Was ich noch sagen wollte… zum Ende von MTV

MTV stellt sei­nen frei­en Emp­fang in Deutsch­land ein und kann ab 2011 nur noch gegen Bezah­lung emp­fan­gen wer­den. Dabei hat MTV schon vor Jah­ren sei­nen ernst­haf­tes Pro­gramm ein­ge­stellt, müll­te sei­ne noch ver­blie­be­nen Zuschau­er mit ner­vi­gem Ver­sen­dungs­quark aus den USA zu, bot nur noch ein Pro­gramm, dass kom­mer­zi­el­li­sier­bar sein soll­te.

Nein, die­ses MTV, das Sting noch als Wunsch­fern­se­hen in die Welt sang, brauch­te schon seit lan­gem nie­mand mehr. Die­ses MTV wur­de dem Markt geop­fert, gänz­lich gerupft, lächer­lichst auf­ge­pimpt, beklin­gel­tont und soll nun im zukunfts­lo­sen Bezahl­fern­se­hen aus­ge­kotzt wer­den. Als ob die­ser Sen­der noch Zuschau­er hät­te, die für sein Pro­gramm zah­len wür­den. MTV ver­schwin­det hin­ter einem Bezahl­vor­hang und wird sein Gesicht wei­ter ver­lie­ren. Kein Trend nimmt der­zeit sei­nen Anfang in die­ser Hin­ter­hofs­ecke.

Dabei stand MTV der­einst für Offen­heit, sen­de­te in Zei­ten eiser­ner Vor­hän­ge gren­zen­lo­ses Musik­fern­se­hen. Es ver­ein­te in Pro­gram­men wie Most Wan­ted Zuschau­er aus ganz Euro­pa im gemein­sa­men Musik­ge­schmack. MTV war Musik, war Kul­tur­kon­zen­tra­ti­ons­punkt, war Treff­punkt, war fes­ter Ter­min.

Aber die­ser Geist des Musik­fern­se­hens ist schon seit mehr als 10 Jah­ren tot. Ob MTV bald sei­nen Sen­de­be­trieb ein­stellt oder Geld für Müll haben will — das ist völ­lig egal.

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