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Blog­gen wie Cem bloggt … – anmut und demut

Das Lus­ti­ge ist ja, dass ich Cem von identi.ca her noch ken­ne, und ich eigent­lich GNU soci­al, das ist des­sen frei­er, selbst­host­ba­rer (bei mir: status.caasn.de) Nach­fol­ger, als idea­le Ergän­zung zum eige­nen Blog sehe: Die Ver­bin­dung von Benut­zer­ac­counts eines sozia­len Netz­werks mit dem Blog.

Alles ist doch RSS. Mit einem Plug­in spieg­le ich bei GS Ant­wor­ten auf Blog­ein­trä­ge, die ich ins sozia­le Netz­werk ein­schie­be, zurück – muss aber nicht jede Bemer­kung in mei­nen Blog über­tra­gen. Wirk­lich gute kur­ze Gedan­ken und Schnapp­schüs­se kom­men ins Blog, ande­re Moment­auf­nah­men ohne Tief­gang ver­si­ckern im Netz­werk.

Was ich auch gut fin­de: Ich habe das als eine Art Feed­re­ader mit Nut­zer­ac­counts und Kom­men­tar­funk­ti­on unter http://ibb.info instal­liert. Weder Feed­re­ader, noch Twit­ter sind in mei­ner Hei­mat­stadt ange­kom­men, aber viel­leicht ist ein sol­ches Netz­werk begreif­li­cher, indem man den Leu­ten die Sache vor­kaut.

Trump’s Sur­re­al Split-Screen Rea­li­ty — The Atlan­tic

“Trump Tower Live” was wide­ly view­ed in poli­ti­cal cir­cles as both inno­va­ti­ve and deeply cyni­cal. But the live-tweeting from @POTUS on Mon­day still seems like an esca­la­ti­on. This was not just cam­pai­gn spin, or even pre­si­den­ti­al obfu­s­ca­ti­on. It was an offi­ci­al government com­mu­ni­ca­ti­ons arm of the exe­cu­ti­ve branch with mas­si­ve reach—something akin to a state-run media outlet—deliberately mis­re­porting, in real time, what was hap­pe­ning on Capi­tol Hill. And the effort is only likely to get more ela­bo­ra­te, and more deli­be­ra­te, the lon­ger Rus­sia remains in the head­line.”

Niklas Luh­mann sein Zet­tel­kas­ten – anmut und demut

Ist nicht ein Wiki eine wesent­lich pas­sen­de­re Ent­spre­chung zu Luh­manns Zet­tel­kas­ten?

Mir ist ganz stark im Ohr geblie­ben, wie der Pro­be­fah­rer mal mein­te, Blogs dreh­ten sich doch meis­tens nur um sich selbst. Seit­dem ver­knei­fe ich mir Blog­bei­trä­ge, bei denen ich den­ke, es han­delt sich bloß um unaus­ge­go­re­ne Gedan­ken, die dem The­ma nichts hin­zu­fü­gen. Wobei eigent­lich natür­lich die wesent­li­che rote Linie ist, dass ein Blog in zeit­li­cher Abfol­ge die Sicht eines Autors dar­legt.

Bei einem Wiki ord­net man The­men eben nicht im ers­ten Sin­ne zeit­lich, son­dern stich­wort­ar­tig. Auf der ers­ten Sei­te erscheint ein Zufalls­ar­ti­kel, eine Such­funk­ti­on, aktu­el­le Ände­run­gen u.ä. Man infor­miert mit der The­ma­tik als Leit­fa­den und dem Über­ra­schungs­ef­fekt als Begrü­ßung. Weil ich auch ein Lokal­blog betrei­be, ist das zuge­hö­ri­ge Wiki inzwi­schen min­des­tens so wich­tig. Ver­gli­chen mit der Lokal­zei­tung hat die­se auch nur noch Tages­ak­tua­li­tät und Zusam­men­hän­ge fal­len hin­ten über, sind von den Redak­teu­ren auch kaum noch ver­mit­tel­bar, wenn sie sie über­haupt erken­nen.

Wobei ich zudem The­ma­ti­ken in bloß pri­vat und Medi­en­kram unter­schei­de, da ich den­ke, dass es hier unter­schied­li­ches Leser­in­ter­es­se gibt.

