Lesezeichen vom 23.06.2018

  • Asyl­stre­it als Volk­sthe­ater — ein Zwis­chen­ruf von Nor­bert Blüm “Die Staukolon­nen an den reg­ulären Übergän­gen wer­den bald die Gren­zge­bi­ete lahm­le­gen, die Wirtschaft schädi­gen und die Touris­ten verärg­ern. Der Rück­stau vom Über­gang Kiefers­felden  wird voraus­sichtlich am Stammtisch im Münch­en­er Hof­bräuhaus lan­den. Dort wird der bayrische Min­is­ter­präsi­dent Söder Frei­bier für Heimat­treue spendieren.”
  • Brex­it Has Already Cost the U.K. More than Its EU Bud­get Pay­ments, Study Shows — Bloomberg ““Two years on from the ref­er­en­dum, we now know that the Brex­it vote has seri­ous­ly dam­aged the econ­o­my,” said CER Deputy Direc­tor John Spring­ford, who authored the study. “We know that the government’s Brex­it div­i­dend is a myth: the vote is cost­ing the Trea­sury 440 mil­lion pounds a week, far more than the U.K. ever con­tributed to the EU bud­get.””
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Guten Morgen

Bei der Blödzeitung sind inzwis­chen wohl sämtliche Sicherun­gen durchge­bran­nt:

Die vier Autoren wis­sen genau nichts darüber, ob die Asyl-Anträge der „Mörder, Dro­gen­händler, Verge­waltiger“ angenom­men oder abgelehnt wur­den, und schreiben den­noch, dass diese „im Schutz des Asyl­rechts in Deutsch­land Zuflucht“ gefun­den hät­ten. Einen Beleg dafür liefern sie nicht.

Das ist der Jour­nal­is­mus, den Poli­tik­er ger­ade mit dem Leis­tungss­chutzrecht für Pres­sev­er­leger absich­ern wollen. Ange­blich sind da nicht-kom­merzielle Anbi­eter nicht von betrof­fen. Wird man abwarten müssen.

Hol­ger Ble­ich sieht dabei, das mit Kanonen auf Spatzen geschossen werde ohne zu tre­f­fen:

Mit Upload-Fil­tern und Leis­tungss­chutzrecht soll der “Kreativwirtschaft” also nun zur Durch­set­zung ihrer Rechte ver­holfen wer­den. Es mag sein, dass das klappt, aber der gesamtwirtschaftliche und gesellschaftliche Schaden wäre enorm: Google und Face­book fil­tern schon jet­zt, sie wür­den ihre Sys­teme allen­falls schär­fer schal­ten. Doch kleinere,spezialisierte Alter­na­tiv-Plat­tfor­men stün­den vor unlös­baren Prob­le­men.

Roseanne soll ohne Roseanne weit­erge­dreht wer­den.

Und während ich mir die Frage stelle: Was kriegen die Poli­tik­er eigentlich für ihr Lob­by­durchgewinke”? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Lesezeichen vom 21.06.2018

  • Loef­fel Abrar | DSGVO wirkt?! “lei­der wirkt die DSGVO in rel­e­van­ten Fällen nicht. Beispiel: Fake-Shops im Inter­net – an sich ein Offen­barung­seid des Rechtsstaats.”
  • Griechen­land-Hil­fe — Deutsch­land macht Mil­liar­den-Gewinn “Deutsch­land ist ein großer Prof­i­teur der Hil­fen zur Ret­tung Griechen­lands und hat seit dem Jahr 2010 ins­ge­samt rund 2,9 Mil­liar­den Euro an Zins­gewin­nen ver­di­ent. ”
  • Julia Reda – These MEPs vot­ed to restrict the inter­net in Europe today – but we’re not giv­ing up “This is an unac­cept­able out­come that I will chal­lenge in the next ple­nary ses­sion, ask­ing all 750 MEPs to vote on whether to accept the Committee’s result or open it up for debate in that larg­er forum, which would then give us a final chance to make changes. This vote will like­ly hap­pen on July 4. Let’s make this the inde­pen­dence day of the inter­net, the day we #SaveY­our­In­ter­net from cen­sor­ship machines and a link tax. Are you in?”
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Guten Morgen

Die EU hat sich tat­säch­lich für ein Leis­tungss­chutzrecht für Ver­lage Upload­fil­ter auge­sprochen. Ich erwarte ein Ver­lags­block­i­er-Plu­g­in. Und erst wenn Face­book, Google und Co. mit einem eige­nen Presse­di­enst aufwarten, wer­den die Ver­lage und Poli­tik­er merken, nein, ich weiß nicht, ob sie je begreifen:

Axel Voss: “Das mag nicht die beste Idee sein, aber es ist zur Zeit die, mit der man helfen kön­nte.”

