Die Selbstdekonstruktion des FDP-Generalsekretärs Christian Lindner

Selb­st­dekon­struk­tion ist etwas Seltenes als heutiger Kun­st­form. Um so inter­es­san­ter, wenn sich Poli­tik­er ihrer Annehmen. Getan hat das FDP-Gen­er­alsekretär Chris­t­ian Lind­ner, Objekt war die ihm bish­er zuge­s­tandene Ern­thaftigkeit in poli­tis­chen Belan­gen.

Aber damit sollte erst ein­mal Schluss sein. Zunächst unter­stellte er Kri­tik­er von Außen­min­is­ter West­er­welle, sie beschädigten die Demokratie. In ein­er Sit­u­a­tion, in der die FDP ein­mal mehr unver­mö­gend ist, ihren offen zur Schau gestell­ten Lob­by­is­mus irgend­wie zu recht­fer­ti­gen, fällt Lind­ner nichts besseres ein, als einen Wert wie Demokratie mit in den Schmutz ziehen zu wollen: Wegschauen, bei dem was der Außen­min­is­ter macht, schließlich ist er Außen­min­is­ter. Soviel Anstand muss sein, denkt sich wohl Lind­ner.

Keineswegs sein müssen für Lin­der offen­sichtlich ein­sichtliche Erk­lärun­gen. Denn zur Kri­tik, dass mit dem Unternehmer und FDP-Großspender Ralf Marohn auf Aus­land­sreisen des Außen­min­is­ters erst­mals ein Lob­by­ist inter­na­tion­al mit­spie­len darf, kon­tert Lin­der mit der Behaup­tung, der Lob­by­ist sei schon auf Aus­land­sreisen Kurt Becks mit gewe­sen. Dies demen­tiert Kurt Beck allerd­ings.

Und nun wird ein Foto an die Presse gegeben, dass diese Behaup­tung stützen soll. Nur ein Foto — nicht mehr. Und wer sich mal kurz den Spaß erlauben möchte: Dies hier ist Ralf Marohn.

Und dies hier ist das Foto, auf dem Ralf Marohn in Asien zu sehen sein soll.

Ich glaub, es ist der blonde Lock­enkopf in der Mitte. Die Asi­at­en waren lei­der alle zu klein für das Foto.

Glaub­würdi­ge Poli­tik­er — sowas ist natür­lich für eine Demokratie völ­lig uner­he­blich, liebe FDP.

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1 Kommentar

  1. Chris­t­ian Lind­ner und die Rent­ner.
    E-Mail Diskus­sion mit Land­tagsab­ge­ord­netem von Nordrhein/Westfalen
    Chris­t­ian Lind­ner (FDP 30 Jahre) mit Rent­ner Hel­mut Kauf­mann (Nichtwäh­ler 76 Jahre) im Juli 2009
    Biogra­phie: Chris­t­ian Lind­ner ist der absolute Senkrecht­starter der FDP. 15 Jahre jung trat er in die FDP ein. Mit 21 Jahren saß er schon im nor­drhein-west­fälis­chen Land­tag. Mit 25 wurde er FDP-Gen­er­alsekretär in Nor­drhein-West­falen. Jet­zt sitzt der 30-Jährige im FDP-Bun­desvor­stand. Er kan­di­diert für den näch­sten Bun­destag, wo er mit Sicher­heit lan­den wird, denn er wurde in NRW auf den sicheren Lis­ten­platz 9 gewählt.
    Klein­er Auszug aus einem Stern Inter­view mit Christoph Lind­ner über die Aus­sage des Finanzmin­is­ters Stein­brück zur Renten­er­höhung 2009.
    Stern: Aber wenn die Löhne sinken, kön­nen dann die Renten unberührt davon bleiben?
