Ich hör immer nur… Ace of Base

Ohne besseres Wis­sen hält man ja Lady Gagas neues Lied Ale­jan­dro für das Come­back von Ace of Base. In diese kleine Falle bin ich auch getappt, schließlich singt Lady Gaga mit einem anderen Akzent und die Anspielun­gen auf Ace of Base sind ja auch offen­sichtlich.

Das ist genau­so gedacht gewe­sen, auch kommt der maßge­bliche Pro­duzent aus dem Stall vom schwedis­chen Mas­ter­mind Max Mar­tin.

Bei Ace of Base sel­ber sind die Bergren-Schwest­ern nicht mehr an den Gesangsmikro­fo­nen, son­dern zwei blonde Hupf­dohlen. Die allt­bekan­nt sim­pel gestrick­te, neue Sin­gle All for you hin­ter­lässt keinen bleiben­den Ein­druck.

Aber was hilft’s auch, das ganze ist der Sound der 90er, der damals ange­sagt war, weil er umgeben von pep­pi­gen Euro-Dance-Liedern war, die es heute nicht mehr gibt. Das ist auch gut so, nur sollte man den Ace-of-Base-Sound eben­so ruhen lassen. Irgend­wann ist auch mal gut.

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Wie ist das eigentlich mit… der Moralbarbie und der Blödzeitung?

Die Moral­bar­bie ist entset­zt. Und Till Schweiger ist das auch. Deswe­gen empören sie sich in der Blödzeitung. Die Moral­bar­bie ist entset­zt, dass Kri­tik­er die Rechtsver­let­zun­gen des Senders RTL2 aufzeigen, wodurch rechtlich nicht anklag­bare Per­so­n­en gehet­zt wer­den.

Nochmal: Es geht nicht um Täter­schutz, es geht um die Bewahrung rechtsstaatlich­er Prinzip­i­en wie der Unschuldsver­mu­tung. Damit haben die Blödzeitung, RTL, Schweiger und Gut­ten­berg offen­sichtlich ein Prob­lem.

Über so ein Ver­ständ­nis von Rechtsstaatlichkeit ist derzeit nicht nur die Car­i­tas entset­zt. Fällt es Frau Gut­ten­berg denn gar nicht auf, dass nur die Blödzeitung und RTL ihre Hal­tung teilen? Dass jed­er, der mehr Ver­stand auf die Waage bringt, sich dif­fer­en­tiert­er und RTL-dis­tanziert­er äußert?

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welt.de: Car­i­tas fordert Abset­zung von Tatort Inter­net
sueddeutsche.de: Ste­fanie zu Gut­ten­berg selb­st am Pranger

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Was ich noch sagen wollte… zu Merkels Multikulti-Beerdigung

Sowohl Angela Merkel als auch Horst See­hofer haben sich dadurch zu pro­fil­ieren ver­sucht, Mul­ti­kul­ti für gescheit­ert bzw. tot zu erk­lären. Es hat schon etwas von Hil­f­s­losigkeit, dass die vorder­sten Kräfte von CDU und CSU zu solchen plat­ten Aussprüchen greifen müssen, wo es doch mit der Eigeniden­ti­fika­tion dieser Partei mehr als hapert.

Dabei ist selb­st diese Aktion nur eine Cov­er-Ver­sion: Das Orig­i­nal lief vor weni­gen Jahren in den Nieder­lan­den, als öffentlichkeitswirk­sam davon die Rede war, dass die Inte­gra­tions­be­mühun­gen in den Nieder­lan­den für gescheit­ert erk­lärt wur­den. Nun muss man dazu sagen, dass die Inte­gra­tions­be­mühun­gen der Nieder­län­der weit aus­gereifter gewe­sen sind als die der Deutschen: Es waren ganze Pro­gramme vorge­se­hen, anhand der­er gedacht war, dass sich Immi­granten ori­en­tieren kön­nen: Sprachkurse, Inte­gra­tions­grup­pen, Hin­weise auf Ver­anstal­tun­gen, kurz: Es wurde erk­lärt, wie die nieder­ländis­che Gesellschaft funk­tion­iert. diese Pro­gramme wur­den aber schlecht angenom­men, so dass es vielerorts Stadtvier­tel gab, in denen nicht nieder­ländisch gesprochen wurde, in denen keine Inte­gra­tionsver­suche gemacht wur­den.

Wenn jet­zt die Lan­desvorderen Deutsch­lands aus dem Fen­ster lehnen, um eben­so Mul­ti­kul­ti für gescheit­ert zu erk­lären, muss man anführen: So durch­dachte Pro­gramme wie in den Nieder­lan­den hat es in Deutsch­land nie gegeben. Hier fehlt es ja oft schon an Geldern für Sprachkurse. Bei der­art fehlen­der Hil­fe zur Inte­gra­tion muss man sich nicht wun­dern, dass Inte­gra­tion ein Prob­lem bleibt.

