Guten Morgen allerseits!

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Spiegel online zwischen Tweet und Tweed

Ich denke ja, dass der Fehler hier auf Seiten des Spiegels liegt:

Aktualisierung
Das hat man dann beim Spiegel auch gleich eingesehen.

Was ich noch sagen wollte zu… Spiegeldemokratie

Fefe hat heute ganz lesenswert SPIEGEL-Schelte betrieben zu einem Artikel von Wolfgang Kaden, der sich gegen Elemente der sogenannten direkten Demokratie, wie Volksabstimmungen, wendete. Die Argumentationslinie von Kaden ist erstaunlich leicht, aber vielleicht bezüglich der Publikation angemessen. Möglicherweise kann man mit direkten Volksabstimmungen nicht alle Reformen umsetzen, die man in der Politik will. Aber das ist für sich genommen kein überzeugendes Argument, nur ein Vorurteil.

Kaden schließt seine Polemik wie folgt:

Der Weg, der mit solchen Volksbefragungen oder -entscheiden eingeschlagen würde, führt weg von der Ratio des Grundgesetzes. Wer ihn geht, der macht das Land noch weniger fähig zu Veränderung als es ohnehin schon ist. Und er schwächt es im internationalen Standortwettbewerb.

Woher weiß Kaden sowas? Warum sollten Bürger unfähig sein, bei Entscheidungen den internationalen Wettbewerb, soweit es ihnen nötig erscheint, zu berücksichtigen? Bürger entscheiden oftmals wesentlich wohlüberlegter, als es Kader es in Erwägung zieht. Das ist aber nur ein Problem von Kader, der in diesem Text nur seine Vorurteile spiegelt.

Und wenn direkte Demokratien weg von der Ratio des Grundgesetzes führt, so sei bei dieser Grundgesetzromantik auch mal gesagt: Das muss nichts negatives sein, schließlich ist die Gesellschaft heute eine ganz andere als die damalige.

Guten Morgen

morgenkaffee

Ist Bundespräsident Christian Wulff nur mit illegalen Spenden Ministerpräsident von Niedersachsen geworden? Zur Untersuchung dieser Frage fanden nun Razzien in 16 Gebäuden in Hannover statt.

Der Spiegel reagiert auf die über Blogs gelaufene Kritik an Spiegel TV.

Die niederländische FARC-Aktivistin Tanja Nijmeier ist nach Zeitungsberichten tot.

Und während ich mir die Frage stelle: Wann hat ein neuer Bundespräsident jemals soviele Negativschlagzeilen zu Beginn seiner Amtszeit gemacht wie Wulff? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

[Foto: Luc van Gent]

Alle Ausländer sind herzlich willkommen. – Ach so, nur die Muslime nicht!

Hach, herrlich.  Es ist doch immer wieder schön mitanzusehen, wie junge Deutsche ihre argumentativen Fähigkeiten ausspielen: Hier, indem sie einem populisitsch auftretenden “Reporter” des rechten Blogs Politically Incorrect voll vor die Wand laufen lassen:

[via]

Was ich noch sagen wollte zur… Debattenanregungsausrede

Als die Familienministerin Kristina Schröder vor kurzem zwitscherte, wie könne man es denn als gerecht ansehen, wenn Hartz-4-Empfänger soviel Geld vom Staat erhalten wie andere in unterbezahlten Billigjobs, da meinte sie nachher rechtfertigend, sie habe immerhin mit ihrer Äußerung eine Debatte eingeleitet.

Jetzt durfte sich der Spiegel Mitchefredakteur Mathias Müller von Blumencron die Frage gefallen lassen, wie das Lifestylemagazin SPIEGEL denn dazu komme, einem Rechtsausleger wie Thilo Sarrazin ein derartiges Podium für seine abstrusen Thesen zu bieten. Und auch Müller von Blumencron zog in dieser Bedrängnis die Debattenanregungskarte:

taz: Herr Müller von Blumencron, warum gibt sich der Spiegel für den Vorabdruck des neuen Buchs von Thilo Sarrazin her?

Mathias Müller von Blumencron: Das war keine leichte Entscheidung, wir haben darüber intensiv in der Redaktion debattiert. Auch ich habe lange mit mir gerungen. Sie können sich denken, dass ich den Text weder inhaltlich noch im Ton teile. Er widerspricht meinen Vorstellungen von einer offenen Gesellschaft und der Zukunft dieses Landes diametral. Aber so ist das bei Meinungstexten: Um Debatten einzuleiten, müssen wir auch Beiträge drucken, mit deren Aussagen wir nicht einverstanden sind.

Als ob gerade produktiv über Chancenverbesserung für Immigranten diskutiert würde und nicht über durch angeblich kritische Medien hinausposaunte Fremdenfeindlichkeit. Da kann man mal sehen, wie hirnrissig es ist, sich bei der Rechtfertigung der verantwortlichen Veröffentlichung von Texten nur darauf zu beziehen, dass man eine Debatte angeregt habe. Denn mit diesem Argument müsste der SPIEGEL Leuten wie Claus Cremer von der NPD geradezu eine Kolumne anbieten. Unqualifizierte, rechtslastige Debatten wären dadurch genauso garantiert wie bei Thilo Sarrazin.

Und was das verantwortliche Publizieren von Texten angeht, das soll man sich beim Lesen des SPIEGELs inzwischen selber dazu denken. Das schreiben die nicht mehr explizit rein. Offenbar hat Müller zu Blumencron nicht mal die Frage der taz in ihrer Tragweite verstanden. So wenig wie der Protagonist in Des Kaisers neue Kleider gemerkt hat, dass er nackt war.

Guten Morgen

morgenkaffeeDer Spiegel schreibt über ein dramatisches Ausmaß, dass der Bau des neuen Stuttgarter Bahnhofs mit sich bringen könnte:

Ein von der Deutschen Bahn selbst in Auftrag gegebenes Gutachten eines Stuttgarter Ingenieurbüros war zu dem Ergebnis gekommen, dass der Untergrund in der baden-württembergischen Hauptstadt für das Projekt ungeeignet sei, da er voller Hohlräume sei, in die das Grundwasser bei den unterirdischen Sprengungen gelangen würde. Für den “Stern” hat der Tübinger Geologe Jakob Sierig das Gutachten analysiert. Sein Schluss: “Bei ‘Stuttgart 21′ geht es nicht um mögliche Risse in Häusern, es geht um mögliche Krater, in denen Häuser verschwinden können. Es geht um Menschenleben.”

Arno Frank findet das neue Album von Wir sind Helden ein Meisterwerk.

Lars Reineke erzählt von seinem Urlaubstrip in die Niederlande.

Der STERN gesteht dem neuen Improcomedyprojekt von Cordula Stratmann und Annette Frier noch Entwicklungspotential zu.

Denis macht sich Gedanken zu Döner, Donner und Doria.

Und während ich mir die Frage stelle: Wie schaffen die es eigentlich immer, soviele Stuttgarter auf die Beine zu bringen? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

[Foto: Luc van Gent]

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