    Lind­ner: Nein, das ist unver­ant­wortlich. Dann müssen auch die Renten runter. Das Band zwis­chen den Gen­er­a­tio­nen ist in der Form der Anbindung an die Lohnen­twick­lung real­isiert. Dass dieses Band durchgeschnit­ten wor­den ist von der Großen Koali­tion, das sage ich auch als jün­ger­er Poli­tik­er, dass die Erwerb­stäti­gen und die Rent­ner nicht mehr gle­ich behan­delt wer­den, son­dern die Rent­ner priv­i­legiert wer­den, das ist ein unglaublich­er Skan­dal.
    Stern: Sie sind 30 Jahre jung. Sehen sie es auch wie der Wis­senschaftler Bernd Raf­fel­hüschen von der Stiftung Mark­twirtschaft, der eine mas­sive Benachteili­gung der jun­gen Gen­er­a­tion durch die Berlin­er Koali­tion und ihre Renten­poli­tik beklagt?
    Lind­ner: Ja, und das geschieht schon seit Jahren. Dieses Jahr wer­den die Renten 2,41 Prozent erhöht im West­en, 3,38 Prozent im Osten. Was glauben Sie, was für ein Protest­sturm aus­ge­brochen wäre, wenn sich Abge­ord­nete eine solche Diäten­er­höhung genehmigt hät­ten. Und zwar zu Recht. Das passt gegen­wär­tig über­haupt nicht in die Zeit, was die Koali­tion als Renten­poli­tik for­muliert hat.
    Hierzu hat­te ich Her­rn Lind­ner auf sein­er Home­page 7 Punk­te aufge­führt die er umge­hend beant­wortet hat. Nach Re 1 hat er mit Re 2 nochmals geant­wortet. Nach mein­er Re 2 kam lei­der nichts mehr.
    Sehr geehrter Herr Kauf­mann,
    vie­len Dank für Ihre Anmerkun­gen, auf die ich gerne antworten möchte:
    Kauf­mann:
    1. Es gibt kein Prob­lem Alt und Jung son­dern nur Arm und Reich. Die gibt es in allen Altersstufen.’
    Re.1 Lind­ner:
    Darf ich Ihre Aus­sage so inter­pretieren, dass Ver­mö­gende und Bezieher höher­er Einkom­men stärk­er belastet wer­den soll­ten? Bedenken Sie bitte, dass schon heute eine Hälfte der Steuerzahler 90 Prozent des gesamten Steuer­aufkom­mens erbringt. Genauer: Zehn Prozent der Men­schen leis­ten 50 Prozent.
    Re.1 Kauf­mann
    Diese Zahlen brin­gen West­er­welle und Co. auf jed­er Talk­show. Ver­schweigen aber über wie viel Gesamteinkom­men diese 10% ver­fü­gen. Ich kenne keinen einzi­gen Men­schen in Deutsch­land der eine Leis­tung erbringt die diese Mil­lioneneinkün­fte wert sind. Diese Mil­lio­nen fließen näm­lich nicht in den Wirtschaft­skreis­lauf. Das ist das Geld welch­es denen fehlt die es echt erar­beit­en. Eine drastis­che Steuer­erhöhung oder Einkom­mens­be­gren­zung ist hier uner­läßlich.
    Re.2 Lind­ner
    Wollen Sie dem bril­lanten Herzchirur­gen sein Einkom­men reduzieren — mit dem Ergeb­nis, dass er nur noch in der Schweiz oder Großbri­tan­nien sein­er Kun­st nachge­ht? Wollen Sie dem mit­tel­ständis­chen Unternehmer sein Eigenkap­i­tal weg­s­teuern, das er für Investi­tio­nen benötigt oder aus dem er die Rück­la­gen gewin­nt, um in Krisen­zeit­en Arbeit­splätze zu erhal­ten? Durch Ihren Vorschlag ein­er drastis­chen Steuer­erhöhung würde Deutsch­land mehr ver­lieren, als wir gewin­nen kön­nten. Außer­dem frage ich nach der Gerechtigkeit: Wenn jemand wegen seines Fleißes oder sein­er Tal­ente eine Chance nutzen kon­nte, warum soll man ihm die Früchte sein­er Arbeit weg­nehmen? Wer entschei­det, wer welch­es Einkom­men wert ist: Sie und ich? Nein, fair­er und demokratis­ch­er ist es, diese Entschei­dung dem Markt zu über­lassen. Der Markt ist selb­st eine Moralord­nung der Leis­tungs­gerechtigkeit.
