Oswald, Georg M. — Unter Feinden

Dies ist ein in Mün­chen spie­len­der Kri­mi. End­lich mal wie­der Mün­chen. Und end­lich mal wie­der ein ganz flott geschrie­be­ner Kri­mi. Ande­re Kri­mi­ver­su­che in deut­scher Spra­che haben mich in letz­ter Zeit ja nicht gera­de über­zeugt.

Die Kom­mis­sa­re Kess­ler und Dil­ler gera­ten nach einem Unfall an unter­schied­li­che Enden des Lega­len ihres Beru­fes — und über­tre­ten. Das Buch han­delt davon, wie sie damit im unru­hi­gen und unter­schwel­lig frem­den­feind­li­chen Mün­chen umge­hen.

Oswald kennt sich als Rechts­an­walt in kri­mi­na­lis­ti­schen Din­gen aus, mir kom­men aller­dings die Cha­rak­ter­zeich­nun­gen zu kurz. Ja, ich weiß auch, dass es ein Kri­mi ist. Ich weiß die schö­nen Sachen an die­sem Buch zu schät­zen: Die Kür­ze des Buches, die unkom­pli­zier­te Spra­che, das schnel­le Zustan­de­kom­men span­nen­der Situa­tio­nen, das Ket­ten­re­ak­ti­ons­en­de — aber die Cha­rak­te­re: man hät­te ger­ne schär­fe­re Kon­tu­ren gehabt.

Piper Ver­lag, Mün­chen 2011, gebun­den, 356 Sei­ten, 18,99 EUR

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