Lan­ge Rede, kur­zer Sinn: Ich sehe nicht, wie Wor­d­Press die­se unter­schied­li­chen Funk­tio­nen (Lexi­kon, Tage­buch, Lese­zei­chen, Moment­auf­nah­men) für Leser pas­send ver­ei­nen könn­te. Muss es aber auch nicht unbe­dingt.””

Die­se schreck­li­chen und lang­wei­li­gen Din­ge … – anmut und demut

Klingt schön, aber stimmt irgend­wie auch nicht. Wer reflek­tiert denn Wer­bung der­art, dass er hin­ter­her sagt, die­ses Sham­poo hat den Duscher da gera­de glück­lich gemacht?

Nein, nein, im ers­ten Sin­ne ist Wer­bung im Zusam­men­spiel mit den Sen­dun­gen grell, laut und meist in einer schnel­len Bild­ab­fol­ge, die Auf­merk­sam­keit erhei­schen will. Im Grun­de gibt es nur gänz­lich glatt­ge­schlif­fe­ne Cha­rak­te­re und den lus­ti­gen Voll­dep­pen. Und die Damen­welt ver­in­ner­licht die so gezeig­ten Rol­len.

Das ist ganz inter­es­sant, weil wir gera­de in Hoch­zeits­vor­be­rei­tun­gen sind und daher mal in Zeit­schrif­ten und Blogs rum­ge­le­sen haben: Es ist erstaun­lich wie bloß bei­werk­haft die Rol­le der Män­ner prä­sen­tiert und umge­setzt wird und wie zen­tral die Braut. Immer lächelnd, immer im Heu, immer Scha­blo­ne.

Ich ken­ne selbst Leu­te, die sich pas­send zu die­ser Bil­der­welt ver­hal­ten, aber ich ren­ne davor weg. Im Netz, im TV und da drau­ßen.”

Instant-Umstand | K [journ.]

Ich weiß nicht, ob man da nicht Face­book schon der­be mit auf dem Leim geht. In mei­ner Time­li­ne kom­men Instant Arti­cles – wie­so auch immer – gar nicht vor. Obwohl eini­ge Leu­te sol­che publi­zie­ren. Und die sol­len aber doch inten­si­ver gele­sen wer­den als nor­ma­le Arti­kel? Von mei­nen Mit­face­boo­kern z.B.? Ich glau­be, da steckt ein Miss­ver­ständ­nis drin. Ich habe z.B. letz­tens begon­nen, klei­ne Din­ge, die ich schon ein­mal in Blog­ar­ti­keln ver­wurs­tet habe, in Comics zu packen. Da reagier­ten auf ein­mal die Men­schen.

Bücher vs. Fil­me – anmut und demut

Ich glau­be, Lite­ra­tur, so sie gut ist, ver­mag einem eher nach­hal­ti­ge­re Kicks zu geben als Fern­se­hen. Und das wirkt sich eben auch auf den Rest des Tages aus, wie die­ser begeis­ter­te Leser es aus­führt: https://medium.com/@julien/how-to-read-a-book-a-week-20675f2e206c#.m49lxhvba. Wobei aber auch in einem Roman wie „Eine Stra­ße in Mos­kau“ so gezoomt wird, so dass man meint, man hät­te eine Kame­ra­fahrt vor Augen, und ande­rer­seits ein Film wie „Ano­ma­li­sa“ unter­schwel­lig die Tris­t­heit all­täg­li­cher Hand­lungs­ab­läu­fe so in einen über­ge­hen lässt, dass es noch Tage nach­wirkt.

Lite­ra­tur kann eben auch hoch­in­tel­lek­tu­el­le Inter­es­sen befrie­di­gen, da gelan­gen Fil­me eher sel­ten hin und sind oft schnel­ler ver­daut. Anders­her­um ist man nie zu blöd, einen Film zu schau­en, wohin­ge­gen man vom Lesen, gera­de vom Lesen anspruchs­vol­ler Sachen so abkom­men kann, dass man nicht mehr liest.

48 Stun­den mit einem Wor­d­Press Net­work | anmut und demut

Mir ist die­ses mul­ti­ple Wor­d­Press auch auf den Zei­ger gegan­gen, weil es mir maxi­mal für meh­re­re Nut­zer sinn­voll erschien, aber nicht für Ein­zel­nut­zer. Daher habe ich wie­der Ein­zel­in­stal­la­tio­nen hoch­ge­zo­gen, die lie­fen für sich genom­men fixer. Ansons­ten mag ich Flat-File-Blogsysteme wie mdbl0g und Flat­Press, die lau­fen noch run­der als Wor­d­Press.