    Re.2 Kauf­mann
    Will ich natür­lich nicht. Die sack­en ja auch keine Mil­lio­nen ein. Es geht mir um Pri­vateinkün­fte die nicht erar­beit­et wor­den sind. z.B. ein Herr Lutz Claasen der für 4 Jahre bei der EnBW mit Mil­lio­nen­abfind­ung und ein­er 400 000 Euro Rente als 45 jähriger bedi­ent wird und sich damit noch bei Fernse­hauftrit­ten brüstet was für ein clev­er­er Typ er ist, ein Herr Zumwinkel, Herr Ack­er­mann oder die vie­len Bankvorstände, deren Banken mit Steuergeldern am Leben gehal­ten wer­den und trotz­dem Mil­lio­nen kassieren. Neben­bei noch Fußballer, Train­er, Fernsehmod­er­a­toren usw. Herr Wiedekind von Porsche macht mehr Gewinn als Umsatz mit windi­gen Aktiengeschäften und kassiert hier fleißig mit. Porsche ist jet­zt Pleite. Der mit­tel­ständis­che Unternehmer ist lei­der eine ausster­bende Zun­ft. Meine Fir­ma ist 1950 von einem 50 jähri­gen mit Frau , 3 min­der­jährige Kinder und einem Angestell­ten gegrün­det wor­den und war auf 250 Mitar­beit­ern gewach­sen. Heute ist die Fa. Mark­t­führer und in ein­er Hold­ing. Ohne Eigenkap­i­tal und von Banken abhängig waren der Pri­vat­be­trieb nicht mehr zu hal­ten. Heute wer­den mit 1/3 Mitar­beit­er immer höhere Umsätze und Gewinne erzielt weil fast alles im Aus­land gefer­tigt wird. Tolles Sys­tem. Bei Steuern sollte man tren­nen zwis­chen Unternehmergewin­nen und Pri­vateinkom­men.
    Lind­ner: Keine Antwort
    Kauf­mann:
    2. Wenn die Renten, Ihrer Mei­n­ung nach, an die Löhne gekop­pelt wer­den sollen müssen die Rent­ner noch mit einigem Nach­schlag rech­nen. Dieses Anpas­sungssys­tem hat Rot-Grün bere­its 1999 ver­lassen.’
    Re.1 Lind­ner:
    Neben der Lohnen­twick­lung ist nach mein­er Überzeu­gung der demographis­che Wan­del zu berück­sichti­gen. Zu bei­dem müssen wir zurück.
    Re.1 Kauf­mann: Wenn die Renten unter Exis­tenzmin­i­mum sinken muß wieder der Staat ein­greifen.
    Warum wird der demographis­che Wan­del nicht auch bei den Staat­spen­sionären berück­sichtigt?
    Re.2 Lind­ner:
    Ja, gegen eine Grund­sicherung ist natür­lich nicht einzuwen­den. Das durch­schnit­tliche Renten­niveau liegt aber deut­lich ober­halb des Grund­sicherungsniveaus. Vergessen Sie nicht: Eine nicht uner­he­bliche Zahl
    von Rent­nern hat beispiel­sweise Immo­bilien­ver­mö­gen etc.
    Re.2 Kauf­mann:
    Mir geht es um die Rent­ner­in die nicht mehr ins The­ater kann und um Schüler die nicht auf Klassen­fahrten mit­ge­hen kön­nen weil das Geld fehlt. Dies ein Skan­dal.
