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Artikel-Schlagworte: „Stefan Niggemeier“



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Guten Morgen

morgenkaffee

Mehrere Personen haben Klage gegen den Polizeieinsatz am 30. September in Stuttgart eingereicht – und fühlen sich nun durch die Polizei bedroht. Derweil drohen die Schlichtungsgespräche zu scheitern, da neue Betonteile geliefert werden. CDU und FDP haben sich zudem gegen einen Volksentscheid entschieden. Die wissen wohl, dass sie keine Mehrheit für ihre Politik mehr bekommen.

Lesenswert: Das gestrige Altpapier von Stefan Niggemeier.

Männer sind häufiger depressiv als Frauen.

Rome konstatiert mal kurz, dass die Leute in seinem Umfeld ein Leben führen: In den Hof gekackt.

Und während ich mir die Frage stelle: Und nu? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

[Foto: Luc van Gent]

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Niggemeier vs. DuMont: Sind Blogkommentardaten heilig?

Auf Internetseiten herrscht eine rege Diskussion, ob Blogbesitzer übermittelte Daten ihrer Kommentatoren verwenden dürfen, wenn Missbrauch durch anonyme Äußerungen geschieht. Da gibt es diejenigen, die dies generell verneinen, auch wenn derartiger Missbrauch geschieht. Sie verweisen auf ein angebliches Recht auf Anonymität. Kritiker halten dies für einen Rückfall in vormoderne Zeiten, dabei gab es damals gar kein Internet. Mir ist ganz unklar, wo dieses Recht herkommen soll.  Insofern verstehe ich jeden, der keine klare Meinung zu dieser Diskussion hat.

Stefan Niggemeier muss sich allerdings den Vorwurf gefallen lassen, seine Leser zu täuschen, denn in seinem Blog steht bei Hinweise zum Datenschutz:

Die in den Kommentaren enthaltenen Daten werden zum Zwecke der Veröffentlichung des Kommentars gespeichert. Ebenso gespeichert werden die ggf. mit der Übermittlung des Kommentars zusammenhängenden Informationen (Nutzername, E-Mail-Adresse Betreff, Zeit des Postings, IP-Adresse, Profilinformationen, sofern freiwillig hinterlegt o.ä.), wobei dabei aber selbstverständlich die E-Mail-Adresse und die IP-Adresse nicht veröffentlicht werden. Eine anderweitige Verwendung der Daten findet nicht statt.

Offensichtlich findet sehr wohl eine anderweitige Verwendung statt. Die kann sogar bis zur Thematisierung innerhalb des Blogs führen.

Ich gehe mal davon aus, dass der Troll am Computer von Konstantin Neven DuMont sich durch diesen auch in Niggemeiers Blog niedergeschriebenen Gedanken in sicherer Anonymität wähnte. Aber ist ein Verstoß gegen die eigenen Regeln rechtlich relevant? Ist jemand rechtssicher gegen Anklage, wenn er an mein Haus kritzelt, weil ich gesagt habe, dass es mir eigentlich egal ist, wie mein Haus aussieht?

Die Frage dürfte dem DuMont-Verlag egal sein, denn das Kind ist ja eh schon in den Brunnen gefallen. Die Frage dürfte aber auch Personen, denen ihre Anonymität unheimlich wichtig ist, egal sein, denn für ihre Anonymität können sie wesentlich weiter sorgen als das der Troll am Computer von Konstantin Neven DuMont getan hat.

Nun hat Niggemeier die Veröffentlichung der Angelegenheit nicht mit dem Vorhandensein eines Trolls, sondern mit dem öffentlichen Interesse an dem merkwürdigen Gebaren eines der wichtigsten Medienmanager des Landes begründet. Als öffentliches Interesse ist rechtlich allerdings das Gesamtinteresse der staatlichen Gemeinschaft oder eines Teils davon zu verstehen. Und das sollen wir im Blog von Stefan Niggemeier finden?

Die Begründung Niggemeiers zur Thematisierung des Blogtrolls in seinem Blog erscheint mir ebenso wenig überzeugend wie die Forderung danach, dass ein Blogkommentator jemand ist, der von der Haftung seines Verhaltens im Blog als Anonymität befreit sein soll. Es ist zwar interessant, dass der Computer von Konstantin Neven DuMont nicht nur von Viren, sondern auch von Trollen angegriffen wird, aber nicht von rechltichem,öffentlichen Interesse.

Zwischen den Zeilen ist bei Niggemeier allerdings zu lesen, dass hier ein Verlegervertreter bei seiner Konkurrenz, Niggemeier schreibt immerhin für die FAZ und ist im Internet auch FAZ-Aushängeschild, gegen diese Konkurrenz anonym pöbelt. Sowas kann auch nur juridisch ausgehandelt werden, was aber weder im Sinne des einen noch des anderen sein dürfte.

Denn eine juridische Auseinandersetzung über dieses Thema wäre im öffentlichen Interesse.

Guten Morgen

morgenkaffee

Der “Prinz Charles der deutschen Verlegerdynastien” will zurücktreten: Nach der Blogtroll-Affäre bei Stefan Niggemeier hat Konstantin Neven Dumont seinen Rückzug aus dem Verlag in Aussicht gestellt.

Wolfgang Schäuble meldet sich zurück und lehnt die aktuelle Konservatismusdebatte in der CDU ab.

Politiker von CDU und FDP haben starke Kritik am RTL-2-Format Tatort Internet gepbt: CDU-Politikerin Sabine Verheyen sagte, die Sendung schüre ausschließlich Ängste ohne den Gefährdeten zu helfen.

Und während ich mir die Frage stelle: Bertelsmann, DuMont… welche großen Medienunternehmen haben eigentlich fähigen Nachwuchs? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

[Foto: Luc van Gent]

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