Meine Damen und Her­ren, darf ich vorstellen: “Helfen”. Das neue Wort, wenn man der Blödzeitung in den Arsch kriecht.

Dazu emfehle ich als lesenswertes Buch: “Hybris. Die über­forderte Gesellschaft” von Mein­hard Miegel. Miegel analysiert, dass Deutsch­land wie andere sich in ein­er Krise befind­et, weil gesellschaftlich-moralis­che Anforderun­gen am materiellen Erfolg gemessen wird, der dann immer weit­er gedei­hen muss. Deswe­gen (S.20) müsse und wer­den auch der Berlin­er Flughafen

vol­len­det wer­den, und sei es als Mah­n­mal über­fordert­er Bauleute, vor allem aber über­fordert­er Bauher­ren, oder richtiger deren drei: der Bun­desre­pub­lik Deutsch­land sowie den Län­dern Berlin und Bran­den­burg. Alle haben ihr Kön­nen und ihre Fähigkeit­en beträchtlich über­schätzt.

Die Ausrede ste­ht ja auch schon parat: Es kön­nte eine Hil­fe sein.

Und während ich mir die Frage stelle: Heiß “kon­ser­v­a­tiv” im Grunde nicht nur “mit dem Zeit­geist über­fordert sein”? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Lesezeichen vom 20.06.2018

  • Eine Woche an der Berlin­er Obdachlosen-Uni — VICE “Eine 17-Jährige bringt 70-Jähri­gen Hartz-IV-Empfängern Englisch bei, im Uni-The­ater spie­len trock­ene Alko­ho­lik­er bös­er Wolf. Und auch son­st gilt: Der Weg ist das Ziel. ”
  • Die dun­kle Macht, die beim “Stern” Regie führt | Über­me­di­en Ste­fan Nigge­meier: “Wir aber blenden uns zum Abschied noch ein­mal kurz in das Edi­to­r­i­al des Chefredak­teurs ein. Er hat­te sich erin­nert, wie vor „fast genau drei Jahren“ das Palästi­nenser-Mäd­chen Reem in ein­er Fernsehsendung Angela Merkel unter Trä­nen über ihr ungewiss­es Schick­sal in Deutsch­land berichtete. Und was hat Reem mit der ermorde­ten Susan­na F. gemein? Achtung: Sie waren bei­de 14 Jahre alt. Chris­t­ian Krug nen­nt das einen „grausamen Zufall“.”
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Guten Morgen

Die USA treten aus dem UN-Men­schen­recht­srat aus. Die fol­gerichtige Aktion eines Lan­des, das Flüchtlingskinder von ihren Eltern tren­nt, und sie dann poli­tisch für den Bau ein­er Mauer zu Mexiko instru­me­nal­isiert.

Sene­gale­sis­che Fans haben bevor sie nach dem Sieg ihrer Mannschaft das Sta­dion ver­ließen, erst mal sauber gemacht.

In Brüs­sel entschei­det man heute über ein europäis­ches Leis­tungss­chutzrecht für Pres­sev­er­leger in Anlehnung an das in Deutsch­land krachend gescheit­erte Leis­tungss­chutzrecht. Neben­in­for­ma­tion: In Spanien sack­ten die Besuch­szahlen von Ver­lags­seit­en um 15% ab, nach­dem Google sie nicht mehr ver­link­te.

In Kana­da gab es für einen Jun­gen Salat zu essen und er tat, was jedes Kind tun würde: Die Polizei rufen. Anderes Grünzeugs, was dort seit heute auch legal ist: Cannabis.

Und während ich mir die Frage stelle: Erwartet die US-amerikanis­che Regierung einen Gegen­schlag? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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