Artikel-Schlagworte: „Qualitätsjournalismus“
- Flüchtlinge in Berlin: Polizei verbietet Decken und Iso-Matten – SPIEGEL ONLINE
- FDP-Politiker Baum wird 80 – WDR.de Ich bin in bestimmten Situationen ja auch so etwas wie ein zorniger alter Mann. Ich habe mehrere Jahrzehnte politische Ämter in der FDP gehabt. Ich nehme mir jetzt das Recht heraus, die FDP zu fordern, eine wirklich liberale Partei zu sein.
- annalist » Online-Tristesse Alan Rusbridger, Chefredakteur des Guardian, hat die Frage, wie das mit dem Geld denn gehen soll, in Berlin vor zwei Jahren sehr souverän beantwortet. Sinngemäß hat er freundlich lächelnd erklärt, dass er als Chefredakteur Journalist sei und die Aufgabe habe, guten Journalismus zu machen. Für’s Geldverdienen seien andere zuständig. Einer der wenigen deutschen Chefredakteure, die was vom Netz verstehen, Wolfgang Blau, wechselt jetzt zum Guardian. Das spricht für sich und hinterlässt in der deutschen Medienlandschaft eine Lücke.
- SPRENGSATZ » Die sprachlose Partei Die Piraten setzen auch keine Themen. Sie beschäftigen sich nicht mit den Problemen der Menschen, sondern mit sich selbst.

- Aus dem Maschinenraum: Die Flüchtigkeit digitaler Besitztümer – FAZ
- Bundesregierung will Auskunft über IP-Adressen neu regeln | heise online
- Wegen Untreue: Bewährungsstrafe für Ex-Minister Funke | Rheinische Post
- Warum die Internetseite der New York Times in China nicht mehr erreichbar ist | Kscheib
- CSU-Sprecher Strepp zurückgetreten: Aus für den Streppenzieher – taz.de Das Verhalten der Journalisten erinnert an die Wulff-Affäre.
- Onlinejournalismus – der Liebling der PR PR-Material wird einfach übernommen – Hauptsache, es klickt.
Nu 8% der Nutzer vertrauen nach einer Umfrage Facebook. Wen wundert’s, wenn man sich den Ermittlungsbehörden derart anbietert?
Nachdem gestern der CSU-Anrufer zurückgetreten ist, hakt die SZ dennoch bei der CSU weiter nach und wirft einen Blick auf das ZDF.
Was raucht man eigentlich bei der WELT frage ich mich ja be diesem realitätsverdrängtem Text:
Die Welt der Informationsangebote im Internet war lange Zeit für viele ihrer Nutzer eine Sphäre der kostenfreien Angebote. [...] Doch diese Zeit ist längst vorbei.
Nee, die Zeit geht weiter – nur weitestgehend ohne DIE WELT. Man muss gute Gründe klar machen können, wenn man ein Produkt verkaufen will, nicht solch holes Werthaltigkeitsgelaber.
Und während ich mir die Frage stelle: Auf wen werden die Verleger denn wohl als nächstes sauer? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.
Journalisten größerer Zeitungen wollen intensiver sich gegenseitig verlinken.
Der Bayrische Landtag berät heute über den CSU-Anruf beim ZDF.
Hm, und sonst noch so heute?
Heute ist Welt-Nudel-Tag! Was ist eure Lieblingsnudelsorte? Welcher Nudeltyp bist du? Erzähl uns dein Lieblingsnudelrezept. Blablabla.
— Tillmann Allmer (@tristessedeluxe) Oktober 25, 2012
Und während ich mir die Frage stelle: Wenn die CSU dem ZDF gegenüber so auftritt, wie ist das erst bei bayrischen Medien? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.
So langsam geht es mir richtig auf den Keks, das Märchen davon, dass die Seite Google News Werbeeinnahmen generiere. Man muss nur auf die Seite schauen und sieht: Da erscheint keine Werbung. Die Lüge, dass dort Werbung stünde, geistert aber seit geraumer Zeit durch die Gazetten. Anfangs ignorierte ich das noch, weil ich an einen einmaligen Schlag unter die Gürtellinie hielt. Aber das Lügen hört nicht auf. Heute lässt Die Zeit mit dieser Meldung die Hosen runter
Die Verlage wollen an diesen Einnahmen beteiligt werden.
Mittlerweile ist das kein Faux pas mehr, das ist eine gewollte Fehlberichterstattung. Dieser Angriff auf die Gutgläubigkeit von Lesern stinkt, liebe ZEIT.
Der wissenschaftspolitische Sprecher des ZdK Thomas Sternberg meldet sich in der Schavan-Angelegenheit zu Wort und meint, mit Promoventen werde heute hyperkritisch umgegangen. Aber gekennzeichnete Autorenschaft von Textteilen anderer wird doch wohl noch drin sein, oder? Ich glaube auch nicht, dass die Frage danach, ob alles, was ein Autor behauptet, selbst geschrieben hat, tatsächlich von ihm kommt im wissenschaftlichen Kontext eine falsche Frage ist, wie der verlinkte Text suggeriert.
Die Zeit über Nazis im Hörsaal.
Das nächste Fernsehduell zwischen Obama und Romney ist vorrüber und dieses Mal hat der amtierende Präsident der USA mehr gepunktet als beim vorherigen Aufeinandertreffen. Die FAZ qualitätsjournalistet dazu:
Und obwohl in einer Blitzumfrage von CNN 46 Prozent der Befragten sagten, Obama habe die Debatte „gewonnen“, während nur 39 Prozent Romney vorne sahen, überzeugte Romney deutlich mehr Zuschauer davon, dass er die bessere Wirtschaftspolitik mache und auch ein besserer politischer Führer sei.
Nein, das war keine Blitzumfrage, das war eine Umfrage unter 457 bei CNN registrierten Benutzern mit einer Fehlertoleranzquote von 5%. Bei Abständen von 3% ziemlich aussagelos.
Und während ich mir die Frage stelle: Kommt die Uni Düsseldorf nach dem Vorgeplänkel noch ohne Selbstbeschädigung um einen Doktorgradsentzug umhin? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.
Ein seltsamer Text ist es, den Marin Majica da bei der Berliner Zeitung online gestellt hat. Die recht pubertäre Denkmuster habende Blogosphäre ist sein Sandsack, verteidigen möchte er gegen sie Sascha Lobo, ein Werber, der für ihn genialische Züge hat. Soviel mal zu kritischem Journalismus. Aber auch Lobo kriegt irgendwie sein Fett weg, als Majica Lobo wie folgt zitiert:
“Ich habe schon immer gesagt, dass eine Kultur wie die Blogkultur nur langfristig bestehen kann, wenn es auch die Möglichkeit gibt, damit Geld zu verdienen.” Generation Upload – dabei hat er wohl vor allem an sein Konto gedacht.
Und anstatt an dieser Stelle mal nachzufragen, aus welchem Kaffeesatz Sascha Lobo denn diese haltlose Behauptung ausgelesen hat, kommentiert Majica unaufgefordert, als habe er eine kritische Frage zu beantworten:
Warum nicht.
Ja, warum wohl nicht?! Da, wo kritisches Nachfragen und Ansatz eines ernhaften Textes beginnt, hört Majica rauf. Aber sowas hatte Majica wohl auch gar nicht im Sinn, schliesslich bejubelt er Lobo als abstandhaltender Anführer der Twitter-Charts von Jens Schröder hoch, auch wenn er das dort längst nicht mehr ist und inzwischen schon von Reiner Calmund überrundet wurde.
Aber so genau wollen wir’s auch nicht nehmen. Wir wollen nur ein wenig quatschen.
