger Par­tei­en­for­scher Franz Wal­ter dar­legt. Kraft konn­te nur mage­re 23 Pro­zent der Wahl­be­rech­tig­ten bewe­gen, SPD zu wäh­len. Damit lag sie sogar noch 0,1 Pro­zent unter dem Ergeb­nis, mit dem Peer Stein­brück 2005 die Land­tags­wahl ver­lor und die 39jährige SPD-Ära in NRW been­de­te.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Wie bewer­tet man dann erst die 26% der NRW-CDU hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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