    Lind­ner: Keine Antwort
    Kauf­mann:
    3. Die let­zte Diäten­er­höhung unser­er Volksvertreter betrug über 700 Euro. Was die 2,4 % bei Klein­rent­nern aus­machen kön­nen Sie ja selb­st aus­rech­nen.
    Re.1 Lind­ner:
    Es ist nicht fair, absolute Zahlen und Prozen­twerte zu ver­gle­ichen. Bei den Bezü­gen der Abge­ord­neten beispiel­sweise in Nor­drhein-West­falen ist zudem zu berück­sichti­gen, dass nur ein Teil per­sön­lich­es Einkom­men und der andere Teil Erstat­tung dien­stlich­er Kosten ist. Darüber hin­aus halte ich Abge­ord­nete ganz aus­drück­lich nicht für über­bezahlt.
    Re.1 Kauf­mann:
    Nicht fair ist alles in Prozent auszu­drück­en. Zahlen sind abso­lut fair­er. Prozen­twerte haben Null Aus­sagekraft. Da kann man nichts beweisen. z.B. Infla­tion­srat­en. Diese sind bei jedem Einkom­men anders. Bei Klein­ver­di­enern im zweis­tel­ligem Prozent­bere­ich, bei Großver­di­enern nicht meßbar. Trotz­dem wer­den alle Einkom­men seit 60 Jahren in Prozent erhöht. Jede prozen­tuale Einkom­menssteigerung ist eine Umverteilung von unten nach oben. Dies ist das Grundü­bel unseres heuti­gen Dilem­mas bei dem die “Reichen” immer reich­er und die “Armen” immer ärmer wer­den. Alles was sich prozen­tu­al erhöht ver­dop­pelt sich in weni­gen Jahren. Dieses Schnee­ball­sys­tem vom immer­währen­den Wach­s­tum, welch­es die FDP auch ver­tritt, wird unseren Plan­eten in weni­gen Jahren unbe­wohn­bar machen. Es kann näm­lich nie­mand im Klar­text sagen welche Pro­duk­te noch in größeren Men­gen pro­duziert wer­den müssen. Sie kön­nen mir kein einziges Pro­dukt sagen welch­es nicht in aus­re­ichen­den Men­gen pro­duziert wird. Alle Rohstoffe gehen mal zur Neige. Empfehlen kann ich Ihnen mal das Buch “Ein Plan­et wird geplün­dert” von Her­bert Gruhl von 1975 der damals schon die heutige Mis­ere voraus­ge­sagt hat und nicht zu wider­legen ist.
    Re.2 Lind­ner:
    Die Vorstel­lung von Wach­s­tum, die Gruhl vertreten hat, ist falsch. Ein Beispiel: Wach­s­tum bezieht sich nicht darauf, dass alle Men­schen seit 1975 immer mehr Kühlschränke haben wollen. Aber es gibt Kühlschränke mit beson­derem Design, mit beson­der­er Energies­par­funk­tion, mit automa­tis­chem Eiswür­fe­lauswurf, die Men­schen ver­an­lassen, einen alten Kühlschrank durch ein höher­w­er­tiges Mod­ell zu erset­zen. Der tech­nis­che Fortschritt ist eine weit­ere Quelle von Wach­s­tum — wer hätte 1975 in Zeit­en der Deutschen Bun­de­spost an die Umsätze geglaubt, die heute mit Mobil­tele­fo­nen und im Inter­net gener­iert wer­den.
    Re.2 Kauf­mann:
    Sie wis­sen doch sel­ber daß das mit den Kühlschränken Unfug ist. Schauen Sie sich mal unten die VW
    Bilanz an. Immer mit weniger Men­schen mehr pro­duzieren. Der Name Her­bert Gruhl wird nicht mal bei den “Grü­nen erwäh­nt dessen Grün­der und 1. Vor­sitzen­der er war. Alles was gegen Wach­s­tum ist wird tot­geschwiegen. Es gibt Büch­er wie “Die Karawane der Blind­en “Biogra­phie von Gruhl, oder “Der grüne Ver­rat” der die Entwick­lung der “Grü­nen” von 1979 bis 2005 ver­fol­gt hat. Da hat noch nie­mand etwas von gehört. Die wer­den in den Medi­en niemals erwäh­nt. Demokratie und Mei­n­ungs­frei­heit!