Mul­ti­kul­ti dage­gen gibt es in Deutsch­land weit und bre­it: Man muss sich nur die Spiel­er­na­men der Fußball­na­tionalelf durch­le­sen, nur auf die unter­schiedlich­sten Sprachen in den Zügen der Städte anhören, sich die besten Restau­rants der Orte sagen lassen, das Miteinan­der in Schulk­lassen anschauen: Hier ist über­all Mul­ti­kul­ti.

Es ist eben nicht Mul­ti­kul­ti, was tot ist, son­dern es sind lediglich die alten Denkschema­ta von CDU/CSU über­holt und gescheit­ert: Das Pochen auf eine stan­dar­d­isierte Lebensweise war immer schon ein Denk­fehler.

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Ein Buch, das dich an einen Ort erinnert

Das Lexikon der berühmten Tiere. Klolek­türe von Andre J.

1. Das Buch, das du zurzeit liest
2. Das Buch, das du als näch­stes liest/lesen willst
3. Dein Lieblings­buch
4. Dein Has­s­buch
5. Ein Buch, das du immer und immer wieder lesen kön­ntest
6. Ein Buch, das du nur ein­mal lesen kannst (egal, ob du es has­st oder nicht)
7. Ein Buch, das dich an jeman­den erin­nert
8. Ein Buch, das dich an einen Ort erin­nert
9. Das erste Buch, das du je gele­sen hast
10. Ein Buch von deinem Lieblingsautoren/deiner Lieblingsautorin
11. Ein Buch, das du mal geliebt hast, aber jet­zt has­st
12. Ein Buch, das du von Freunden/Bekannten/… emp­fohlen bekom­men hast
13. Ein Buch, bei dem du nur lachen kannst
14. Ein Buch aus dein­er Kind­heit
15. Das 4. Buch in deinem Regal von links
16. Das 9. Buch in deinem Regal von rechts
17. Augen zu und irgen­dein Buch aus dem Regal nehmen
18. Das Buch mit dem schön­sten Cov­er, das du besitzt
19. Ein Buch, das du schon immer lesen woll­test
20. Das beste Buch, das du während der Schulzeit als Lek­türe gele­sen hast
21. Das blödeste Buch, das du während der Schulzeit als Lek­türe gele­sen hast
22. Das Buch in deinem Regal, das die meis­ten Seit­en hat
23. Das Buch in deinem Regal, das die wenig­sten Seit­en hat
24. Ein Buch, von dem nie­mand gedacht hätte, dass du es liest/gelesen hast
25. Ein Buch, bei dem die Haupt­per­son dich ziem­lich gut beschreibt
26. Ein Buch, aus dem du deinen Kindern vor­lesen würdest
27. Ein Buch, dessen Haupt­per­son dein „Ide­al“ ist
28. Zum Glück wurde dieses Buch ver­filmt!
29. Warum zur Hölle wurde dieses Buch ver­filmt?
30. Warum zur Hölle wurde dieses Buch noch nicht ver­filmt?
31. Das Buch, das du am häu­fig­sten ver­schenkt hast

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Guten Morgen

morgenkaffee

Die Springer­presse gehört ja zu den­jeni­gen, die meinen, Qual­ität­sjour­nal­is­mus sei das einzig Wahre und der Geburts­fehler des Inter­nets sei es, keine Bezahlin­halts­for­mate etabliert zu haben. Dem wider­spricht der schei­dende Focus-Online-Chef Jochen Weg­n­er: Nie­mand braucht Print, Radio und TV.

Die Qual­ität der Springer­presse äußert sich mal wieder darin, dass man einen Bericht veröf­fentlicht, in dem the­ma­tisiert wird, wie ein ange­blich­er Täter in der RTL2-Sendung Tatort Inter­net so beschrieben wird, dass er über das Inter­net leicht gefun­den wer­den kann. Und der Bericht enthält eben die Infor­ma­tio­nen, durch die er so leicht gefun­den wer­den kann. Dafür sollte es auch mal einen Däm­lichkeit­spreis geben.

Ich sel­ber habe gestern mal den nor­drhein-west­fälis­chen Land­tag besucht. Auch mal schön.

Eine Kün­st­lerin wollte vergam­mel­ndes Essen über einen län­geren Zeitraum fotogra­phieren. Das Prob­lem mit dem McDonald’s-Essen: Es vergam­melt nicht.

Und während ich mir die Frage stelle: Soll­ten wir jet­zt nicht ein­fach mal so ein unvergam­mel­bares McDonald’s-Menü unprepari­ert ins Muse­um stellen als Mah­n­mahl für kom­mende Gen­er­a­tio­nen? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[Foto: Luc van Gent]

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