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Rentnerflüge

Sie! Wo ich Sie ger­ade hier an der Bushal­testelle tre­ffe. Was mir auch schon immer mal durchn Kopp ging: Wie für­sor­glich die Bus­fahrer doch inzwis­chen ihre Lin­ien­busse fahren. Früher, da kann ich mich noch erin­nern, früher da war Buse­in­steigen ja ein Rent­ner­sport. Da ging­ste mor­gens zum Arzt und dann fragt der dich: „Hamse heute schon Sport getrieben?“ und da kon­nteste sagen: „Ja. Bin in den Bus eingestiegen auf dem Weg nach Sie hin!“

Weil früher, woll, da sind die Busse sofort nach dem Bezahlen des let­zen Ein­steigers los­ge­braust. Da musste man schle­u­nigst seinen Platz gefun­den haben. Son­st flog­ste auf die Fresse. Für ältere Bus­mit­fahrer war das dann schon Sport, die waren ja nicht so schnell wie jün­gere. Vor allem, wenn vorne die Sitze schon beset­zt waren. Dieser Auf­gabe haben sich dann die Rent­ner auch zügig angepasst. Das war zum Guck­en, ich sage es Sie!

Da stieg so ein Rent­ner in den Bus, zahlte seine 1,80 und schon beim Wech­sel­geld­kriegen schielte der so in den Bus rein auf der Suche nach ein­er freien Nieder­las­sungsmöglichkeit. Da ist ja auch schon so manch­er Rent­ner durch den Bus geschossen, weil er sich nicht vor­bere­it­et hat. Grufthansa haben wir das dann immer genan­nt, so schnell sind die an uns vor­beig­er­auscht. Aber nur so für Spass. Nach Rück­en war Bus eine Zeit lang das beliebteste Kör­per­lei­den bei Rent­nern.

Und diese Erle­ichterung auf den Rent­ner­gesichtern, wenn die rechtzeit­ig saßen. Ich bin mir sich­er, zu der Zeit gab es mehr Rent­neror­gas­men in Lin­ien­bussen als in Schlafz­im­mern. Da kön­nen Sie aber einen drauf lassen, kön­nen Sie da aber.

Aber heute ist das alles ja viel entspan­nter. Da warten die Bus­fahrer ja ab, bis die Rent­ner sitzen. Die Ärzte diag­nos­tizieren da heute auch immer weniger Bus. Die liegen da diag­noses­ta­tis­tisch schon hin­ter den Patholo­gen, hab ich mal gele­sen.

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Die Buch­branche glaubt in Deutsch­land an einen Durch­bruch des E-Books in diesem Jahr, auch wenn die Deutschen bis­lang lieber zum Gedruck­ten greifen.

Merkel stam­melt sich ger­ade einen zusam­men, wie sich­er die AKWs in Deutsch­land doch seien. So sich­er eben, wie AKWs auf seis­misch aktivem Gebi­et sein kön­nen.

Auch Michael Spreng kann dem derzeit­i­gen Poli­tikge­baren der CDU nichts abgewin­nen:

Dies alles sind innen­poli­tis­che Panikreak­tio­nen aus Angst vor der Angst der Wäh­ler. Überzeu­gend ist dies nicht. Glaub­würdig schon gar nicht. Glaub­würdig kön­nte die energiepoli­tis­che Kehrtwende nur wer­den, wenn

1. die älteren Atom­meil­er nicht nur vorüberge­hend, also für die Zeit des drei­monati­gen Mora­to­ri­ums, son­dern für immer still­gelegt wer­den,

2. die Stil­l­le­gung von einem mas­siv­en Pro­gramm zum Aus­bau erneuer­bar­er Energie begleit­et wird, und wenn

3. auch die Rest­laufzeit der neueren Kernkraftwerke wieder verkürzt wird.

Und während ich mir die Frage stelle: Wie weit wird die CDU ihre bish­erige macht­poli­tisch aus­gerichtete Energiepoli­tik wohl zusam­men­klöp­peln müssen? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[Foto: Luc van Gent]

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