    Lind­ner: Keine Antwort
    Hier noch ein kleines Schmankerl aus dem Inter­net
    Kauf­mann: Aus dem Inter­net von Pro­fes­sor Bernd Senf.
    Fast jedes Kind weiß es: Geld wächst und wächst und wächst. Und in der Schule ler­nen die Jugendlichen die Zins­eszins­formel ken­nen — und mit ihr das erstaunliche Phänomen, dass ein ein­mal fest angelegter Geld­be­trag schein­bar ganz von selb­st im Laufe von Jahren und Jahrzehn­ten immer schneller wächst.
    Man nen­nt das “expo­nen­tielles Wach­s­tum”. Hätte Josef zu Christi Geburt 1 Pfen­nig zu 5 Prozent Zins­eszins angelegt, so wären daraus bis 1990 in Gold umgerech­net 134 Mrd. Gold­kugeln vom Gewicht der Erde gewor­den. Und das aus nur einem Pfen­nig! Wenn es sich demge­genüber um Geld­ver­mö­gen in Mil­liar­den­höhe han­delt, dann reichen schon einige Jahrzehnte aus, um
    sie in gigan­tis­chem Maße anwach­sen zu lassen. Eine feine Sache für die Ver­mö­gen­den, so scheint es — aber eine ver­heerende Sache für viele Schuld­ner. Den wenig­sten ist aber bewusst, dass die Geld­ver­mö­gen nur wach­sen kön­nen, wenn irgend­wo im Gesamt­sys­tem die Ver­schul­dung spiegel­bildlich wächst. Vere­in­facht aus­ge­drückt: Die Geld­ver­mö­gen der einen sind die Schulden der anderen.
    Re.1 Lind­ner:
    Bei der Aus­sage von “Pro­fes­sor” Senf han­delt es sich um einen pop­ulären Irrtum. Die Geld­menge wird von den unab­hängi­gen Noten­banken fest­gelegt. Die Geld­menge kann durch die Abgabe von Noten­bank-Kred­iten an die Geschäfts-Banken erhöht wer­den. Die Geld­menge wird von den Noten­banken
    allerd­ings auch wieder reduziert, wenn Infla­tion­s­ge­fahren dro­hen. Dann wer­den Noten­bank-Kred­ite für die Geschäfts-Banken reduziert. Infla­tion entste­ht dann, wenn die Geld­menge stärk­er steigt als das
    volk­swirtschaftliche Sachver­mö­gen. Infla­tion führt zur Entwer­tung von Geld­ver­mö­gen. In dem kleinen Beispiel von Josef wird außer Betra­cht gelassen, dass erstens der Zins­gewinn ver­s­teuert wer­den muss, es zweit­ens eine Bank geben muss, die diesen Anlagezins gewähren kann, und es drit­tens einen sta­bilen Geld­w­ert gibt. Um im Beispiel zu bleiben: Der Unter­gang des Römis­chen Reich­es, die Pest im Mit­te­lal­ter, der Dreißigjährige Krieg, der Erste Weltkrieg, die erste Weltwirtschaft­skrise etc. ent­lar­ven diese Mod­el­lvorstel­lung als Fik­tion.
