Ander Kinder Leute

Ich mag Kinder. Kinder sind offen und ehrlich. Die meis­ten sind keine Arschlöch­er. Kinder reagieren direkt auf Kri­tik. Ob sie Kri­tik umset­zen kön­nen, ste­ht auf ein­er anderen Karte. Da ist manch­mal der Kri­tik­er selb­st gefragt. Wer sich aber an pos­i­tiv­en Entwick­lun­gen von Kindern erfreuen kann, der wird mich ver­ste­hen, wenn ich sage: Ich mag Kinder.

Aber es gibt auch ver­zo­gene Bla­gen, die ziehen mir an den Ner­ven. Das sind die Kinder, die in der Straßen­bahn, in der Kaufhauskassen­schlange oder im Café gegen ihre Eltern anplär­ren. Die Gründe für das Plär­ren sind oft­mals das man­gel­nde Erziehungsver­mö­gen der Eltern – langes The­ma. Kinder bet­teln dann um die Aufmerk­samkeit ihrer Eltern, wollen an ihnen irgen­dein Exem­pel sta­tu­ieren oder lassen ein­fach ihre schlechte Laune an ihnen aus. Sie sind ein­fach schreck­lich laut und rauben andern Per­so­n­en um Umkreis jegliche Ruhe und Konzen­tra­tions­möglichkeit.

Ich bin der fes­ten Überzeu­gung, dass das ein Nichterziehungsre­sul­tat ist, so fern ich mich auch von über­reg­uliert­er Erziehung dis­tanzieren möchte. Aber diese Erwach­se­nen die der­art unbe­wusst ihre päd­a­gogis­che Unfähigkeit veröf­fentlichen sind mir ein Graus. Fast hätte ich Mitleid mit den Kindern, wenn die mich ger­ade nicht so ner­ven würde.

Deswe­gen nenne ich diese Nervbla­gen ab sofort ALKs – Ander Leute Kinder, da die charak­ter­liche Abhängigkeit so offenkundig nervig und im Gegen­satz zu Schreikindern nicht ernährungs­be­d­ingt ist.

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