Wor­d­Press ist halt für Schnick­schnack gut, auto­ma­ti­sche Link­pos­te­rei­en, Audio­kram, gro­ße Archi­ve etc. Ich habe gera­de mei­ne gan­ze Medi­en­samm­lung in ein WP-Blog ein­gra­viert und da ist es schon klas­se, wenn man Befeh­le hat, die einem raus­ge­ben, wie vie­le Taschen­bü­cher man in nie­der­län­di­scher Spra­che von Autor X hat. Und mna hat halt die Hoff­nung, dass man die so gefer­tig­te Daten­bank in 10, 20 Jah­ren noch irgend­wie ver­wen­den kann.”

Wohin mit dem Sau­ri­er? | anmut und demut

Ich glau­be nicht, dass Fire­fox OS tot ist, gera­de nicht in prak­ti­scher Hin­sicht ;-). Hier­für wer­den dau­ernd neue Apps gebas­telt, die App dial.radio kommt mir sogar ziem­lich modern rüber. Mein FirefoxOS-Handy ist auch das ers­te Smart­pho­ne, das seit andert­halb Jah­ren gänz­lich ohne Pro­ble­me ein­fach nur funk­tio­niert. Und ich brau­che auch nicht mehr als Mail­pro­gramm, eBoo­kRe­ader, Brow­ser, Whatsapp-Clon, Twit­ter, Gnu soci­al, Face­book, Kame­ra, Pod­cast­cat­cher und Feed­re­ader. Tot­ge­sag­te leben län­ger ;-).

Das Netz wie­der ent­wer­ten | anmut und demut

Ehr­lich gesagt fin­de ich bei­de Arti­kel aus der „Frü­her war alles besser“-Sicht her­aus, nicht gera­de gelun­gen. Auch ohne Inter­net gab und gibt es Leu­te, die sich für Femi­nis­tin­nen hal­ten, obwohl sie dar­in nicht einen durch Kri­tik unter­stütz­ten Ver­bes­se­rungs­wunsch, son­dern nur ein Brand­mar­ken ande­rer im edlen Gewand ver­ste­hen. Genau­se ken­ne ich aus den 90ern Leu­te, die mit rech­ten Ide­en stark sym­pa­thi­sier­ten, ohne auf die Idee zu kom­men, sich rech­ten Orga­ni­sa­tio­nen anzu­schlie­ßen oder bei ihnen irgend­wie mit­zu­ma­chen.

Es ist etwas Posi­ti­ves, dass Res­sen­ti­ments mal auf den Tisch kom­men, weil sie offen­bar bis­lang nur unter dem Tep­pich gehal­ten wur­den. Aber es ist nicht das Mes­ser, das jeman­den zum Mör­der macht. Wie man in Sachen Com­pu­ter­kriegs­spie­le eine ein­deu­ti­ge Mei­nung hat und dann meint, Twit­ter wür­de einen nega­ti­ven Zustand beför­dern, ist mir rät­sel­haft. Jeman­den zum schwei­gen zu brin­gen, bedeu­tet ja auch nicht, ihn über­zeugt zu haben.

Was frü­her Medi­en und sozia­ler Druck außer­halb des Net­zes ver­mocht haben, taugt heut­zu­ta­ge nicht mehr zur Bewäl­ti­gung gesell­schaft­li­cher Pro­ble­me. Wen das stört, soll sich ein­fach der neu­en Auf­ga­be stel­len.

Der Hassan von der Post | Fluss­kie­sel

Hat­te ich in Mün­chen. Ich kam im Bahn­hof an, schau­te auf den gro­ßen Fahr­plan an der Wand wie in ein kyril­li­sches Koch­buch und da sprach mich jemand an: “Ent­schul­di­gung!” Ich pack­te sofort an die Gesäß­ta­sche, in der mein Port­mon­naie sich befand und dach­te, “Nanu? Was willst du denn?”. Und dann war das ein freund­li­cher Ein­hei­mi­scher, der mir wirk­lich nur den Stadt­plan erklä­ren woll­te. Ein im Rhein­land voll­kom­men unbe­kann­tes Ver­hal­ten. ”

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