    Re.1 Kauf­mann:
    Was Bernd Senf meint haben Sie nicht begrif­f­en. Er will damit genau das sagen was sie hier als Irrtum darstellen, daß dies nicht geht aber von der ganzen­Welt kopiert wird. Hier eine Kost­probe dieses Irrsinns aus dem Inter­net. VWBi­lanz 2007:
    März 2008
    Europas größter Auto­bauer Volk­swa­gen ist mit glänzen­den Absatzergeb­nis­sen ins Jahr ges­tartet. In den ersten bei­den Monat­en des Jahres habe der Konz­ern 10,5 Prozent mehr Autos verkauft als im Vor­jahreszeitraum, berichtete VW-Chef Mar­tin Win­terko­rn auf der Bilanz-Pressekon­ferenz. Ins­ge­samt seien im Jan­u­ar und Feb­ru­ar 952.500 Fahrzeuge aus­geliefert wor­den. Win­terko­rn bekräftigte zugle­ich das Ziel, die Pro­duk­tiv­ität jährlich um zehn Prozent zu steigern.
    (Hier kön­nen Sie mal rech­nen wie lange es dauert bis sich jed­er Men­sch täglich einen VW kaufen kann)
    2011 will der Konz­ern acht Mil­lio­nen Autos im Jahr verkaufen. Im ver­gan­genen Jahr waren es 6,2 Mil­lio­nen, acht Prozent mehr als im Vor­jahr. Beim Ergeb­nis vor Steuern hat­te VW das ursprünglich für 2008 geplante Ziel von 5,1 Mil­liar­den Euro mit 6,5 Prozent deut­lich übertrof­fen. Der Umsatz nahm um 3,8 Prozent auf 108,9 Mil­liar­den Euro zu. “Für den Volk­swa­gen Konz­ern war es das mit Abstand erfol­gre­ich­ste Jahr in der Unternehmensgeschichte”, sagte Win­terko­rn. Die erfol­gre­iche Bilanz 2007 ist auch auf die vor­ange­gan­gene durch­greifende Sanierung ins­beson­dere der Marke Volk­swa­gen zurück­zuführen, die noch die frühere Führung des Unternehmens unter VW-Chef Bernd Pis­chet­srieder
    durchge­set­zt hat­te. Unter anderem waren zur Erhöhung der Pro­duk­tiv­ität rund 20 000 Stellen gestrichen wor­den, vor allem über Abfind­un­gen und Alter­steilzeit.
    Daß man diesen Unfug nicht mal auf 50 Jahre hochrech­nen kann haben Her­bert
    Gruhl und Bernd Senf bewiesen.
    Lind­ner: Keine Antwort
    Kauf­mann:
    4. Unsere Poli­tik­er, Beamte usw. wer­den aus dem Steuer­aufkom­men bezahlt Ist soweit o.k. Hier kommt aber nie­mand auf die Idee diese Einkom­men zu kürzen da das Steuer­aufkom­men eben­falls drastisch sinkt.
    Re.1 Lind­ner:
    Auch das Renten­sys­tem wird aus all­ge­meinen Steuer­mit­teln mit­fi­nanziert. Ein Drit­tel des Bun­de­shaushalts wird dafür benötigt: 80 Mil­liar­den Euro, ohne die die Beiträge höher oder Ihre Renten geringer wären. Die Steuern wer­den indes auch von Men­schen gezahlt, die als Beamte oder Selb­ständi­ge kein­er­lei Ansprüche erwer­ben.
    Re.1 Kauf­mann:
    Ein Großteil der 80 Mil­liar­den wird auch für Leute aus­gegeben die mit der Rentenkasse nichts zu tun haben. Auch wur­den und wer­den noch Mil­liar­den für Ex-Nation­al­sozial­is­ten aus­gegeben, die ohne Rück­sicht auf ihr dama­liges Einkom­men mit großzügi­gen Pen­sio­nen ab dem 55 ! Sten Leben­s­jahr ver­sorgt wur­den. (Gesetz Schwarz-Rot ca. 1967)
    Lind­ner: Keine Antwort
    Kauf­mann:
    5. Mir ist noch kein Tar­ifver­trag bekan­nt und es wird auch kein­er kom­men der Lohnkürzun­gen vor­sieht. Warum also dieses ganze Geschwätz.’
    Re.1 Lind­ner:
    Es geht um die volk­swirtschaftliche Lohn­summe. Zudem bedenken Sie bitte die Wirkung der dämpfend­en Fak­toren des demographis­chen Wan­dels. Im Prinzip haben Sie aber Recht: Die Renten­garantie ist ein Wahlkampf-Gag. Ich kri­tisiere auch mehr die prinzip­ielle Abkehr von der Renten­formel, wie Sie gelenkt haben.
    Re.1 Kauf­mann
    Bemerkung: Hier müßte auch das volk­swirtschaftliche Steuer­aufkom­men des
    Bun­des für die Bezahlung ihrer Beamten herange­zo­gen wer­den.
    Re.2 Lind­ner:
    Bei den Pen­sionären wird der demographis­che Wan­del berück­sichtigt, indem das Pen­sion­sniveau in den näch­sten Jahrzehn­ten schrit­tweise reduziert wird. Bei den heuti­gen Pen­sionären ist ein weit­er­er Ein­griff aber nicht möglich (Ver­trauenss­chutz). Im Übri­gen spreche ich mich dafür aus, die Zahl der Beamten zukün­ftig ins­ge­samt zu reduzieren, indem nur noch in hoheitlichen Bere­ichen ver­beamtet wird.
    Re.2 Kauf­mann:
    Hier kann ich nur drüber lachen. Ich weise nur darauf hin daß Pen­sionäre nach ihrem let­zten Gehalt bezahlt wer­den im Gegen­satz zu Rent­nern.
    Lind­ner: Keine Antwort
    Kauf­mann:
    6. Von der FDP wer­den Einkom­mensmil­lionäre ver­schont. Das Geld­ver­mö­gen der Deutschen von 4,5 Bil­lio­nen von über­wiegend diesen Leuten wird eben­falls nicht ange­tastet. Immer auf die Kle­in­sten wird
    rumge­hackt. Meis­tens von denen, die wie die Made im Speck leben, wie z.B. der Land­tagsab­ge­ord­nete Chris­t­ian Lind­ner.
    Re.1 Lind­ner
    Das ist falsch. Bezieher hoher Einkom­men prof­i­tieren von einem kom­plizierten Steuer­sys­tem mit Gestal­tungsmöglichkeit­en. Die FDP will dage­gen ein ein­fach­es Steuer­sys­tem. Zudem ver­weise ich auf Frage 1 und die tat­säch­lichen Beiträge, die einzelne Einkom­mensgrup­pen in Deutsch­land für
    unser Gemein­we­sen leis­ten.
    Re.1 Kauf­mann
    Über das Geld­ver­mö­gen der Deutschen hat meine Tageszeitung vor einiger Zeit eine Graphik gebracht die besagt, daß dieses in den let­zten 12 Jahren jährlich um 140 Mrd. gestiegen ist und die 4 Bil­lio­nen­gren­ze über­schrit­ten hat. Unser Steuer­sys­tem war kor­rupt, ist kor­rupt und wird weit­er­hin kor­rupt bleiben auch wenn die FDP dem­nächst an der Regierung ist. Es sägt nie­mand den Ast ab auf dem er sitzt.
    Lind­ner: Keine Antwort
    Kauf­mann:
    7. Meine Kaufkraft, das ist das Geld welch­es ich nach Abzug aller Posten zum Ankurbeln der Wirtschaft noch übrig habe, hat sich nach­weis­bar in den let­zten 12 Jahren hal­biert. Ihres nicht!’
    Re.1 Lind­ner:
    Im Inter­view mit stern.de haben Sie gele­sen, dass ich dies kri­tisiert habe. Die FDP hat deshalb beispiel­sweise die Erhöhung der Mehrw­ert­s­teuer abgelehnt.
    Lind­ner: Keine Antwort

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